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Aber die Frage war ja eher mit dem von Dir beschriebenen Phänomen als Hintergrund gemeint. Also nicht: Gibt es ein perfekt zusammengestellte Album? Sondern: Gibt es (trotz der betriebenen Zusammenstellungspolitik) Alben, die Dich vollkommen überzeugen und perfekt sind? Hätte Elvis immer pro Session 12 Songs aufgenommen, diese als Album veröffentlicht und eine Single daraus ausgekoppelt, würde sich diese Frage so ja gar nicht stellen.
Zur Erklärung: Mir fiel vor einigen Tagen ein Satz aus einem alten Paperback-Rock-Lexikon wieder ein (Titel vergessen - 2 Bände, rot und gelb, mittlerweile bestimmt öfters wieder neu aufgelegt). Die Elvis-Discographie hörte noch mit "Raised on rock" auf, der Text sinngemäß mit "Doch gibt es bis heute keinen Grund, warum es Elvis nicht schafft, ein durchgängig gutes Album zu veröffentlichen".
Und ich finde sehr wohl, dass er das geschafft hat. Klar gibt es Zusammenstellungen, auf denen sich Lieder finden, die er ungestraft eigentlich nicht mal seiner Großmutter hätte vorsingen dürfen. Und teilweise wurden diese zwischen solch Genialitäten gepackt, dass man sich fragen muss, ob es im ganzen Elvis-Apparat keinen gab, der ein wenig auf Qualitätsschwankungen und -kontrolle geachtet hat. Aber es gibt eben doch auch Platten, die -bewußt, unbewußt, geplant, zufällig- so erschienen sind, dass sie sich durchgängig auf höchstem Niveau abspielen. "A date with Elvis" ist Kraut und Rüben. Aber eben geniale Kraut und Rüben.
Oder auch die "Elvis is back" halte ich für perfekt, obwohl keiner der Singletracks dabei ist (auch wenn mM nach zB A mess of blues gut reingepasst hätte oder Are you lonesome tonight eine bessere Ballade als Soldier boy ist). Ebenso bei anderen Gruppen: die Stones mit Aftermath ohne Paint it black, die Beatles mit Rubber soul ohne We can work it out/Day tripper usw.. Auch da sind sicherlich einige Lieder auf den Alben schlechter als die zeitgleiche Single - trotzdem gibt es an den LPs nichts zu meckern. Also eher die LP als "Einheit" gesehen, nicht als "was wäre unter Berücksichtigung aller Aufnahmen der letzten sechs Monate alles möglich gewesen".
Wenn ich noch lang schreibe, verstehe ich selbst nicht mehr, was ich meinte...
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Copperhead hat da zwei Alben genannt, die mir auch spontan einfallen würden. Elvis ist back braucht die Singles nicht, um ein großartiges Album zu sein. Something for everybody schon. Vergleicht man die um 6 Titel erweiterte CD Version, mit der ursprünglichen LP, da fällt einem extrem auf, wie dieses Album durch die Bonus-Lieder aufgewertet wird.
Aber wenn ich Tatsache einfach mal ausblende, dass nicht alle guten Liedern einer Session auf eine Platte gelangt sind, dann würde ich die folgenden Alben als 'perfekt' bezeichnen.
Elvis Presley
King Creole
Elvis is back
Pot Luck (obgleich dieses Album ja aus Liedern von ich glaube 3 Sessions zusammengestellt wurde, klingt es auf wunderbareweise wie aus einem Guss. Das Fehlen von Hits empfinde ich hier gar nicht als Nachteil, denn es sind auch ohne diese, viele starke Songs enthalten)
How great thou art
From Elvis in Memphis
Back in Memphis
TTWII
From Elvis Presley Blvd Memphis Tennessee
Wenn man Kompilationen dazurechnet, dann natürlich noch die Golden Records Alben
Auch wenn es sich nicht, um ein zu Lebzeiten von Elvis veröffentlichtes Album handelt, finde ich, dass Tomorrow is a long time ein perfektes Album ist.
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Pot Luck (obgleich dieses Album ja aus Liedern von ich glaube 3 Sessions zusammengestellt wurde...
Vier sogar - Blue Hawaii-Sessions (Steppin' out of line), Juni 61 (Kiss me quick, That's someone, I'm yours), October (Night rider) plus die März 62.
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Ich bin lernfähigNa also, geht doch.
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