Elvis: 30 #1 Hits

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10.03.2005 22:42 #326283 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis: 30 #1 Hits
Ach, ich glaube, das ist normales Mastering-Engineer-Gepose. :null: Von wegen "Ich/wir habe/n was gemacht, was vorher noch nie gemacht wurde." Ich kann nicht so wirklich dran glauben. Er spricht von 45, 46 Jahre alten 3-Tracks. Was fällt da auf? Wenn man von 2002 46 Jahre zurück rechnet, landet man wo? Genau: 1956. Das ist das Jahr, aus dem die ersten Titel auf der 30 #1 Hits sind. Die wurden aber nicht auf 3-TRKs gemacht. Was er sagt, kann also nicht stimmen. Zumindest nicht für die 50er - und die machen ja mit 13 Titeln bereits fast die Hälfte der CD aus.

Bardani: They might have taken out the master monos, but the multitracks had never been touched.


Also, ist alles, worum es geht, schon mal erst die Zeit ab 1960. Und dann sollte man eines bedenken: Die beiden sprechen hier davon, dass sie zu den Original-Master-Mulittracks zurück gegangen sind - um die Sachen zu remixen und neue (2-Track-)Master zu erstellen. Okay, schön und gut. Dazu kann man stehen, wie man will. Aber das heißt nicht, dass nicht in der Vergangenheit bereits (2-Track-)Master-Tapes für das Remastering benutzt wurden. Ganz sicher nicht. Denn sowohl die 60er Box als auch z. B. die von dir heiß geliebten DCC 24 Karat Gold Discs waren natürlich von original Mastertapes genommen.

Also, in diesem Fall wäre das Problem schon einmal gelöst. Die E1 ist kein Beweis dafür, dass hier zum ersten Mal mit Original-Mastertapes gearbeitet wurde. :up:

Vielen Dank übrigens, David Bendeth und Ray Bardani, noch einmal hierfür:

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10.03.2005 23:33 #326310 von Colonel
Colonel antwortete auf Elvis: 30 #1 Hits
Wir hatten 2002 bereits schon einmal (hier) und anderswo Dískussionen über das remastern der E1.
Mehrheitlich nahm man damals an, daß Bendeth & Co. sich wohl in 2002 erstmals (nach Jahrzehnten) die original "Session Bänder (das Tape, das damals lief als Elvis aufnahm)" annahmen (während man vorher "nur" die Masterbänder(welches das erstellte, ferti abgemischte und/oder overdubbed Band ist, was dann als Vorlage zur Plattenpressung diente/benutzt wurde) ;)
Diese Theorie spricht dann nämlich auch für die Arbeit/das Gesagte über das remixen von Suspicious Minds und das oxidierte "Way Down" Band!

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11.03.2005 00:03 #326320 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis: 30 #1 Hits

Wir hatten 2002 bereits schon einmal (hier) und anderswo Dískussionen über das remastern der E1.
Mehrheitlich nahm man damals an, daß Bendeth & Co. sich wohl in 2002 erstmals (nach Jahrzehnten) die original "Session Bänder (das Tape, das damals lief als Elvis aufnahm)" annahmen (während man vorher "nur" die Masterbänder(welches das erstellte, ferti abgemischte und/oder overdubbed Band ist, was dann als Vorlage zur Plattenpressung diente/benutzt wurde) ;)
Diese Theorie spricht dann nämlich auch für die Arbeit/das Gesagte über das remixen von Suspicious Minds und das oxidierte "Way Down" Band!

Ganz genau, Colonel. :up: So ist das wohl offenbar. Nur, wie du zutreffend feststellst, ist das Session-Tape nicht gleichbedeutend mit dem Master-Tape. Und um noch einen Schritt weiter zu gehen und die ganze Sache noch komplizierter zu machen :rolling2: : Das Master-Tape war nicht die Vorlage für die Vinyl-Pressung. Dafür wiederum wurden - vom Master-Tape - entsprechende sog. "Cutting" oder "LP Master" erstellt, die spezielle komprimiert und EQed waren. Diese wurden dann vielfach, weil man es ggf. einfach nicht (besser) wusste und Mitte der 80er unter dem Zeitdruck stand, alles bitteschön direkt auf CD heraus bringen zu müssen, für den Transfer auf CD - also das "digital mastering" - benutzt.

Fälschlicherweise, denn diese "Cutting Master" waren für Vinyl bearbeitet, nicht aber für die ungleich größeren Möglichkeiten der CD, u. a. eine ungleich höhere Dynamik. So kam die digitale CD dann recht schnell zu dem Ruf, "flach" und "leblos" und in der Folge "steril" zu klingen, was allerdings nicht an der CD lag, sondern am ("falschen") Mastering von der entsprechend unpassenden Quelle. Als man dann irgendwann auf die wirklichen Master-Tapes zuückgreifen konnte, weil sie inzwischen lokalisiert/identifiziert waren, war das Ergebnis ein ungleich besseres.

Sog. "Flat transfers" der Master-Tapes (noch einmal: Mit Master-Tape ist immer das 2-Track-/Stereo-Tape der ersten Generation gemeint) gibt es aber wohl in den wenigsten Fällen. Darin liegt die Kunst und das Geheimnis der Ingenieure, die eben deshalb von einigen zu wahren "Gurus" und Stars erhoben werden in den letzten 10, 15 Jahren. Teilweise zu Recht, denn sie liefern im besten Falle das ab, was sein sollte, nämlich den Klang zu reproduzieren wie er damals bereits auf den 2-Track-Masters vorgelegen hat - aber wegen Vinyl nie gehört werden konnte. Die fertige Aufnahme von z. B. Elvis Is Back! klang auch 1960 schon so geil (bzw. besser) wie es dann erst mehr als dreißig Jahre später zu hören war. Nur konnte man das damals nicht für ein breites Publikum reproduzieren. wegen der Unzulänglichkeiten, die Vinyl eben so mit sich brachte. Deshalb kann ich persönlich das Hohe Lied auf Vinyl nie so ganz nachvollziehen. Was es da zu hören gibt, hat nämlich kaum etwas mit dem zu tun, was "gemastert" wurde. Da eignet sich die CD bzw. inzwischen natürlich die High Resolution Formate SACD bzw. DVD-A bedeutend besser.

Was nun Bendeth und Bardani gemacht haben, war, dass sie - für die 60er und 70er - auf die Multitracks zurückgegriffen haben statt auf die Master-Tapes. Das heißt aber nicht, dass das Ergebnis besser sein muss, wie E1 und 2nd To None ja größtenteils gezeigt haben. UNd es bedeutet vor allem eben nicht, dass zuvor niemals 1st Generation Master-Tapes benutzt wurden. Das "niemals" bezieht sich hier auf die Multitracks. Aufgabe des "Remasterings" ist aber nicht, auf Multitracks zurück zu greifen und neue Mixe zu erstellen, sondern ein Abbild der damals erstellten Master zu geben. Es soll ja so klingen wie es damals klingen sollte. Und nicht wie zwei Ingenieure und ein paar Produzenten im Jahre 2002 meinten, dass es ggf. "besser" sein könnte.

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11.03.2005 23:20 #326759 von John Burrows
John Burrows antwortete auf Elvis: 30 #1 Hits
Also ich hab`das jetzt alles gelesen, insbesondere das hochinteressante Review und das lange Interview. Ich war schon immer der Meinung, daß die 30#1 nicht gleichmässig gut ist, und schon gar nicht so gut wie immer getan wurde/wird. Beim Lesen ist mir vor allem das extreme Auseinanderfallen der Beurteilungen von "Burning Love" aufgefallen. Hmm... was soll`s ... jetzt muß ich mir halt die 30#1 nochmal in aller Ruhe anhören ...

JB

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12.03.2005 10:55 #326876 von Colonel
Colonel antwortete auf Elvis: 30 #1 Hits

Wir hatten 2002 bereits schon einmal (hier) und anderswo Dískussionen über das remastern der E1.
Mehrheitlich nahm man damals an, daß Bendeth & Co. sich wohl in 2002 erstmals (nach Jahrzehnten) die original "Session Bänder (das Tape, das damals lief als Elvis aufnahm)" annahmen (während man vorher "nur" die Masterbänder(welches das erstellte, ferti abgemischte und/oder overdubbed Band ist, was dann als Vorlage zur Plattenpressung diente/benutzt wurde) ;)
Diese Theorie spricht dann nämlich auch für die Arbeit/das Gesagte über das remixen von Suspicious Minds und das oxidierte "Way Down" Band!

Ganz genau, Colonel. :up: So ist das wohl offenbar. Nur, wie du zutreffend feststellst, ist das Session-Tape nicht gleichbedeutend mit dem Master-Tape. Und um noch einen Schritt weiter zu gehen und die ganze Sache noch komplizierter zu machen :rolling2: : Das Master-Tape war nicht die Vorlage für die Vinyl-Pressung. Dafür wiederum wurden - vom Master-Tape - entsprechende sog. "Cutting" oder "LP Master" erstellt, die spezielle komprimiert und EQed waren. Diese wurden dann vielfach, weil man es ggf. einfach nicht (besser) wusste und Mitte der 80er unter dem Zeitdruck stand, alles bitteschön direkt auf CD heraus bringen zu müssen, für den Transfer auf CD - also das "digital mastering" - benutzt.

Fälschlicherweise, denn diese "Cutting Master" waren für Vinyl bearbeitet, nicht aber für die ungleich größeren Möglichkeiten der CD, u. a. eine ungleich höhere Dynamik. So kam die digitale CD dann recht schnell zu dem Ruf, "flach" und "leblos" und in der Folge "steril" zu klingen, was allerdings nicht an der CD lag, sondern am ("falschen") Mastering von der entsprechend unpassenden Quelle. Als man dann irgendwann auf die wirklichen Master-Tapes zuückgreifen konnte, weil sie inzwischen lokalisiert/identifiziert waren, war das Ergebnis ein ungleich besseres.

Sog. "Flat transfers" der Master-Tapes (noch einmal: Mit Master-Tape ist immer das 2-Track-/Stereo-Tape der ersten Generation gemeint) gibt es aber wohl in den wenigsten Fällen. Darin liegt die Kunst und das Geheimnis der Ingenieure, die eben deshalb von einigen zu wahren "Gurus" und Stars erhoben werden in den letzten 10, 15 Jahren. Teilweise zu Recht, denn sie liefern im besten Falle das ab, was sein sollte, nämlich den Klang zu reproduzieren wie er damals bereits auf den 2-Track-Masters vorgelegen hat - aber wegen Vinyl nie gehört werden konnte. Die fertige Aufnahme von z. B. Elvis Is Back! klang auch 1960 schon so geil (bzw. besser) wie es dann erst mehr als dreißig Jahre später zu hören war. Nur konnte man das damals nicht für ein breites Publikum reproduzieren. wegen der Unzulänglichkeiten, die Vinyl eben so mit sich brachte. Deshalb kann ich persönlich das Hohe Lied auf Vinyl nie so ganz nachvollziehen. Was es da zu hören gibt, hat nämlich kaum etwas mit dem zu tun, was "gemastert" wurde. Da eignet sich die CD bzw. inzwischen natürlich die High Resolution Formate SACD bzw. DVD-A bedeutend besser.

Was nun Bendeth und Bardani gemacht haben, war, dass sie - für die 60er und 70er - auf die Multitracks zurückgegriffen haben statt auf die Master-Tapes. Das heißt aber nicht, dass das Ergebnis besser sein muss, wie E1 und 2nd To None ja größtenteils gezeigt haben. UNd es bedeutet vor allem eben nicht, dass zuvor niemals 1st Generation Master-Tapes benutzt wurden. Das "niemals" bezieht sich hier auf die Multitracks. Aufgabe des "Remasterings" ist aber nicht, auf Multitracks zurück zu greifen und neue Mixe zu erstellen, sondern ein Abbild der damals erstellten Master zu geben. Es soll ja so klingen wie es damals klingen sollte. Und nicht wie zwei Ingenieure und ein paar Produzenten im Jahre 2002 meinten, dass es ggf. "besser" sein könnte.

... :up:
...
Mehr gibts dazu nicht mehr zu sagen!
Eins ist mir aber noch eingefallen:
Allerdings haben RCA/BMG Leute doch schon vor E1 & Bendeth auch einige 60s "Session Bänder" herausgekramt und earbeitet, nämlich bei der "Memphis Record", die komplett anders abgemischt wurde...meine ich jedenfalls

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12.03.2005 12:17 #326922 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis: 30 #1 Hits

Allerdings haben RCA/BMG Leute doch schon vor E1 & Bendeth auch einige 60s "Session Bänder" herausgekramt und earbeitet, nämlich bei der "Memphis Record", die komplett anders abgemischt wurde...

:jamie: Du siehst: Normales Mastering Engineer-Gepose. :null: Es ist bei allem ja auch immer wieder eine Marketing Sache, genauso wie es das ewig wiederholte "digitally (re-)mastered" (klar, denn jede CD ist "digitally mastered"), "DSD" oder eben auch diese "for the first time"-Zusätze sind.

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12.03.2005 13:05 #326930 von Rocker
Rocker antwortete auf Elvis: 30 #1 Hits
Habe hier noch ein Interview mit David Bendeth gefunden Er wurde interviewt von (der Name kommt mir doch bekannt vor :grin: ) einem gewissen Kevan Budd:

The following is an interview with David Bendeth

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12.03.2005 15:24 #326967 von John Burrows
John Burrows antwortete auf Elvis: 30 #1 Hits
Also, ich hab` mir die 30#1 jetzt nochmal in aller Ruhe angehört. Erst mal: Die Klangqualität ist auf keinen Fall schlecht. Alles ist sehr klar. Allerdings ist mir vor allem aufgefallen, daß der Pegel hochgedreht wurde. Ist ziemlich laut das Ding und ich muß (selten für meinen Kopfhörer) die Lautstärke runterdrehen. Dadurch kann in der Tat die Dynamik gelitten haben (Kappung). Am besten scheint mir in der Tat das Remastering der 50er Titel gelungen zu sein, obwohl ich immer noch der Meinung bin, daß die Sachen auf der 50er Box nicht wirklich viel schlechter daherkommen. "Can`t help falling in love" ist allerdings wirklich klasse remastered und scheint mir besser als alles was ich sonst davon habe. Bei "Suspicious Minds" und "Burning Love" sehe ich wiederum eigentlich keine große Verbesserung, aber vielleicht ist meine Anlage auch einfach nicht gut genug, und ich war dann auch zu müde um noch bei allem den direkten Vergleich zu machen ...

JB

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12.03.2005 15:29 #326969 von John Burrows
John Burrows antwortete auf Elvis: 30 #1 Hits
In dem DSD-Thread habe ich gerade gelesen, daß Colonel sagt, den Aufnahmen auf der 30#1 fehlt die "Wärme". Das ist, denke ich, eine sehr treffende Beschreibung. Alles "klar" und laut, aber dann doch irgendwie wie "desinfiziert" ...

JB

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17.10.2006 12:43 #521124 von Vincent-The-Falcon
Vincent-The-Falcon antwortete auf Elvis: 30 #1 Hits
Die 30 Nr.1 Hits wird nochmal aufgelegt. Sparte: "Rock, RCA INT."

Neue Nummer: 88697025392
Veröffentlichung : 10.11.06

Alte Nummer: 07863680792
Veröffentlichung : 23.09.02

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