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Elvis Today
- Mickey
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Und noch etwas: wie findet Ihr das Album allgemein? Es wird ja oft als sehr gut hingestellt. Zu recht?
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- Copperhead
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Die Platte selbst gefällt mir sehr gut. Wirklich unerträglich finde ich eigentlich nur Woman without love. Der Rest ist mM sehr angenehmes Material mit einigen wirklichen Highlights seiner Spätphase - I can help, Susan oder auch T-R-OUBLE.
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- Frederic
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Ich denke durchaus, dass diese Ansicht gerechtfertigt ist. Das ganze Album finde ich sehr gut. Leider klingt Elvis bei den Master-Takes ein wenig "zerdrückt" (Ich weiss nicht, wie ich es ausdrücken sollUnd noch etwas: wie findet Ihr das Album allgemein? Es wird ja oft als sehr gut hingestellt. Zu recht?
Die Soudqualität der CD "Elvis-Today" finde ich brilliant. Ich habe noch nie etwas von einem "nicht-reinen-Ton" beim Intro von "T-R-O-U-B-L-E" gehört.
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- Mickey
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Stimmt, ja. Tut mir leid. Der Sound ist, dabei bleibe ich, teilweise aber dennoch schlecht.War der verzerrte erste Ton bei T-R-OUBLE nicht nur auf der 70er-Box?
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- Manhattoe
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Am meisten nervt mich, dass Elvis' Stimme etwas Jammerndes hat, insbesondere auffällig in Pieces of my life, Bringing it back und Woman Without love.
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- coolozz
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- Big Hunk
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Prinzipiell war die LP wohl Ende der 80er mal eine Weile vergriffen, so daß ich einige Jahre lediglich "I Can Help" aus dem Radio kannte. Prinzipiell interessierte ich mich damals auch sehr für Little Richard, von dem ich "Shake A Hand" kannte, und habe mich dann halt lange Zeit gefragt, ob es wohl DAS Lied ist. Die Songnamen kannte ich natürlich aus einer Diskografie eines Elvis-Billig-Taschenbuches!
Ich hatte sogar die beiden Bootlegs "Yesterday And Today" und "Stax Tracks" gekauft, da mir seinerzeit die beiden Original-LP's fehlten. Diese Boots waren aber m. W. keine undubbed-Aufnahmen, sondern man hatte (was eine Zeit lang scheinbar - auch mit den Memphis-Sessions - Mode war) einfach am Mischpult ein paar Kanäle entfernt?!?
Natürlich schlug ich bei der Wiederveröffentlichung 1992 sofort zu und gewann eigentlich erst mal einen guten Eindruck.
Vom reinen Gefühl her habe ich auf der CD eigentlich 4 Favoriten, 3, die gut sind, aber nicht so sehr zu meinen Lieblingen zählen und 3, die ich immer nur so unter "fern liefen" habe laufen lassen (und mir deshalb auch gerade anhöre).
Prinzipiell hat Elvis schon die volle, schwere Mittsiebzigerstimme, das agressive, rauhe von 1970 (das m. E. zum letzten Mal bei "Winter Wonderland" durchkommt, und zwar bei dem von einem nicht genannt werden wollenden Forumsmitglied gerne wegdiskutierten "Elvis-Ending") ist gänzlich weg, und die Stimme hat aber auch gegenüber 1972/3 noch einmal (wie Elvis auch) "zugenommen". Für Kritiker ist es aber dieses berühmte "Knödeln", daß einigen die Aufnahmen nicht mehr so schmackhaft macht, und das zugegebenermaßen im Studio auch verstärkt angewandt wird, wo ja die Zeit auch begrenzt ist und man u. U. viel länger "durchhalten" muß, als bei einem einstündigen Konzert.
Desweiteren finde ich, daß Elvis' Stimme manchmal ruhig hätte noch mehr in den Vordergrund gehoben werden können, z. B. bei den tiefen, leisen Stellen von "And I Love You So".
Mein - und das ist rein subjektive Meinung, auch wenn ich vielleicht ab und an zu begründen versuche - Lieblingslied ist "I Can Help". Elvis UND die Band rocken noch einmal richtig ab, bei geiler Gitarrenarbeit von James. Wenn ich mir allerdings die undubbed Version auf der "Our Memorie Of Elvis" anhöre, fällt mir auf, daß sich da manchmal zwei Gitarren (James und Chip?) regelrecht "duellieren", das wurde im Rahmen der Overdubs allerdings perfektioniert bzw. teilweise auch eliminiert! Ich mag beide Fassungen. Und am Ende (das im Original ziemlich langweilig ausgeblendet wird) drehen alle nochmal richtig auf, zu einer Art abgewandeltem "Elvis-Ending". Elvis zieht bluesmäßig die Stimme rauf und das Klavier spielt einen gutdurchdachten Lauf. Ich glaube, man hört Elvis sogar noch (über Kopfhörer) einen Sekundenbruchteil lachen oder sowas.
Ich mag aber auch sehr jenes "Shake A Hand", weil Elvis hier so richtig schön "bluesig" singt, und dazu paßt auch super die volle ("Knödel-")Stimme. Ein schönes Arrangement mit durchgängig rollendem Klavierlauf und einer durchgehenden Lead-Gitarre, die den typischen Blues-Baßlauf nachzeichnet machen das Lied zu einem echten Ohrwurm. Allerdings gefällt mir auch hier die alte "pure" Fassung auf der alten Bilko "More Pure Elvis", mal ohne Hörner (die mich früher aber mehr störten als gerade beim Durchhören), nur leider liefen die Lieder alle einen Ton zu langsam. Dafür gibt es ja jetzt die FTD "Sunset 6363". Und Elvis zieht bei dem "yeah" schön langsam in'S hohe, voll rausgesungens A rein, sehr fein!
Desweiteren bin ich ein großer Freund von "Green, Green Grass Of Home", schon alleine wegen seiner schönen Ohrwurm-Melodie. Tom Jones hat übrigens mal erzählt, daß er inspiriert worden sei von Jerry Lee's (allerdings für seine Verhältnisse eher langweiliger) Country-Fassung, und daß er (Tom) seine neu eingesungen JLL mal in einem Hotel vorgespielt habe. Jerry Lee meinte sofort, das wird ein Hit, und in der Tat kam Tom Jones damit in Englang auf Platz 1, in den USA immerhin auf Platz 11 und bei uns auf Nummer 6. Das war 1966. Und noch heute geht ein Raunen durch die Menge, wenn Tom es im Konzert anstimmt! Ich mag zwar auch die "Anti-Version" von Dean Martin, der natürlich für so einen dramatischen Text viel zu cool und unbeschwert singt, aber auch gerade das hat was! Dieser Dramatik kommt Elvis volle Stimme sehr zugute, ich weiß nicht, ob mir eine Elvis-Version aus meinetwegen der "Just Call Me Lonesome"-Session von 1967 genauso gut gefallen hätte?
Sehr gerne habe ich auch "Fairytale", aber schon mit den ersten Abstrichen. Ich kannte zuerst die 77er CBS-Version, und da singt er einfach lockerer, freier, trifft die (sehr) hohen Töne leichter, ungequälter. Auf der Platte, von der ich dann fast enttäuscht war, muß er sich hörbar anstrengen, singt manchmal kurzatmig und verfällt sogar ("when I gOO") einmal in die Kopfstimme. Vielleicht lag es daran, daß es das erste Lied der Session und er noch nicht eingesungen war. Take 3 war ja auch schon der Master, wenn man sich ohnehin quälen muß, wird es nämlich nicht besser. Prinzipiell ist das Lied aber ein echter Ohrwurm und hat ein stark countrylastiges Arrangement (durch die Steel-Guitar, die hier drastisch wie selten bei Elvis durchkommt).
"And I Love You So" ist natürlich ein wunderschönes Lied (in der ungewöhnlichen Tonart Gis) mit schönen Harmonien und gefällt mir schon von Perry Como sehr, aber dessen langsameres Tremolo gefällt mir dazu fast besser. Aber speziell hier geht mir die Stimme eben an den leisen Stellen etwas in dem (overdubbten) Arrangement unter
"T-R-O-U-B-L-E" ist natürlich eines von Elvis letzten Rockern (es folgten wohl nur noch "For The Heart" und "Way Down", die ich allerdings beide eher vorziehen würde), und daher schon irgendwo was besonderes. Der "unsaubere" Pianoton am Anfang kann auch an der Klaviertaste gelegen haben, und ich finde, er stört nicht sonderlich, man muß schon mit dem Kopfhörer genauestens drauf achten. Allerdings ist die Melodie doch etwas einfach gestrickt, besteht bloß aus ein paar Tönen und das Ende wird mir persönlich etwas zu lang "zelebriert"! Im Gesamtbild der LP hebt es sich natürlich durch sein Uptempo dann doch noch mal (vor allem als Opener) positiv hervor.
"Susan When She Tried" ist sicher ein schönes, flottes Country-Stückchen aber mehr irgendwo auch nicht. Es geht in's Ohr, aber meine Favoriten habe ich bereits geschildert. Die kriegen eine eins und dieses dann halt eine zwei.
"Pieces Of My Life" habe ich auch nie so rechte Beachtung geschenkt. Es hat sicher eine schöne Melodie und auch einen feinen Text, fiel aber für meinen persönlichen (und oft ausgesprochen simplen Geschmack) immer gegen "Shake A Hand" und "Green Grass" etwas ab.
Dasselbe gilt für "Bringin' It Back" und "Woman Without Love". Vielleicht sind mir diese Werke ZU dramatisch, vielleicht auch mit ZU viel Harmonien ausgestattet, vielleicht fallen sie auch nur deswegen ab, weil ich andere Songs des Albums SO gut finde. Der von Reto angesprochene "metallische" Klang liegt m. M. nach einzig an der merkwürdig ausgesteuerten Rhythmus-Gitarre, wo einfach zuviele Mitten und Hören eingestellt sind, vielleicht schon bei der Aufnahme am Gitarrenverstärker selbst.
Da Elvis viel ausschließlich covert, stellten in der Vergangenheit einige Biografen die Frage, ob Elvis dieses oder jenes Stück überhaupt aufnehmen mußte, aber die Frage sollten sie Elvis stellen und sonst keinem. Die LP ist immerhin Elvis' letzte richtige Studio-LP, und sie wurde an einem Stück produziert und nicht zusammengewürfelt wie manche LP davor oder danach! Im Gesamteindruck mag ich sie und gebe ihr eine gute 2!
Und jetzt die Masterfrage: Hat Elvis (z. B. bei "Pieces Of My Life") selbst eine Zweitstimme overdubbed (wie bei "Bridge Over Troubled Water" oder "Could I Fall In Love") oder ist es z. B. Charlie Hodge (wie bei "I Will Be Home Again")??
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- Marc H.
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- Copperhead
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Was dummst Du mich denn jetzt an? Hmm...Allerdings wird Coppy mit seinem prägnanten Kurzposting wohl wieder schneller sein...
"Susan" gefällt mir persönlich wegen der feinen Gitarrenarbeit. Bei "Shake a hand" fehlt mir genau das von Dir beschriebene Blues-Feeling; "And I love you so" und "Green green grass" fallen für mich ab, da es zwar feine Lieder sind, jedoch mM vor dem Hintergrund der Arrangements von Come/Jones zu wenig "Eigenleistung" beinhalten. Da hätte ich irgendwie mehr erwartet...
Ist Boulevard keine richtige Studio-LP?
Wo wird "I can help" ausgeblendet? Ich kenn das -auch von Vinyl her- nur mit "Elvis-Ending".
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- Big Hunk
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He, he, nicht so feinfühlig!
Ist Boulevard keine richtige Studio-LP?
Wo wird "I can help" ausgeblendet? Ich kenn das -auch von Vinyl her- nur mit "Elvis-Ending".
Ich wollte als erster antworten und sah da aber, daß Du bereits zuschlugst. Und da wußte ich, daß Du eher (weil kürzer) sein würdest und war traurig. Immer komme ich zu spät
Bezüglich der Gitarrenarbeit gebe ich Dir Recht, auch bezüglich "And I Love You So", aber "Green..." wird von Tom Jones doch eher als starke, aber rhythmische Ballade rübergebracht, ist bei Elvis aber mehr eine reine Country-Schnulze.
Mit "Studio"-LP meine ich, daß Elvis wirklich noch (zum letzten Mal) in's Studio fuhr, um eine LP aufzunehmen. Danach mußten sie ihm die Bude einrennen, um ihn überhaupt zu weiteren Aufnahmen zu kriegen...
Das Ausblenden bei "I Can Help" bezog sich auf die Original-Version von Billy Swan, so daß Elvis dem Song mit dem Ending eine ganz eigene Note verleiht!
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