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22.08.1974
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10.11.2002 17:29 #22424
von sj0472
22.08.1974 wurde erstellt von sj0472
Las Vegas, 22.08.1974, Midnightshow:
Stefan Juhrs
Die Mitternachtsshow des 22.08.1974 beginnt nach dem üblichen Vorprogramm mit dem 2001 Thema. Das geht dann direkt in See See Rider über. Die „neue“ Show vom 19.08.1974 kam beim Publikum leider nicht so an wie erwartet. Daher kehrte Elvis einen Tag später zu seinem normalen Programm zurück. Als Elvis die Bühne betritt merkt man daß auch einige wirkliche, wilde Elvisfans im Publikum sitzen. Es gibt heftige Aufschreie einiger entzückter weiblicher Fans. Elvis singt eine ordentliche Fassung von See See Rider und bekommt dafür heftigen Applaus. Elvis beginnt mit den bekannten „wells“ und allein das löst Begeisterungsstürme einiger Damen aus. Eine Zuschauerin sagt „I Got A Woman“, also nicht die erste Show für sie. Sie weiss was als nächstes kommt und behält recht. Als das Publikum den Titel erkennt klatscht es Beifall. Elvis braucht nur einige wilde Bewegungen machen und ein Aufschrei ist die Folge. Die Stimmung im Publikum ist also sehr gut und man kann gespannt sein auf den Verlauf der Show. Nach knapp zwei Minuten von I Got A Woman geht es über in den Gospel Amen. Den bricht Elvis schnell ab und steht erstmal nur da. Dann macht er kurz wilde Bewegungen die von Ronnie Tutts Schlagzeugspiel unterstützt werden. Dann kommt J.D. Sumners Part mit dem Flugzeuggeräusch. Der macht seine Sache sehr gut, aber dennoch ist Elvis nicht zufrieden mit dessen Leistung. Eine Zuschauerin bemerkt spaßeshalber „Er ist müde.“ Das möchte J.D. aber wiederlegen und legt noch einmal los. Es ist tatsächlich noch eine Steigerung möglich, hatte Elvis also recht. Ein kurzer Rückgriff auf I Got A Woman beendet die Eröffnungssequenz dieses Konzertes. Elvis stellt sich als Wayne Newton vor. Während Elvis noch spricht hört man im Hintergrund die Gitarre von John Wilkinson die sich bereits auf Love Me einstimmt. Und das gibt es in einer nicht ganz zweiminütigen Version. Bei dem Lied wird es wieder etwas unruhiger im Publikum da sich Elvis näher an den Bühnenrand begibt und Kontakt zu den Zuschauern sucht. Ohne Worte geht es weiter mit dem Olivia Newton-John-Lied If You Love Me (Let Me Know). Dieser Song ist neu in seinem Repertoire. Das Lied hat Elvis kurz vor dieser Gastspielreihe einstudiert und erlebte am 19.8. seine Livepremiere. Elvis singt es ohne Probleme durch. Während es bei den Proben noch Probleme und Diskussionen wg. dem Ende des Liedes gab klappt hier in der Show alles bestens. Es ist ein schönes neues Lied, das sehr gut zu Elvis und seiner Stimme passt. Glen Hardin beginnt direkt danach mit dem Intro zu einem weiteren neuen Titel, It’s Midnight. Das Lied erscheint erst im Oktober als B-Seite von Promised Land aber Elvis macht jetzt schon Werbung dafür. Ebenfalls eine Nummer die sehr gut zu Elvis passt, eine wunderschöne Ballade. Die Studiofassung vom Dezember 1973 war schon sehr gut, diese Liveversion ist fast noch besser. Nun kommt wieder Fahrt in die Truppe, mit einem wilden Big Boss Man. Am 19.8.74 war es sogar das Eröffnungslied der Openingshow. Sehr gut daß sich Elvis an den Titel erinnerte und es von nun an regelmäßiger in seinen Konzerten singen sollte. Das Tempo ist total anders als bei der Studioaufnahme von 1967, es ist zu einem Rocker geworden, völlig anders arrangiert. Nach zweieinhalb Minuten ist Elvis mit dem Lied zwar fertig, wiederholt aber die letzte Zeile noch einmal. Zum Publikumsliebling Fever braucht man wohl nicht mehr viel sagen. Jeder erkennt es an den ersten Takten, noch bevor Elvis singt. Elvis wartet sehr lange bevor er zu singen beginnt, über 40 Sekunden hört man fast nur den Bass von Duke Bardwell. Der gesamte Vortrag wird wieder von den Schreien weiblicher Fans begleitet. Speziell wenn er plötzlich seine typischen Bewegungen macht. Ein einfaches Spiel für Elvis, die Zuschauer zu begeistern. Zwischendurch ändert er auch etwas den Text. Es geht nun zurück ins Jahr 1956, Love Me Tender ist angesagt. Auch hier ist das Intro länger als normal, 20 Sekunden. Zum Ende gibt es Unstimmigkeiten zwischen Elvis und Band. Eigentlich ist das Lied schon fast zuende, aber Elvis beginnt die letzte Strophe nochmal zu singen. Somit ist die Version länger als zu der Zeit üblich. Ohne Worte kommt eine sehr kurze Fassung von All Shook Up. Ähnelt allen anderen Versionen aus den Jahren 1971-1974, Elvis hetzt förmlich durch seinen 57er-Hit. Weiter im Programm geht es mit einer Single von 1971, die seinerzeit leider nicht so erfolgreich für Elvis war. Aber da es ein sehr schönes Lied war singt er es seit 1973 wieder regelmäßiger, das Lied heisst I’m Leavin‘. Wie bei vielen Songs so sind die Liveversionen zu 90% besser als die Studiofassung, auch in dieser Show. Speziell der Tempowechsel nach der ersten Strophe ist wesentlich besser gelungen als im Studio. Da die Single damals nicht so der Hit war wird es wohl einige im Publikum geben die dieses Lied zum ersten Mal überhaupt von Elvis hören. Es ist damals wirklich nur als Signle rausgekommen, war auf keinem Album enthalten. Etwas neues gibt es nun, Softly As I Leave You. Hier ist es etwas ganz neues, was man noch nicht von Elvis kaufen konnte, das sollte erst 1977 der Fall sein. Sherill Nielsen übernimmt hier den Gesang. Elvis spricht die Worte vor und Sherill singt sie nach. Gegen Ende des Liedes singt Elvis mit und sie beenden es gemeinsam. Während des Vortrages ist es muckmäuschenstill im Saal, jeder hört ganz aufmerksam zu. Und dieser geniale, gefühlvolle Vortrag bekommt einen Riesenapplaus, den lautesten und längsten des Konzertes. Elvis hat dieses Lied seit dem 19.8.74 in dieser Form im Programm. Bereits ein Jahr zuvor präsentierte Elvis dieses Stück, in der Closingshow des 3.9.73. Damals sprach Elvis die Worte nur, es gab keinen Gesang dazu, ging dort schon total unter die Haut. Was könnte es gegensätzlicheres zu Ssoflty As I leave You geben als Hound Dog. Bei Elvis ist halt alles möglich. Nach so einem gefühlvollen Titel singt Elvis tatsächlich eine kurze Fassung von Hound Dog. Somit sind die Gefühle von eben vergessen, aus einer traurigen Stimmung ist man nun wieder in einer Partystimmung. Aber Elvis wird als nächstes wieder anspruchsvoll, mit der Powerballade You Gave Me A Mountain. Das ist wohl jedem seit der Aloha-Show bekannt und spontaner Beifall brandet auf als das Lied beginnt. Elvis‘ Version an diesem Abend ist mindestens genau so gut wie die vom 14.1.1973. Viele glauben ja daß Elvis den Text auf sich bezogen hat. Das kann gut sein, denn Elvis singt das Lied nicht einfach, er lebt es auf der Bühne, perfekt dargeboten. Nun stellt Elvis kurz John O‘ Grady vor bevor es mit dem Smasher Suspicious Minds weitergeht. Das Lied war seit 1969 stets ein Publikumsliebling. 1973 gab es einige Versionen die nicht mehr ganz so gut waren wie früher. Aber seit diesem Jahr ist das Lied wieder wesentlich besser. Es wird wieder sehr schnell und mit Power dargeboten. Elvis ändert einige Zeilen kurz ab, baut Charlie Hodge in den Text mit ein. Elvis bewegt sich wie in alten Zeiten und bringt die weiblichen Fans wieder zum Schreien. Nach dreieinhalb Minuten ist es vorbei und Elvis erinnert sich wohl an alte Deutschlandzeiten. Denn er beginnt plötzlich das Lied „Schöne Blaue Donau“ anzustimmen. Er summt die Melodie und die Band steigt sofort mit ein. Das Publikum rast vor Begeisterung und amüsiert sich prächtig. Es dauert zwar nur 20 Sekunden ist aber dennoch eine große Überraschung. Nun gibt es die Bandvorstellung. Elvis stellt als erstes die Sweet Inspirations vor, dann J.D. Sumner & The Stamps. Es folgen James Burton an der Leadgitarre, John Wilkinson Rhythmusgitarre. „Am Schlagzeug, er ist einer meiner Karateschüler, Ronnie Tutt.“ Am Fenderbass Duke Bardwell, Piano Glen Hardin. Desweiteren sind dabei Charlie Hodge, die Vokalgruppe Voice, sowie Joe Guercio und sein Orchester. Ohne Ansage beginnt er seine aktuelle Single, If You Talk In Your Sleep, zu singen. Während des Intros begeistert Elvis die Zuschauer mit seinen Karatekünsten. Gegen die Liveversionen ist die Studiofassung regelrecht langweilig. Es ist ein absolutes Powerlied, das leider viel zu selten gesungen wurde. Es klingt sehr modern und funky. Das Publikum dankt Elvis dafür mit großem Applaus. Es ist absolut ein Höhepunkt der Show. J.D. Sumner rückt nun wieder in den Vordergrund. Er beginnt das Lied Why Me Lord zu singen. Erst im Refrain stimmen Elvis und Chöre mit ein. Ab der 2.Strophe versucht Elvis dann J.D. aus dem Konzept zu bringen, albert herum und lässt Kommentare ab. Aber J.D. hat sich im Griff und wehrt die Attacken seines Chefs erfolgreich ab. Nach diesem Gospel kehrt Elvis ein letztes Mal in die 50er zurück. Er kombiniert die Hits Teddy Bear und Don’t Be Cruel zu einem Medley. Das gab es vorher schon oft und es unterscheidet sich nicht von vorherigen Versionen. Nachdem Elvis vorhin die A-Seite seiner aktuellen Single präsentiert hat ist es nun Zeit für die B-Seite, Help Me. Elvis sang dieses Lied in den letzten Monaten schon regelmässig. Bei Elvis war es oft so daß er eher die B-Seite einer Single sang als die A-Seite. (diese Version vom 22.8.74 Midnightshow, erschiem im letzten Jahr auf der Live In Las Vegas-Box). Nach der schönen Ballade singt Elvis nun das bekannte Lied The First Time Ever I Saw Your Face. Auch wiederum ein Song der nicht unbedingt zum Standardprogramm gehörte. Im Gegensatz zu den letzten Jahren hat Elvis doch verstärkt neuere Titel im Repertoire, weniger die vielen Oldies aus den 50ern und 60ern. Die fehlen natürlich auch nicht, aber im Vergleich z.B. zu 1972 sind es wesentlich weniger. Die Ballden und neueren Songs machen die Show meiner Meinung nach sogar interessanter. Das Programm während des Summerfestivals 1974 zählt ohne Zweifel mit zu den interessantesten überhaupt. Bevor Elvis die Show beendet gibt es noch ein weiteres Lied von Olivia Newton-John, Let Me Be There. Ohne Zweifel ist dies Lied für Elvis maßgeschneidert. Er hat daraus ein ganz neues Lied gemacht wesentlich schneller dargeboten, da wirkt die Originalfassung von Olivia Newton-John langweilig gegen. Nach diesen knapp dreieinhalb Minuten ist es dann wirklich Zeit fürs letzte Lied, Can’t Help Falling In Love. Die 60 Minuten waren um und das Management des Hotels hat es ja nicht gerne gesehen wenn Elvis länger auf der Bühne stand. Schliesslich sollten die Zuschauer ja möglichst schnell zurück an die Spielautomaten stürmen was ja die eigentliche Einnahmequelle des Hotels war. Mit einer ordentlichen Fassung von Can’t Help Falling In Love verabschiedete sich Elvis dann fürs erste von den Zuschauern. Nun musste Elvis wieder rauf in seine Suite und die Zeit totschlagen bis zu seinen nächsten beiden Auftritten am 23.08.1974.
Titel: 2001 Theme-See See Rider-I Got A Woman/Amen-Love Me-If You Love Me-It’s Midnight-Big Boss Man-Fever-Love Me Tender-All Shook Up-I’m Leavin‘-Softly As I Leave You-Hound Dog-You Gave Me A Mountain-Suspicious Minds-If You Talk In Your Sleep-Why Me Lord-Teddy Bear/Don’t Be Cruel-Help Me-The First Time Ever I Saw Your Face-Let Me Be There-Can’t Help Falling In Love
Stefan Juhrs
Die Mitternachtsshow des 22.08.1974 beginnt nach dem üblichen Vorprogramm mit dem 2001 Thema. Das geht dann direkt in See See Rider über. Die „neue“ Show vom 19.08.1974 kam beim Publikum leider nicht so an wie erwartet. Daher kehrte Elvis einen Tag später zu seinem normalen Programm zurück. Als Elvis die Bühne betritt merkt man daß auch einige wirkliche, wilde Elvisfans im Publikum sitzen. Es gibt heftige Aufschreie einiger entzückter weiblicher Fans. Elvis singt eine ordentliche Fassung von See See Rider und bekommt dafür heftigen Applaus. Elvis beginnt mit den bekannten „wells“ und allein das löst Begeisterungsstürme einiger Damen aus. Eine Zuschauerin sagt „I Got A Woman“, also nicht die erste Show für sie. Sie weiss was als nächstes kommt und behält recht. Als das Publikum den Titel erkennt klatscht es Beifall. Elvis braucht nur einige wilde Bewegungen machen und ein Aufschrei ist die Folge. Die Stimmung im Publikum ist also sehr gut und man kann gespannt sein auf den Verlauf der Show. Nach knapp zwei Minuten von I Got A Woman geht es über in den Gospel Amen. Den bricht Elvis schnell ab und steht erstmal nur da. Dann macht er kurz wilde Bewegungen die von Ronnie Tutts Schlagzeugspiel unterstützt werden. Dann kommt J.D. Sumners Part mit dem Flugzeuggeräusch. Der macht seine Sache sehr gut, aber dennoch ist Elvis nicht zufrieden mit dessen Leistung. Eine Zuschauerin bemerkt spaßeshalber „Er ist müde.“ Das möchte J.D. aber wiederlegen und legt noch einmal los. Es ist tatsächlich noch eine Steigerung möglich, hatte Elvis also recht. Ein kurzer Rückgriff auf I Got A Woman beendet die Eröffnungssequenz dieses Konzertes. Elvis stellt sich als Wayne Newton vor. Während Elvis noch spricht hört man im Hintergrund die Gitarre von John Wilkinson die sich bereits auf Love Me einstimmt. Und das gibt es in einer nicht ganz zweiminütigen Version. Bei dem Lied wird es wieder etwas unruhiger im Publikum da sich Elvis näher an den Bühnenrand begibt und Kontakt zu den Zuschauern sucht. Ohne Worte geht es weiter mit dem Olivia Newton-John-Lied If You Love Me (Let Me Know). Dieser Song ist neu in seinem Repertoire. Das Lied hat Elvis kurz vor dieser Gastspielreihe einstudiert und erlebte am 19.8. seine Livepremiere. Elvis singt es ohne Probleme durch. Während es bei den Proben noch Probleme und Diskussionen wg. dem Ende des Liedes gab klappt hier in der Show alles bestens. Es ist ein schönes neues Lied, das sehr gut zu Elvis und seiner Stimme passt. Glen Hardin beginnt direkt danach mit dem Intro zu einem weiteren neuen Titel, It’s Midnight. Das Lied erscheint erst im Oktober als B-Seite von Promised Land aber Elvis macht jetzt schon Werbung dafür. Ebenfalls eine Nummer die sehr gut zu Elvis passt, eine wunderschöne Ballade. Die Studiofassung vom Dezember 1973 war schon sehr gut, diese Liveversion ist fast noch besser. Nun kommt wieder Fahrt in die Truppe, mit einem wilden Big Boss Man. Am 19.8.74 war es sogar das Eröffnungslied der Openingshow. Sehr gut daß sich Elvis an den Titel erinnerte und es von nun an regelmäßiger in seinen Konzerten singen sollte. Das Tempo ist total anders als bei der Studioaufnahme von 1967, es ist zu einem Rocker geworden, völlig anders arrangiert. Nach zweieinhalb Minuten ist Elvis mit dem Lied zwar fertig, wiederholt aber die letzte Zeile noch einmal. Zum Publikumsliebling Fever braucht man wohl nicht mehr viel sagen. Jeder erkennt es an den ersten Takten, noch bevor Elvis singt. Elvis wartet sehr lange bevor er zu singen beginnt, über 40 Sekunden hört man fast nur den Bass von Duke Bardwell. Der gesamte Vortrag wird wieder von den Schreien weiblicher Fans begleitet. Speziell wenn er plötzlich seine typischen Bewegungen macht. Ein einfaches Spiel für Elvis, die Zuschauer zu begeistern. Zwischendurch ändert er auch etwas den Text. Es geht nun zurück ins Jahr 1956, Love Me Tender ist angesagt. Auch hier ist das Intro länger als normal, 20 Sekunden. Zum Ende gibt es Unstimmigkeiten zwischen Elvis und Band. Eigentlich ist das Lied schon fast zuende, aber Elvis beginnt die letzte Strophe nochmal zu singen. Somit ist die Version länger als zu der Zeit üblich. Ohne Worte kommt eine sehr kurze Fassung von All Shook Up. Ähnelt allen anderen Versionen aus den Jahren 1971-1974, Elvis hetzt förmlich durch seinen 57er-Hit. Weiter im Programm geht es mit einer Single von 1971, die seinerzeit leider nicht so erfolgreich für Elvis war. Aber da es ein sehr schönes Lied war singt er es seit 1973 wieder regelmäßiger, das Lied heisst I’m Leavin‘. Wie bei vielen Songs so sind die Liveversionen zu 90% besser als die Studiofassung, auch in dieser Show. Speziell der Tempowechsel nach der ersten Strophe ist wesentlich besser gelungen als im Studio. Da die Single damals nicht so der Hit war wird es wohl einige im Publikum geben die dieses Lied zum ersten Mal überhaupt von Elvis hören. Es ist damals wirklich nur als Signle rausgekommen, war auf keinem Album enthalten. Etwas neues gibt es nun, Softly As I Leave You. Hier ist es etwas ganz neues, was man noch nicht von Elvis kaufen konnte, das sollte erst 1977 der Fall sein. Sherill Nielsen übernimmt hier den Gesang. Elvis spricht die Worte vor und Sherill singt sie nach. Gegen Ende des Liedes singt Elvis mit und sie beenden es gemeinsam. Während des Vortrages ist es muckmäuschenstill im Saal, jeder hört ganz aufmerksam zu. Und dieser geniale, gefühlvolle Vortrag bekommt einen Riesenapplaus, den lautesten und längsten des Konzertes. Elvis hat dieses Lied seit dem 19.8.74 in dieser Form im Programm. Bereits ein Jahr zuvor präsentierte Elvis dieses Stück, in der Closingshow des 3.9.73. Damals sprach Elvis die Worte nur, es gab keinen Gesang dazu, ging dort schon total unter die Haut. Was könnte es gegensätzlicheres zu Ssoflty As I leave You geben als Hound Dog. Bei Elvis ist halt alles möglich. Nach so einem gefühlvollen Titel singt Elvis tatsächlich eine kurze Fassung von Hound Dog. Somit sind die Gefühle von eben vergessen, aus einer traurigen Stimmung ist man nun wieder in einer Partystimmung. Aber Elvis wird als nächstes wieder anspruchsvoll, mit der Powerballade You Gave Me A Mountain. Das ist wohl jedem seit der Aloha-Show bekannt und spontaner Beifall brandet auf als das Lied beginnt. Elvis‘ Version an diesem Abend ist mindestens genau so gut wie die vom 14.1.1973. Viele glauben ja daß Elvis den Text auf sich bezogen hat. Das kann gut sein, denn Elvis singt das Lied nicht einfach, er lebt es auf der Bühne, perfekt dargeboten. Nun stellt Elvis kurz John O‘ Grady vor bevor es mit dem Smasher Suspicious Minds weitergeht. Das Lied war seit 1969 stets ein Publikumsliebling. 1973 gab es einige Versionen die nicht mehr ganz so gut waren wie früher. Aber seit diesem Jahr ist das Lied wieder wesentlich besser. Es wird wieder sehr schnell und mit Power dargeboten. Elvis ändert einige Zeilen kurz ab, baut Charlie Hodge in den Text mit ein. Elvis bewegt sich wie in alten Zeiten und bringt die weiblichen Fans wieder zum Schreien. Nach dreieinhalb Minuten ist es vorbei und Elvis erinnert sich wohl an alte Deutschlandzeiten. Denn er beginnt plötzlich das Lied „Schöne Blaue Donau“ anzustimmen. Er summt die Melodie und die Band steigt sofort mit ein. Das Publikum rast vor Begeisterung und amüsiert sich prächtig. Es dauert zwar nur 20 Sekunden ist aber dennoch eine große Überraschung. Nun gibt es die Bandvorstellung. Elvis stellt als erstes die Sweet Inspirations vor, dann J.D. Sumner & The Stamps. Es folgen James Burton an der Leadgitarre, John Wilkinson Rhythmusgitarre. „Am Schlagzeug, er ist einer meiner Karateschüler, Ronnie Tutt.“ Am Fenderbass Duke Bardwell, Piano Glen Hardin. Desweiteren sind dabei Charlie Hodge, die Vokalgruppe Voice, sowie Joe Guercio und sein Orchester. Ohne Ansage beginnt er seine aktuelle Single, If You Talk In Your Sleep, zu singen. Während des Intros begeistert Elvis die Zuschauer mit seinen Karatekünsten. Gegen die Liveversionen ist die Studiofassung regelrecht langweilig. Es ist ein absolutes Powerlied, das leider viel zu selten gesungen wurde. Es klingt sehr modern und funky. Das Publikum dankt Elvis dafür mit großem Applaus. Es ist absolut ein Höhepunkt der Show. J.D. Sumner rückt nun wieder in den Vordergrund. Er beginnt das Lied Why Me Lord zu singen. Erst im Refrain stimmen Elvis und Chöre mit ein. Ab der 2.Strophe versucht Elvis dann J.D. aus dem Konzept zu bringen, albert herum und lässt Kommentare ab. Aber J.D. hat sich im Griff und wehrt die Attacken seines Chefs erfolgreich ab. Nach diesem Gospel kehrt Elvis ein letztes Mal in die 50er zurück. Er kombiniert die Hits Teddy Bear und Don’t Be Cruel zu einem Medley. Das gab es vorher schon oft und es unterscheidet sich nicht von vorherigen Versionen. Nachdem Elvis vorhin die A-Seite seiner aktuellen Single präsentiert hat ist es nun Zeit für die B-Seite, Help Me. Elvis sang dieses Lied in den letzten Monaten schon regelmässig. Bei Elvis war es oft so daß er eher die B-Seite einer Single sang als die A-Seite. (diese Version vom 22.8.74 Midnightshow, erschiem im letzten Jahr auf der Live In Las Vegas-Box). Nach der schönen Ballade singt Elvis nun das bekannte Lied The First Time Ever I Saw Your Face. Auch wiederum ein Song der nicht unbedingt zum Standardprogramm gehörte. Im Gegensatz zu den letzten Jahren hat Elvis doch verstärkt neuere Titel im Repertoire, weniger die vielen Oldies aus den 50ern und 60ern. Die fehlen natürlich auch nicht, aber im Vergleich z.B. zu 1972 sind es wesentlich weniger. Die Ballden und neueren Songs machen die Show meiner Meinung nach sogar interessanter. Das Programm während des Summerfestivals 1974 zählt ohne Zweifel mit zu den interessantesten überhaupt. Bevor Elvis die Show beendet gibt es noch ein weiteres Lied von Olivia Newton-John, Let Me Be There. Ohne Zweifel ist dies Lied für Elvis maßgeschneidert. Er hat daraus ein ganz neues Lied gemacht wesentlich schneller dargeboten, da wirkt die Originalfassung von Olivia Newton-John langweilig gegen. Nach diesen knapp dreieinhalb Minuten ist es dann wirklich Zeit fürs letzte Lied, Can’t Help Falling In Love. Die 60 Minuten waren um und das Management des Hotels hat es ja nicht gerne gesehen wenn Elvis länger auf der Bühne stand. Schliesslich sollten die Zuschauer ja möglichst schnell zurück an die Spielautomaten stürmen was ja die eigentliche Einnahmequelle des Hotels war. Mit einer ordentlichen Fassung von Can’t Help Falling In Love verabschiedete sich Elvis dann fürs erste von den Zuschauern. Nun musste Elvis wieder rauf in seine Suite und die Zeit totschlagen bis zu seinen nächsten beiden Auftritten am 23.08.1974.
Titel: 2001 Theme-See See Rider-I Got A Woman/Amen-Love Me-If You Love Me-It’s Midnight-Big Boss Man-Fever-Love Me Tender-All Shook Up-I’m Leavin‘-Softly As I Leave You-Hound Dog-You Gave Me A Mountain-Suspicious Minds-If You Talk In Your Sleep-Why Me Lord-Teddy Bear/Don’t Be Cruel-Help Me-The First Time Ever I Saw Your Face-Let Me Be There-Can’t Help Falling In Love
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- Joe Spencer
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10.11.2002 18:23 #22429
von Joe Spencer
Joe Spencer antwortete auf 22.08.1974
hervorragend stefan 
denke für elvis war es kein vergnügen sich
die zeit in las vegas totzuschlagen.
ja die 74er auftritte ist nicht jedermanns sache.
diese auftritte haben etwas was man schlecht beschreiben kann.
das betrifft nicht nur die las vegas auftritte sondern das
gesamte jahr 1974.
denke für elvis war es kein vergnügen sich
die zeit in las vegas totzuschlagen.
ja die 74er auftritte ist nicht jedermanns sache.
diese auftritte haben etwas was man schlecht beschreiben kann.
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gesamte jahr 1974.
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- Heiko
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10.11.2002 22:37 #22452
von Heiko

also ich finde gerade das jahr 1974 immer wieder interessant
Heiko antwortete auf 22.08.1974
klasse steffanhervorragend stefan
denke für elvis war es kein vergnügen sich
die zeit in las vegas totzuschlagen.
ja die 74er auftritte ist nicht jedermanns sache.
diese auftritte haben etwas was man schlecht beschreiben kann.
das betrifft nicht nur die las vegas auftritte sondern das
gesamte jahr 1974.
also ich finde gerade das jahr 1974 immer wieder interessant
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- Obi-Wan
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10.11.2002 22:59 #22455
von Obi-Wan
Obi-Wan antwortete auf 22.08.1974
Klasse.
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