MSG: Afternoonshow vs. Evening Show

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01.10.2005 10:42 #411106 von glen d.
glen d. antwortete auf MSG: Afternoonshow vs. Evening Show
Beide haben ihre Besonderheiten, aber eines gemeinsam: :wub:

ELVIS AT FULL BLAST !!! :up: :beifall:

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01.10.2005 11:33 #411117 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf MSG: Afternoonshow vs. Evening Show

Also von der Show her gefallen mir beide sehr gut, auch wenn das Programm zu schnell runtergedudelt wird...

Beim Sound her muss ich sagen gefällt mir eigentlich keine der beiden besonders...
Da höre ich mir doch lieber die 20bit- bzw 24bit CD an, denn da hört man eine spürbare Verbesserung,
denn der Drive bei Proud Mary z.B. ist absolut klasse... und der Klang an sich ist breiter und kommt vor allem
an einer Stereoanlage besonders gut.... :up:

Gibt es von der Afternoon Show eine 20bit Veröffentlichung :huh: Die MSG gibt es ja als 24bit Ausgabe....

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01.10.2005 12:32 #411132 von Colonel
Colonel antwortete auf MSG: Afternoonshow vs. Evening Show

Gibt es von der Afternoon Show eine 20bit Veröffentlichung

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01.10.2005 14:08 #411152 von praytome
praytome antwortete auf MSG: Afternoonshow vs. Evening Show
die japaner waren schon immer besser absolut....ohne die wären ja auch viele masterbänder weg....

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01.10.2005 23:58 #411220 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf MSG: Afternoonshow vs. Evening Show
@ praytome - Da habe ich einmal zwei Fragen:

übrigens haben wir uns jetzt mal erkundigt was souround 5.1 heisst....

Was heißt es denn? :huh:

die japaner waren schon immer besser absolut....ohne die wären ja auch viele masterbänder weg....

Warum wären "ohne die Japaner" viele Masterbänder weg? :null:

Zu den beiden Live-Alben: Da halte ich persönlich eigentlich beide für soundmäßig nicht sonderlich gut gelungen. Das Original ist m. E. ein fast klassischer CD-Transfer-Job der frühen 90er Jahre. Da hat man auf der einen Seite noch nicht viel mit rumgepfuscht, was die heutige Unart, Aufnahmen möglichst laut zu mastern und platt zu komprimieren betrifft. Auf der anderen Seite habe ich die Befürchtung, dass entsprechend geeignetes Ausgangsmaterial (also originale Masterbänder [der 1. Generation] ggf. noch nicht gesichtet war und man die erstbesten Masterbänder genommen hat, die verfügbar waren.

Für mich klingt das verdammt nach dem Transfer eines LP Masters, alles in allem ziemlich dünn und flach. Möglicherweise hat man dann noch etwas digitales Echo hinzugefügt und das Ganze auch ein bisschen in den Höhen EQed, um die im Booklet erwähnte "brilliance of digital sound" vorzuführen. So nach dem Motto: Damit es auch wirklich jeder hört. Es riecht irgendwie danach. Das ist mein Eindruck. Die LP habe ich allerdings schon seit gut 10 Jahren nicht mehr gehört und insofern habe ich keine Möglichkeit herrauszufinden, wo sich die CD vom Vinyl möglicherweise unterscheidet, was Echo und Tonalität betrifft.

Was mich bei der CD des Originalalbums aber besonders nervt - der Mix ist ansonsten eigentlich gar nicht mal so übel und zumindest 70er-typisch -, das ist die Tatsache, das alles klingt als würde es 25 Meter entfernt stattfinden und vor allem Elvis (der eh schon wie durch Telefon klingt) vielfach völlig im Mix untergeht.

Was die "Afternoon" betrifft, da ist zumindest das ein bisschen besser. Da es von dieser Show aller Wahrscheinlichkeit nach noch keine 2-Spur-Masterbänder gab, kann man davon ausgehen, dass das Ding 1997 von Multitracks gemischt wurde. Der Mix klingt für mich (edde hat sich irgendwo schon einmal an diese Formulierung von mir erinnert) "wie Eintopf": Zusammengematscht, verkocht, geschmacklich ziemlich unspektakulär bis neutral und undefinierbar, was die Zutaten betrifft. So ein grau-grüner Erbenseintopf eben.

Die Art und Weise wie der Beifall zu Beginn von That's All Right von einer Sekunde auf die andere einach runtergefahren und schlichtweg abgewürgt wird, kann zumindest mir den Spaß an der Sache bereits gleich zu Anfang völlig verhageln. Dazu klingt das Teil für mich brutal stumpf und ziemlich leblos (möglicherweise höllisch und ohne jedes Feingefühl entrauscht). Hört euch mal die Anfangs-Akkorde von Proud Mary an, da ist in der Gitarre nichts mehr von natürlichem Klang zu hören, das Teil klingt schlichtweg nicht mehr wie eine Gitarre. Ihm ist jede Brillanz und Natürlichkeit genommen. Es klingt wie eine auf die Tonalität eines Waschbretts reduzierte Harfe. Völlig verunstaltet.

Beide Alben (auf CD) sind eigentlich nicht das, was ich von einem ordentlichen Remaster bzw. einer Erstausgabe wünsche und erwarte. Und von dem, was Live-Konzerte anderer Künstler und Gruppen aus der Zeit betrifft ist es sowieso schon einmal meilenweit entfernt.

Edit: Der Vollständigkeit halber: Gestimmt habe ich jedenfalls für das Original-Album der Evening Show.

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02.10.2005 00:35 #411223 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf MSG: Afternoonshow vs. Evening Show
Mir gefallen beide aus unterschiedlicher Sicht gut:
Die Abmischung der MSG finde ich Klasse (Ich muss dazu sagen, das ich von Anfang an und NUR die japanische CD hatte) , viel besser als auf der Afternoon, und für die damalige Zeit und im Vergleich zu anderen Elvis VÖ von RCA war die Platte auch produktionstechnisch eine hervorragende Meisterleistung.
An der Afternoon gefällt mir, das alles "näher dran" ist an den Boxen, technisch gesehen, oder künstlerisch, also Mixeringmäßig ist sie aber im Vergleich zur MSG miserabel.
Überhaupt fällt mir oft auf, das viele Originalabmischungen besser sind bei Elvis VÖ, was aufzeigt, wie wichtig die Arbeit der Toningenieure ist, und wie gut die damaligen Toninschis Elvis auch künstlerisch verstanden. Wobei Mixes so oder so immer Geschmackssache sind. Wie sehr man eine gute Abmischung zustande bringen kann, und trotzdem - gewollt oder ungewollt - den Charakter eines Songs völlig verändern kann, zeigt die Memphis Record. Man muss also bei Mixes SEHR behutsam vorhgehen.

Was ich aber überhaupt nicht verstehen kann bei fast allen neueren Elvis VÖ, und das werde ich NIE kapieren, dass das Material immer wieder so unsagbar verrauscht ist. Das ist bei der Afternoon so wie bei vielen anderen VÖ auch. Die MSG ist fast rauschfrei, die Afternoon hingegen rauscht. Da fasse ich mich doch an den Kopf, wenn man die Produktionsjahre mal betrachtet. Auch die Close Up Stereo 57er CD VÖ bekommt man mit simpelsten Progs und ohne hörbare Soundverluste auch kritischer Frequenzen absolut rauschfrei, vor allem wenn man so hervorragendes Ausgangsmaterial hat. Das gleiche trifft auf die remasterte und remixte Aloha zu: Super Abmischung (wobei die beste Abmischung die deutsche LP VÖ war, ich habe bei keiner anderen Abmischung wieder so wunderbar die Geigen bei What Now MY Love auf beiden Seiten im Vordergrund gehört wie auf dieser VÖ), aber auch diese CD klingt - wenn man bedenkt in welchem technischen Zeitalter man lebt und wenn man die DVD VÖ bedenkt - übel und völlig verrauscht.

Zurück zur MSG: Rein künstlerisch und konditionsmäßig ist Elvis auf dem Zusammenschnitt der MSG viel besser als auf der Afternoon. Da sind viele Schwächen in ELvis' Gesang zu hören. Auch hier finde ich wieder: Man hat das damals schon nicht umsonst zusammengeschnitten.

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03.10.2005 10:41 #411822 von edde

@ praytome - Da habe ich einmal zwei Fragen:


Was heißt es denn? :huh:


Warum wären "ohne die Japaner" viele Masterbänder weg? :null:

Zu den beiden Live-Alben: Da halte ich persönlich eigentlich beide für soundmäßig nicht sonderlich gut gelungen. Das Original ist m. E. ein fast klassischer CD-Transfer-Job der frühen 90er Jahre. Da hat man auf der einen Seite noch nicht viel mit rumgepfuscht, was die heutige Unart, Aufnahmen möglichst laut zu mastern und platt zu komprimieren betrifft. Auf der anderen Seite habe ich die Befürchtung, dass entsprechend geeignetes Ausgangsmaterial (also originale Masterbänder [der 1. Generation] ggf. noch nicht gesichtet war und man die erstbesten Masterbänder genommen hat, die verfügbar waren.

Für mich klingt das verdammt nach dem Transfer eines LP Masters, alles in allem ziemlich dünn und flach. Möglicherweise hat man dann noch etwas digitales Echo hinzugefügt und das Ganze auch ein bisschen in den Höhen EQed, um die im Booklet erwähnte "brilliance of digital sound" vorzuführen. So nach dem Motto: Damit es auch wirklich jeder hört. Es riecht irgendwie danach. Das ist mein Eindruck. Die LP habe ich allerdings schon seit gut 10 Jahren nicht mehr gehört und insofern habe ich keine Möglichkeit herrauszufinden, wo sich die CD vom Vinyl möglicherweise unterscheidet, was Echo und Tonalität betrifft.

Was mich bei der CD des Originalalbums aber besonders nervt - der Mix ist ansonsten eigentlich gar nicht mal so übel und zumindest 70er-typisch -, das ist die Tatsache, das alles klingt als würde es 25 Meter entfernt stattfinden und vor allem Elvis (der eh schon wie durch Telefon klingt) vielfach völlig im Mix untergeht.

Was die "Afternoon" betrifft, da ist zumindest das ein bisschen besser. Da es von dieser Show aller Wahrscheinlichkeit nach noch keine 2-Spur-Masterbänder gab, kann man davon ausgehen, dass das Ding 1997 von Multitracks gemischt wurde. Der Mix klingt für mich (edde hat sich irgendwo schon einmal an diese Formulierung von mir erinnert) "wie Eintopf": Zusammengematscht, verkocht, geschmacklich ziemlich unspektakulär bis neutral und undefinierbar, was die Zutaten betrifft. So ein grau-grüner Erbenseintopf eben.

Die Art und Weise wie der Beifall zu Beginn von That's All Right von einer Sekunde auf die andere einach runtergefahren und schlichtweg abgewürgt wird, kann zumindest mir den Spaß an der Sache bereits gleich zu Anfang völlig verhageln. Dazu klingt das Teil für mich brutal stumpf und ziemlich leblos (möglicherweise höllisch und ohne jedes Feingefühl entrauscht). Hört euch mal die Anfangs-Akkorde von Proud Mary an, da ist in der Gitarre nichts mehr von natürlichem Klang zu hören, das Teil klingt schlichtweg nicht mehr wie eine Gitarre. Ihm ist jede Brillanz und Natürlichkeit genommen. Es klingt wie eine auf die Tonalität eines Waschbretts reduzierte Harfe. Völlig verunstaltet.

Beide Alben (auf CD) sind eigentlich nicht das, was ich von einem ordentlichen Remaster bzw. einer Erstausgabe wünsche und erwarte. Und von dem, was Live-Konzerte anderer Künstler und Gruppen aus der Zeit betrifft ist es sowieso schon einmal meilenweit entfernt.

Edit: Der Vollständigkeit halber: Gestimmt habe ich jedenfalls für das Original-Album der Evening Show.

(edde hat sich irgendwo schon einmal an diese Formulierung von mir erinnert) "wie Eintopf": Zusammengematscht, verkocht, geschmacklich ziemlich unspektakulär bis neutral und undefinierbar, was die Zutaten betrifft.


Weißt du, dass du eigentlich das Zeug zum Journalisten hättest :geheim: :up:
Deine Wort,- und Satzschöpfungen sind einfach umwerfend manchmal. Mit der für einen Musikkritiker nötigen Schärfe :beifall:

Allerdings lautete dein Orginalurteil damals glaube ich "Einheitsbrei" oder "breiig". :adeal:

Die Art und Weise wie der Beifall zu Beginn von That's All Right von einer Sekunde auf die andere einach runtergefahren und schlichtweg abgewürgt wird, kann zumindest mir den Spaß an der Sache bereits gleich zu Anfang völlig verhageln.


Wer sagt dir dass das so ist?
Als Elvis rein kam, gab es immer einen gigantischen Aufschrei; der Rest wurde vielleicht nicht mehr eingefangen von den Mikros, sodass nur der erste Aufschrei seinen Weg auf das Album gefunden hat.
Noch dazu soll ja der MSG bzw. NY bekannt dafür gewesen sein, ein SEHR kritisches, zuweilen zurückhaltendes, kühles Publikum zu haben. Hab ich schon öfters gelesen!
Kann doch sein, dass die nur kurz aufgeschrien haben und dann erst mal in Stille erwartet haben, was Elvis auffahren würde.

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03.10.2005 10:46 #411823 von edde

Kann sein, daß die MSG im Hinblick auf den damals beabsichtigten "Drive" besser gemischt ist, sprich was die Gewichtung der Instrumente angeht, die Band weiter nach vorne zu bringen und das Orchester nicht so stark in der Vordergrund zu bringen. Trotzdem hat der Sound auch für mich Kofferradio-Qualität, da kann ich praytome nur zustimmen. Ich war begeistert, als ich die viel sattere und (druck-)voller klingende Afternoon-Show das erste Mal hörte. :up:

Volle Zustimmung :up: :beifall: :excl:

Die Evening CD klingt einfach ziemlich flach, auch wenn da vielleicht die Gitarre klarer rauskommt als auf der Afternoon bzw. Jerrys Basslauf deutlicher ist als auf der Afternoon! Insoweit ist die Evening show nämlich klanglich auch ganz schön "steril" !
Letztendlich kommt die Afternoon show auf CD mit mehr Druck rüber;
und: auf ner Live Show hört es sich doch in aller Regel auch mehr nach "Eintopf" (@ rider) mit Druck an, als nach einzelnen Instrumenten, die alle klanglich schon auseinadersortiert und steril aus den Boxen kommen.
Insoweit glaube ich, dass die Afternoon etwas näher an den Orginalsound rankommt als die evening CD. So flach kann das damals nicht wirlich geklungen haben.

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03.10.2005 12:16 #411855 von Stefan77
Stefan77 antwortete auf MSG: Afternoonshow vs. Evening Show
- edit -

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03.10.2005 12:22 #411859 von Stefan77
Stefan77 antwortete auf MSG: Afternoonshow vs. Evening Show
fand und finde An Afternoon In the Garden richtig geil. der sound ist jedenfalls für meinen geschmack richtig knaller :up:

Die Art und Weise wie der Beifall zu Beginn von That's All Right von einer Sekunde auf die andere einach runtergefahren und schlichtweg abgewürgt wird, kann zumindest mir den Spaß an der Sache bereits gleich zu Anfang völlig verhageln. Dazu klingt das Teil für mich brutal stumpf und ziemlich leblos (möglicherweise höllisch und ohne jedes Feingefühl entrauscht).


stimmt, das mit der abmischung bzgl der publikumsreaktionen fand auch ich manchmal etwas merkwürdig. das beispiel wo EP auf die bühne kommt - da fällt der applaus wirklich derart schnell weg, das wirkt für mich schon sehr fingiert <_<

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