Elvis 24 Karat Hits/Ultradisc [Gold CD]

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02.11.2006 07:20 #525463 von Wisdomy

Ist das alles Dein voller Ernst, was Du da schreibst!?
Gerade die Alternate Aloha ist ja wohl technisch bearbeitet ohne Ende - gut: BMG machte damals keinen Hehl daraus, daß man künstlich Hall etc. draufgeballert hat .... aber gerade diese CD ist ein Beispiel wie es auf gar keinen Fall laufen soll! Die stelle ich eine Reihe mit E1 - dessen Mastering Joe Tunzi wohlwollend als "computer enhanced" bezeichnet ....

Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Natürlich ist diese CD bearbeitet. Meine Meinung bezog sich ja auch nicht auf den Gesichtspunkt das sie nicht bearbeitet werden darf. Ich meinte damit, daran kann man sehen was technisch möglich ist, wenn man alle Ressourcen ausnutzt. Ich finde diese CD genial. Künstlicher Hall wurde allerdings nicht hinzugefügt, das wäre ohnehin unnötig. Man hat sie komplett neu abgemischt, jede einzelne Spur wurde berarbeitet. Diese CD ist nahezu komplett rauschfrei, das Publikum ist intelligent aus und eingeblendet, gerade zu Beginn hört man fast jeden Gast einzeln, so klar ist der Ton. Jedes Instrument ist wirklich nur dann aufgedreht, wenn man es hören muß, und man verabschiedete sich fast komplett von der herkömmlichen Abmischung und wagte neue Wege. Die gesamte CD ist unglaublich transparent und klar im Ton und der Sound dynamisch, die Bässe deutlich abgesetzt. Ich habe das so nie wieder gehört. Einzig, das man gelegentlich Mühe hatte im Laufe des Konzerts, Elvis' Stimme über die Instrumente zu heben, verstehe ich nicht ganz. Die Abmischung ist Geschmackssache, mir gefällt sie ausnehmend gut. Wer natürlich ein Konzert a la "Original Sound Recording" erwartet, darf diese CD nicht kaufen.

THE MEMPHIS RECORD ist eine der ersten Elvis-Platten, die ich bewußt gekauft habe - insofern bin ihr ggü positiv eingestellt - und gerade bei Gentle On My Mind gebe ich Dir recht. Stranger ist auch interessant gemacht .... aber im Großen und Ganzen muß man sagen, daß sie künstlich verändert sind. Davon sind wir Gott sei Dank wieder runter .......

Natürlich sind die Songs verändert, sie sind ja komplett remixt. Die Originalabmischung sind ja zur Gänze veröffentlicht gewesen. Memphis Record war ein Projekt, die 68er Songs in einem neuen Licht erscheinen zu lassen. Und ich muß sagen, mal abgesehen vom genialen Cover - die CD kommt mal nicht dümmlich und typisch Elvis-klassisch daher, sondern reiht sich irgendwie in die intellektuelle, autonome 68er Bewegung ein - in neuem Sound. ;)

Und daß unter Ernst Jorgensen die Qualität gelitten hat, halte ich auch für übertrieben. Dennis Ferrante hat das gemacht, was man in den 90ern von ihm erwartet hat. Und bei dem ein oder anderen Projekt auch durchaus gute Ergebnisse erzielt, um dem armen Typ mal Gerechtigkeit zuteil werden zu lassen. Gerade bei den Film-Soundtracks. Aber auch bei den Aufnahmen vom Feb.1972

Du sagst es : Ferrante hat gemacht, was man ihm gesagt hat. Das wars. Er hat ordentliche Arbeit geleistet. Keine Frage. Aber alle diese Bearbeitungen sind kommerziell. Keine Scheibe, oder kein Lied wurde herausragend bearbeitet. Keine Liebe mehr zum Detail, nichts mehr davon da. Zu den Film Soundtracks: Dort hat man sich den größten Patzer überhaupt erlaubt, den auch du eigentlich kritisieren müsstest: Franky And Johnny hat man, entgegen dem Konzept und allen anderen Double Features komplett neu abgemischt. Was sollte das denn? Dadurch habe ich zwar Please Dont Stop in sehr guter Qualität, aber mit konzeptioneller Arbeit hatte das rein gar nichts zu tun, und dieser Filmsoundtrack klingt nun ganz anders, als alle anderen. ? Bei einem anderen Soundtrack hat man dann Mischmasch gemacht. So geht das einfach nicht. Und einige dieser Alben waren sehr stark verrauscht, ingesamt bi genauerem hinhören einfach unsauber. Unter Don Wardell hätte so eine Bearbeitung den Raum nicht verlassen.

Don´t Be Cruel & Hound Dog:
Ja die 2005er DSD Versionen sind auch gut, aber Hoffmans Mixe haben einfach mehr "Dampf und Power"

Für mich sind die DSD Versionen nicht gut, sondern ein absoluter Rückschritt in die 80er Jahre. Kein Vergleich zu den 50s Master Versionen beispielsweise. Ich hab das im 30 No.1 CD Thread schonmal aus meiner Sicht genau erläutert.

His Latest Flame/Devil In Disquise:
Nenne mir eine CD, die annähernd diese Brillianz aufweist?"

HLF: The Top Ten Hits, 1988, Doppel CD, 2. CD. Ein Remix de Luxe.. (Bearbeitung übrigens wieder Don Wardell)
DID: Gefällt mir die der 60s Box am Besten

Klar mehrere Hundert Euro für das Teil sind übertrieben, aber das DIESE Hoffman CD was besonderes und bis heute noch unerreicht ist, zudem nicht mehr erhältlich und streng limitiert verkauft wurde (meine es waren 10 Tausend weltweit) verleitet (zu Recht) schon so manchen "Sound Puristen" tief in die Tasche zu greifen UM DAS TEIL auch Mal hören und bestunen zu können. (Auch andere Hoffman CDs von anderen Stars und sternchen blechen heute so einige Dollar dafür hin!)

Ach, bekommt man alles wesentlich billiger im Internet ;)

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02.11.2006 09:55 #525495 von etp
OK. Ich glaube, hier prallen einfach zwei Hörwelten aufeinander ..... <_<

Teile Deine Meinung überhaupt nicht. Gerade das Dichtmachen und Rauschunterdrücken ist das, was mich an den 90ern am meisten nervt. Das schluckt so viel an Leben, was in den Songs ist ... Die Elvis 30#1HIts ist doch genau so gemacht: Rauschen stört, deshalb rauschen weg - und was haste am ende gekriegt!? Eine CD, die sich kein vernünftiger Mensch anhören kann .....

Alternate Aloha íst an sich schon eine gute Aufnahme - der Sound ändert sich nicht viel, wenn man ihn nach heutigen Maßstäben, sprich: ohne große Hall-Nachbearbeitung auf CD rausbringt ... genauso wie AFTERNOON IN THE GARDEN im Grundsatz klingt wie die Aufnahme nun einmal klingt (vgl. die beiden Songs auf Legendary Performer). Wenn man Spur für Spur aufbereitet, verfälscht man den kompletten Höreindruck.

THE MEMPHIS RECORD halte ich auch für ein Projekt, das durchaus gelungen war. Ganz im Gegensat zur MEMPHIS ANTHOLOGY. Ferrante hat da leider wirklich keine gute Arbeit geleistet ... aber auch hier zeigt der Vergleich zur Erstausgabe von FROM ELVIS IN MEMPHIS auf CD: der Sound bleib im großen und ganzen gleich - lediglich Nuancen sind verändert.

Das große VErdienst von Jorgensen und Ferrante bleibt, daß sie den Elvis-Katalog von grund auf neu aufgebaut und sortiert haben. Das darf man nicht wegdiskutieren ...

aber wie gesagt: du hast eine grundsätzlich andere Vorstellung von diesem Thema. Insofern bringt alles Diskutieren nicht.

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02.11.2006 10:27 #525511 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis 24 Karat Hits/Ultradisc [Gold CD]

Gerade das Dichtmachen und Rauschunterdrücken ist das, was mich an den 90ern am meisten nervt.

Richtig, das war in den 90ern so. So verantwortungslos, wie man in den 70ern dieses elende Electronic Stereo eingesetzt hat, hat man in den 90ern alte Aufnahmen durch exzessive Rauschunterdrückung verhunzt. Heute gibt es durchaus neue Techniken der Audio-Restauration, womit man Rauschen und sonstige Fehler eliminieren kann, ohne die Substanz zu verfälschen. Doch ist das sehr arbeits- und kostenintensiv, und bei einem so umfangreichen Werk wie dem Elvis-Presley-Katalog quasi eine Lebensaufgabe.

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02.11.2006 10:51 #525520 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis 24 Karat Hits/Ultradisc [Gold CD]

Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Natürlich ist diese CD bearbeitet. Meine Meinung bezog sich ja auch nicht auf den Gesichtspunkt das sie nicht bearbeitet werden darf. Ich meinte damit, daran kann man sehen was technisch möglich ist, wenn man alle Ressourcen ausnutzt. Ich finde diese CD genial. Künstlicher Hall wurde allerdings nicht hinzugefügt, das wäre ohnehin unnötig. Man hat sie komplett neu abgemischt, jede einzelne Spur wurde berarbeitet. Diese CD ist nahezu komplett rauschfrei, das Publikum ist intelligent aus und eingeblendet, gerade zu Beginn hört man fast jeden Gast einzeln, so klar ist der Ton. Jedes Instrument ist wirklich nur dann aufgedreht, wenn man es hören muß, und man verabschiedete sich fast komplett von der herkömmlichen Abmischung und wagte neue Wege. Die gesamte CD ist unglaublich transparent und klar im Ton und der Sound dynamisch, die Bässe deutlich abgesetzt. Ich habe das so nie wieder gehört. Einzig, das man gelegentlich Mühe hatte im Laufe des Konzerts, Elvis' Stimme über die Instrumente zu heben, verstehe ich nicht ganz. Die Abmischung ist Geschmackssache, mir gefällt sie ausnehmend gut. Wer natürlich ein Konzert a la "Original Sound Recording" erwartet, darf diese CD nicht kaufen.

Bei allem, was recht ist, aber glaubst Du denn, dass diese CD (wo Elvis teilweise zu leise ist und das Orchester eine Nebenrolle spielt) denn auch tatsächlich Elvis' Soundvorstellungen und den Bearbeitungen des Arrangeurs gerecht wird? Hier liegt doch ein massiver Eingriff in die musikalische Substanz vor, den ich für unangemessen halte.

Und ich muß sagen, mal abgesehen vom genialen Cover - die CD kommt mal nicht dümmlich und typisch Elvis-klassisch daher, sondern reiht sich irgendwie in die intellektuelle, autonome 68er Bewegung ein - in neuem Sound.

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02.11.2006 11:43 #525541 von Wisdomy

Die Elvis 30#1HIts ist doch genau so gemacht: Rauschen stört, deshalb rauschen weg - und was haste am ende gekriegt!? Eine CD, die sich kein vernünftiger Mensch anhören kann ......

Dann hast du eine andere 30 No1 als ich. Diese CD ist eines der schlimmsten Rauscherlebnisse der Neuzeit. Dort gibt es nicht einen einzigen Song, der rauschfrei ist. Die 50er Jahre Songs haben eine Qualität, wie die allerersten auf CD gepreßten Songs überhaupt mitte der 80er Jahre, womöglich noch von LP gezogen. Die Songs sind, entgegen dem was behauptet wird, NULL berarbeitet. Zudem hat man zusätzliche Fehler hinein "bearbeitet". Siehe dazu auch den 30 No.1 Hit Thread. Übrigens nicht nur mir aufgefallen.

Wenn man Spur für Spur aufbereitet, verfälscht man den kompletten Höreindruck.

Nein. Ein guter Techniker cleant Band für Band, OHNE eben ein Instrument zu verfälschen. Das ist nichtmal schwer, weil ich eben nur ein oder 2 Instrumente auf diesem Band habe. Es ist vor allem um ein vielfaches weniger invasiv, weil es einfacher ist, ein bisschen Rauschen und Knistern oder Bandfehler oder Aufnahmefehler pro Band zu entfernen bzw. zu korrigieren, als z.B. ein Band mit nur 2 Spuren zu bearbeiten, wo man sämtliche Störfrequenzen, die sich aus aus den einzelnen Bändern aufaddieren, entfernen muss. Das geht dann fast immer auf Kosten hörbarer Frequenzen. Aber selbst das zu vermeiden ist heute mit guten Programmen fast immer möglich. Anschließend muss dann die Originalabmischung hergestellt werden. Anhand des Masterbandes (oder guter Ohren :clown: ) kein Problem. Da wird kein Höreindruck verfälscht, es sei denn, ich wähle dann eine andere Abmischung. Die Bearbeitung selbst hat damit also nichts zu tun.

Das große VErdienst von Jorgensen und Ferrante bleibt, daß sie den Elvis-Katalog von grund auf neu aufgebaut und sortiert haben. Das darf man nicht wegdiskutieren .

Das haben sie auch, das diskutiere ich auch nicht weg. Das habe ich selbst ja so geschrieben. Aber die Aufnahmen wurden seit dieser Zeit nach MEINEM Höreindruck in ihrer sorgfältigen Aufarbeitung - bis auf die 3 großen Boxen, die auch für Wardell & Co Maßstäbe setzten - grundsätzlich ein Level schlechter.

aber wie gesagt: du hast eine grundsätzlich andere Vorstellung von diesem Thema. Insofern bringt alles Diskutieren nicht.

Das merke ich auch. Sicherlich werden wir uns nicht in jeweils unserer Meinung ändern, aber immerhin habe ich durch dich wieder neues erfahren was ich bisher nicht wusste. Insofern hat es mir doch etwas gebracht. ;)

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02.11.2006 11:56 #525544 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis 24 Karat Hits/Ultradisc [Gold CD]

Anschließend muss dann die Originalabmischung hergestellt werden. Anhand des Masterbandes (oder guter Ohren :clown: ) kein Problem. Da wird kein Höreindruck verfälscht, es sei denn, ich wähle dann eine andere Abmischung. Die Bearbeitung selbst hat damit also nichts zu tun.

Das ist ein entscheidender Punkt, der mal klargestellt werden musste. Ob es heutigen Toningenieuren gefällt oder nicht, aber es geht darum, die Musik zu erklingen zu lassen, wie sie damals seitens der Beteiligten gedacht war. Elvis' Musik klangtechnisch in den Zeitgeist der 80er, 90er oder der heutigen Zeit zu pressen, ist ein unerlaubter Eingriff in sein Werk.

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05.11.2006 13:24 #526613 von Colonel

wie man in den 70ern dieses elende Electronic Stereo eingesetzt hat

Du hast das "elende Electronic Stereo" Zeug vieleicht erst in den 70s gekauft :grin: , aber das "machte" man schon in den 60s (als die neusten Platten in echtem Stereo rauskamen und man wollte, daß die "alten Mono Sachen" weiterhin Käufer finden und somit "paßte man sie an".)
Wenn ich Dir auch im Moment aus dem Stehgreif nicht genau sagen kann WELCHES Jahr, so kann ich jedenfalls "beisteuern", daß es nur bis 1968 das "schwarze RCA Black Label/Dog On Top" gab und es existieren alle 50s Mono Platten als LSP(e) Ausgaben mit eben diesem genannten Label.

Fazit: Diese müssen also schon mal SPÄTESTENS bis 1968 angefertigt/gepresst worden sein! ;)

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05.11.2006 15:24 #526651 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis 24 Karat Hits/Ultradisc [Gold CD]
Wieder was dazugelernt - danke. Ich habe meine erste Elvis-Platte 1981 gekauft, daher habe ich keine Ahnung, ab wann man bei Elvis damit anfing. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass es in den 70eern war, aber wenn es schon vorher war - umso schlimmer. Zum Glück hat man das heute drangegeben und ist dem Spector'schen Motto gefolgt: Back to Mono.

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