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HIGH VOLTAGE- Birmingham '76 Revisited
- Donald
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- Colonel
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Wenn ich Dir auch "inhaltlich" was die "gesanglichen Fakten" angeht wirklich nur zustimmen kann, so sehe/bewerte/erlebe ich diese CD aber auch ein ganz klein wenig anders wie Du.
Als Elvis Fan wissen wir, daß es seit dem 16.8.77 klar ist, daß wir nichts mehr NEUES erhalten werden.
Allerdings werden wir sicherlich noch eine "mittlere" Zeit lang "Unveröffentlichtes" käuflich erwerben können.
Eine CD wie diese, zähle ich dann wiederum dennoch zu den "Highlights" unter den noch unbekannten Sachen und ich kann mich daran sehr wohl erfreuen, da der Sound (den Verhältnissen entsprechend) noch okay ist, die Stimmung man wirklich als äußerst gut bezeichnen kann, rare Song Performances darauf zu finden sind und man aus "Fan Sicht" wahrlich einige "schöne Momente" miterleben kann.
Fazit: Einem Elvis Fan (aber dennoch kein "Alleskäufer") würde ich diese Scheibe dennoch sehr empfehlen, einem "Elvis-Gelegenheitshörer" allerdings mit Sicherheit nicht.
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- Herbi
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- Danny
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Die "First Time In Burmingham" ist was für Aldi-Käufer, die sich über Schnäppchen freuen können.
Die "High Voltage" ist in der Aufmachung edler und klingt etwas angenehmer, kostet aber halt was.
Wer die "Burning In Burmingham" hat, braucht allerdings nicht wirklich eine der beiden oben genannten.
Big Hunk schon. Danke für diese ausführliche Besprechung der Show. Ein echter "Hunk" eben. Allerdings vermisse ich in dem Review einen Soundvergleich zu den anderen Veröffentlichungen, also wenigsten zu der "alten" Burning In Burmingham"...und jetzt spricht keine sau mehr von dieser veröffntlichung
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- Herbi
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...du weist ja gar nicht wieviel die Produzenten in die "First Time In Burmingham" reingesteckt haben !! ...okay du findest die HIGH VOLTAGE edler und die Tonqualität besser !! ....ich persönlich bin von der HIGH VOLTAGE enttäuscht !! ...was die werbung versprach wurde leider nicht gehalten !!Naja, gibt ja mindestens drei Ausgaben von der Show.
Die "First Time In Burmingham" ist was für Aldi-Käufer, die sich über Schnäppchen freuen können.
Die "High Voltage" ist in der Aufmachung edler und klingt etwas angenehmer, kostet aber halt was.
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Big Hunk schon. Danke für diese ausführliche Besprechung der Show. Ein echter "Hunk" eben. Allerdings vermisse ich in dem Review einen Soundvergleich zu den anderen Veröffentlichungen, also wenigsten zu der "alten" Burning In Burmingham"...
<span style='color:red'><span style='font-size:21pt;line-height:100%'>frage wie lange bleibe ich eigentlich noch in diesem ehrenwerten forum zu 100% verwarnt !!??</span></span>
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- Taniolo
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Nett, Herr Admin & Substanzposter 2002.So, habe die CD vorgestern mal im Auto mitgenommen, um sie mir auf dem Hin- und Herweg zur Maloche zu Gemüte zu führen.
Ich weiss noch, dass ich dereinst das Konzert erstmals hörte und stellenweise feuchte Augen bekam. Das führte letztenendes dazu, dass ich im Taumel der Begeisterung eines meiner wenigen, aber dennoch beliebten und vielgelobten Reviews verfasste. (Auf das von dem Stones-Konzert 2003 wartet Herr Vincent ja wahrscheinlich heute noch.)
Heutzutage jedoch, mit der Alterweisheit des Enddreißigers, kann ich diese Begeisterung kaum noch teilen.
Elvis war an jenem Tage offensichtlich bei bester, ja überschwenglicher Stimmung und das hört man auch bei den meisten Performances, aber leider muss ich dazu sagen: Leider.
Na gut, wir Fans wissen, dass er im Sommer 1976 wohl ein ziemliches Tief hatte bzw. zumindest in seinen Shows ausgesprochen lustlos und nasal klang. Vor dem Hintergrund hört man jene denkwürdigen Dezember-Shows natürlich gerne, weil sie die Botschaft vermitteln "es geht wieder aufwärts". Die haben sie Ende 1976 sicherlich vermittelt. Rückblickend jedoch muss man aber wohl eingestehen, dass das ein letztes Aufflackern war, denn wir alle wissen, was 1977 kam und wie die Konzerte oft klangen.
Jene Ausgelassenheit von Elvis, an der uns diese CD noch heute teilhaben läßt, verschwand kurz darauf für immer. Für 1976 war diese Tour zum Jahresende sicherlich gut, und auch für 1977. Sicherlich brachte er auch in seinem letzten Lebensjahr noch die ein oder andere Perle, aber auch die musste man sich da schon gezielt herauspicken. Und einem Vergleich mit einer Version von 1969-73 halten sie - wenn man ehrlich zu sich selbst und zu Elvis ist - wohl nicht stand.
So, an dieser Stelle habe ich Platz für einen kleinen Aufschrei gelassen. Ich selbst mag auch manche 77er Version und will das Jahr ja sicherlich auch nicht wegdiskutieren, aber ich denke, bei vielen liegt hier eine gewisse Verklärtheit vor. Sie sind "Elvis-Fan aus Überzeugung" und meinen daher, man MÜSSE auch den 77er Elvis mögen, weil das halt dazu gehört. Und wenn ihnen nur der Anflug eines Gedankens wie "ui, das klang aber ziemlich gequält" oder ähnliches kommt, erinnern sie sich daran, welch loyaler Fan sie doch sind und dann sagen sie (der Öffenlichkeit mittels eines Postings oder auch einfach nur zu sich selbst): "Ja, aber wenn man bedenkt, wie KRANK unser Elvis da doch war, ist es wieder gut. Er hat es ja auch nur für uns, für die Fans getan. So war er eben, Elvis, der Gute."
Fakt ist aber, wenn er wirklich das Ruder nochmal rumgerissen hätte, und 1978 auf der Welt-Tournee rank und schlank sein neues "Rockabilly-Revival"-Album von Sun vorgestellt hätte, dann fiele ja dieser Faktor des morbiden, diese gewisse Endzeitmelancholie, die aufgrund seines Todes in 1977 über diesem schicksalhaften Jahr liegt, gänzlich weg und das Jahr würde als Ausrutscher gewerten.
Doch zurück zu Birmingham. Bzw. schaffe ich hier mal einen fliessenden Übergang. Auch ich habe diverse Aufnahmen von 1977 und höre sie sogar gelegentlich, aber richtig zum Anhören sind davon nur ein kleiner Teil.
Ich mag die 77er Versionen von "Trying To Get To You" fast immer (das Lied sang er m. E. ohnehin nie sonderlich schlecht und lustlos), "Fairytale" geht, der "Hawaiian Wedding Song" und "And I Love You So" auch noch, aber die gab es alle auch schon 1975 und sicherlich nicht unbedingt in schlechteren Fassungen. Auch "That's All Right" oder "My Way" von 1977 kann ich mir anhören und ertappe mich selbst dabei, dass ich das bewusst mit dem Hintergedanken "es geht dem Ende zu" höre. Also nicht sonderlich objektiv.
Wenn jemand, ein Nicht- oder Kaum-Fan das Konzert hört, der ansonsten nur die offiziellen RCA-Live-VÖ kennt, wird der sicherlich auch mit dem Kopf schütteln. Denn eben jene Überschwenglichkeit, die uns Fans den Eindruck vermittelt, "fein, endlich geht es ihm wieder Besser und das Sommerloch ist überwunden" macht auch viele Lieder regelrecht kaputt. So z. B. "You Gave Me A Mountain". Sicherlich mochte er das Lied und dem schönen Song widerfuhr ja auch nie eine ähnliche Behandlung wie Elvis sie alten Hits a' la "Hound Dog" zuteil kommen liess, aber diese fast geschrieenen Versionen sind schon verdammt grenzwertig. Vielleicht beeindrucken sie manchen Hörer, aber richtig ins Ohr gehen sich nicht mehr. Das tat der Mountain wohl aber 1972/73.
Sicherlich sind die Stimmspielereien am Ende von "Love Me", "Jailhouse Rock" (wo er ausnahmsweise mal zum A raufzieht), und "My Way" (dto.) mal eine interessante Abwechselung, aber wie gut sind die Versionen, wenn man sie komplett durchhört und nicht nur auf das Ende reduziert?
Natürlich ist es auch sehr interessant, mal eine 76er (und zugleich die letzte) Version von den ohnhin rareren "The First Time Ever I Saw Your Face" und "For The Good Times" (ohne den Cis0 aus früheren Aufnahmen) zu hören, aber auch die gab es schon in besser.
Trotzdem rechtfertigen sie m. E. eine solche CD, weil es mal was anderes ist, als immer nur genau die gleichen Lieder. Wenn ich z. B. aus dem Sommer 75 von jedem Lied, das damals im Programm war, ein, zwei oder mehr Versionen habe, und es kommt der 10. Soundboardmitschnitt aus der Tour heraus, dann brauche ich den nicht mehr, solange immer wieder die gleichen Lieder feilgeboten wurden. Taucht aber nun eine CD mit einem Konzert aus der Tour auf, in dem er tatsächlich "Let It Be Me" und meinethalben "Shake A Hand" in gut zu hörender Qualität drauf sind, würde ich sicher auch mal wieder zugreifen.
Und so bietet das Birmingham-Konzert mit den beiden o. g. Songs immerhin etwas besonderes. Allerdings klingt "Good Times" etwas holprig und uninspirierter als es das 1972 tat und "First Time" ist in der Tat eine Gurke. Ich sass mit offenem Mund im Auto und wunderte mich bei all dem Tonbrei zunächst über ein Piepen nicht, bis ich feststellte, dass es meine Öllampe war. So ging ich glücklicherweise, während der Song erklang, an meine Motorhaube. Ich meine auch, dass ein paar in der Nähre rumstromernde Rotzblagen ihr übliches Zeter und Mordio unterbrachen und entgeistert in meine Richtung (die Autotür stand offen) schauten. Sogleich war mir Elvis' Vortrag tatsächlich ein wenig peinlich....
Um dem Posting doch noch einen postiven Abschluss zu verpassen, möchte ich jedoch noch meine beiden echten Highlights schildern.
"Early Morning Rain", das über wenige und nur sehr tiefe Töne verfügt und das Elvis bei aller Euphorie hier nicht sonderlich ruiniert und das tatsächlich KOMPLETT mit allen Strophen vorliegt, was ja live eine echte Seltenheit ist, und natürlich, nach wie vor:
"It's Now Or Never". Hammerversion, zwar auch nur, wegen dem Schluss, aber der kam damals wie heute für mich so überraschend und ist immer noch so gewaltig, dass es das für mich rausreisst. Das Lied und die ganze CD. Und Elvis singt ihn jedesmal wieder gleich hoch.
So eine Fassung gibt es nur hier. Hier powert er - ohne die übertriebenen Spielereien am Ende von "Hurt" - einfach nur ratzfatz seine gesamte Stimmgewalt heraus und ab dafür. Kein "wanna hear the last part again" oder "we can do it better" und dann werden die Stimmbänder gedehnt wie einst die Hosennaht des MIB. Nein. Raus. Hammer. Weiter.
Daher: Danke Elvis.
<span style='font-size:8pt;line-height:100%'>(Und natürlich: "Danke, Hunke" für dieses fulminante Posting!)</span>
Allerdings: Falscher Thread.
Meines Wissens hast Du hier die F1rst Time Birmingham (da Du Dir die High Voltage gar nicht erst besorgt hast) beschrieben.
... with a barefoot ballad you just can't go wrong.
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<span style='font-size:14pt;line-height:100%'>Elvis: High Voltage '76. Ein Review aus zeitlicher Distanz</span>
Lange ist es her, daß ich diese CD erworben habe, lange ist es her, daß ich sie gehört habe ... und der Grund dafür lag in dem seltsamen Sound, den diese CD für meine Ohren hatte.
Aber im neuen Jahr wird bekanntlich alles anders und ich gab "High Voltage" eine neue Chance, nachdem ich mir an einem langen einsamen Abend eine schön gemachte STAR-Version der Pittsburgh Show auf DVD angeschaut hatte.
Der Dezember des Jahres 1976 läßt mich nicht mehr los, seit ich "The Las(t) Vegas Opening Night" gehört habe. Ich stimme Big Hunk in seinem Posting grundsätzlich zu: man hört das Jahr 1976 und speziell diese Tour mit den Ohren des Wissenden. Aber selbst wenn man mal versucht zu abstrahieren und sich in die Lage des Nicht-Wissenden bzw. des Zeitgenossen zu begeben versucht, bleibt einem nichts anderes übrig als den Hut zu ziehen vor einer starken Konzertreihe, die dieses unglückliche Jahr 1976 beendete.
Elvis spielte fünf richtig gute Konzerte in riesigen Hallen. Birmingham war der größte Gig mit 18.000 Fans, das sind so viele wie 1971 in Boston und nur unwesentlich weniger als seinerzeit im Madison Square Garden! Und das Programm konnte sich auch sehen lassen. Wer die Birmingham Show gesehen hat - und nehmen wir spaßeshalber mal an: derjenige sah Elvis zum ersten Mal, und das wird für viele zutreffen, weil dies Elvis' erste Show in Birmingham war! -, der bekam alles zu sehen, was er von einem Elvis-Konzert erwartet hätte: eine riesige "Crowd", einen gut gelaunten, konzentrierten und gut aussehenden Elvis (der in der Tat ein paar Kilos verloren hatte), ein Live-Set, das von allem etwas bot: Memphis '74 (das "aktuelle" Live Album, das ich mir vor dem Konzert nochmal reingezogen hätte), ein Hauch Aloha From Hawaii, Burbank, Madison Square Garden und On Tour, Aktuelles und Rares. Selbst It's Now Or Never muß man fairerweise als "neu" im Setlist einstufen und die abgenudelten und runtergeleierten Oldie-Medleys sucht man ebenfalls vergebens. Man findet einen Elvis, der mit Spaß auf der Bühne steht und bereit ist, seinen Leuten ein Weihnachts- und Neujahrsgeschenk gleichermaßen zu bescheren. Ein Elvis, der gut bei Stimme ist und (hier muß ich Big Hunk widersprechen) auf übermäßige Stimmkapriolen verzichtet.
Alles in allem fühlte ich mich beim Hören der Show an Boston erinnert, ja sogar irgendwie an On Tour. Die Stimmung ist riesig an diesem Abend und erzeugte bei mir dieses "Almost Famous Feeling" - ein Film, den ich so mag, weil er von der Stimmung her "On Tour" sehr nahe kommt. Elvis liefert nicht nur ab, er ist präsent auf der Bühne und spätestens bei Early Morning Rain ist klar: das hier wird ein denkwürdiger Abend.
Gene Butts, der das Konzert für die "Birmingham News" damals kommentierte, bringt es für mich auf den Punkt:
"(Elvis) is living proof that attempts at experimentation and innovations are not essential within the context of rock concerts. You simply need to have a positive talent, charismatic personality, a passion for performing, and the experience of handling an audience at any time in any place. Presley is still possessed of a fine voice which he uses with great enthusiasm on material that reveals him as a traditionalist, romanticist and sardonic-observer of the phenomenon he has become."
Der Verdienst von "High Voltage" ist, daß der Mitschnitt Tiefe bekommt. Durch den "Stereo"-Mix (wie auch immer man ihn bezeichnen will, aber er ist auf jeden Fall mehrspurig) erhält das Konzert eine Atmosphäre, die Halle wird in ihrem Raum greifbar und trägt den Hörer in's Geschehen hinein. Genau das läßt der Vorgänger "Burning in Birmingham"durch seinen Mono-Mix vermissen. Wären Ronnies Drums noch ein gutes Stück präsenter im Mix, es wäre ein unerreichbarer Live-Mitschnitt.
Einmal mehr bleibe ich nach der Closing Vamp zurück mit der Frage: was war mit Elvis im Dezember 1976 los und warum hat es nicht angehalten? und andererseits mit der Erkenntnis: manche CD - ob FTD oder Bootleg - muß im Schrank erstmal reifen, um angemessen gewürdigt zu werden.
Wer noch mehr lesen mag, dem empfehle ich den Review von Piers Beagley: <a href=' www.elvisinfonet.com/cdreview_highvoltage.html ' target='_blank'>High Voltage Review
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- User gelöscht
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Deshalb konnte ich mich mit diesem Konzert nie anfreunden und kann es auch jetzt nicht. Einige Performances sind sehr gut -keine Frage-, aber insgesamt ist Elvis mir hier ein wenig zu sehr drüber.
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