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"Elvis, The Collection" // Neue 7 CD-Box
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Wieso "wieder"?und morgen schreibst du wieder das Gegenteil...
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Und er sollte endlich mal andere Meinungen akzeptieren. "Raised on Rock " dagegen ein Meisterwerk ?
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Das mit dem "andere Meinungen akzeptieren" ist Scheiße. Davon halte ich grundsätzlich nichts. Weil: Dann müsstest du ja auch wiederum seine Meinung akzeptieren, dass ROR im Vergleich zu "Blue" ein Meisterwerk sei. Machst du aber nicht. Insofern...die sogenannten Gurken wie Pledging my love etc fand er eigentlich immer ganz gut
Und er sollte endlich mal andere Meinungen akzeptieren. "Raised on Rock " dagegen ein Meisterwerk ?
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"Aber blau gefärbte Scheiße ist immer noch Scheiße"
sind einfach daneben. Anders formuliert und es ist okay.
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Es sei denn, jemand überzeugt mich mit guten Argumenten, dass ich mich irre. Kommt durchaus vor.Sag, was du willst über ihn, aber wenn irgendwer seine Meinung nicht revidiert, dann MW...
"Moody Blue" ist allerdings so eine Sache: Selbstverständlich spielt da der "Geschmack" eine große Rolle. Die ganze Geschichte hat speziell hier auch eine sehr emotionale Seite. Was Rider da gepostet hat, kann ich zu 100 nachempfinden, so habe ich "Moody Blue" lange Zeit auch gesehen. Als ich das Album erstmalig hörte, hatte es für mich auch etwas mysteriöses, sogar mystisches. Klar, es war das letzte Album, man wollte auf Teufel-komm-raus darin das "Vermächtnis" des King sehen. So dachte ich z.B., dass die Mischung aus Studio-Tracks und Live-Mitschnitten ein gut durchdachtes Konzept war, dass da ein höherer Sinn hintersteckt. Auch in der Zweitverwertung von "Let Me Be There" wollte ich eine versteckte Botschaft sehen. Das war kurz vor meinem 14. Geburtstag, damals hatte Elvis grundsätzlich noch viel mystisches. Dem kam auch zugute, dass ich selber ein kleiner Träumer war, der in seiner eigenen Welt lebte, in einer Welt voller Musik und Geheimnissen, die in dieser Musik steckten. Wo es noch viel zu entdecken gab in der großen, weiten Welt da draußen.
Natürlich trat im Laufe der Jahre schrittweise die Desillusion ein: Die (durch die Bank minderwertigen) Live-Tracks waren kein geniales Konzept, sondern entpuppten sich als Verlegenheitslösung, weil das alte Faultier sich weigerte, ein Studio zu betreten und die Oktober-Session nicht viel brauchbares hervorbrachte. Und das, was sie hervorbrachte, war so mies, dass es bis zum Gehtnichtmehr overdubbed werden musste. Damals dachte ich natürlich auch, die Synthesizer hätten ihren Sinn, Elvis wollte modern klingen, den 80ern vorgreifen, quasi den Synthi-Pop erfinden, der große Pionier, der schon so viel anderes quasi im Vorbeigehen erfunden hatte. Pustekuchen! Die Songs wurden einfach nur billig mit Synthesizern zugeklatscht, statt liebevoll (und teuer) mit Orchester produziert zu werden. Elvis war auf dem absteigenden Ast, das markiert dieses Album deutlicher als jedes andere zuvor. Im Gegenteil, "Boulevard" kann man sogar als großes Spätwerk sehen, doch "Moody Blue" ist einfach nur ein trauriger (wenn man's gut meint) bzw. peinlicher (wenn man's realistisch sieht) Abgesang eines einstmals großen Künstlers. Die nächste geplante Session Anfang 1977 war durch Elvis' Fernbleiben geplatzt, zum Zeitpunkt seines Todes war das Jahr schon zu zwei Dritteln rum, ohne dass er auch nur einen einzigen Song produziert hatte. Es war noch nicht einmal eine Studio-Session anberaumt. Elvis war nur noch ein großer Name von vorvorgestern, der wegen dem, was er mal war, die Konzertsäle füllte mit Leuten, die auch nur dem nachhingen, was sie mal waren, nämlich jung. Er war mit ihnen gealtert, sogar schneller als sie. Das machte ihn auf eine makabere Weise sympathisch. Aber seine Plattenfirma hat ihn bereits behandelt wie einen lebenden Toten - es klingt noch makaberer als das eben gesagte, aber sie lagen damit richtig.
Schön und gut, doch nennen wir das Kind beim Namen: Mit guter Musik hatte das nichts mehr zu tun. Im Jahre 1977 so ein Album auf den Markt zu werfen, lag weit hinter den Möglichkeiten, ja, war eine bodenlose Unverschämtheit. Schauen wir uns nur mal exemplarisch ein paar wild zusammengestellte Alben anderer Künstler an, die zum Zeitpunkt von Elvis' Tod aktuell auf dem Markt oder gerade noch in der Mache waren:
- Meat Loaf - Bat Our Of Hell
- Bee Gees - Saturday Night Fever
- Stevie Wonder - Songs In The Key Of Life (mit "Sir Duke", "Pasttime Paradise" und "Isn't She Lovely")
- Paul McCartney & Wings - Wings Over America
- The Eagles - Hotel California (enthielt zusätzlich zum Titeltrack noch den Hit "New Kid In Town")
- Fleetwood Mac - Rumours
- Sex Pistols - Never Mind The Bullocks
- Queen - News Of The World (mit "We Will Rock You" und "We Are The Champions")
- Manfred Mann's Earth Band - The Roaring Silence (mit "Blinded By The Light")
- Gerry Rafferty - City To City (mit "Baker Street")
- ABBA - The Album
- Neil Diamond - I'm Glad You're Here With Me Tonight (mit "Let Me Take You In My Arm Again" und "Desiree")
- Roy Orbison - Regeneraton
- Elton John - Blue Moves (mit "Sorry Seems To Be The Hardest Word")
- David Bowie - Low und Heroes
Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Nun hört Euch die Alben mal an, zumindest die, die Ihr geschmacklich ertragen könnt. Achtet mal auf Songauswahl, Produktion, Konzeption, Qualitätsmanagement, Gestaltung und Darbietung. Und jetzt die Preisfrage: Wo bitte passt da "Moody Blue" rein? Darf man das vor diesem Hintergrund überhaupt noch als "Album" bezeichnen?
Gut, vielleicht beneide ich auch ein wenig Fans wie memphis54, bei dem die oben beschriebene Desillusion noch nicht eingetreten ist., der "Moody Blue" tatsächlich als tolles Album empfindet und auch entsprechend genießen kann. Hat durchaus was für sich, will ich nicht abstreiten.
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Nirgends. Muss es das? Auch Elvis Presley passte nicht in seine Zeit. Music From Big Pink von The Band auch nicht. Was soll's?Nun hört Euch die Alben mal an, zumindest die, die Ihr geschmacklich ertragen könnt. Achtet mal auf Songauswahl, Produktion, Konzeption, Qualitätsmanagement, Gestaltung und Darbietung. Und jetzt die Preisfrage: Wo bitte passt da "Moody Blue" rein?
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Ja, aber das waren Alben, die deswegen nicht passten, weil sie etwas besonderes, etwas neues, etwas gewagtes brachten. Das einzig gewagte an "Moody Blue" war die schiere Unverschämtheit, im Jahre 1977 so eine Knotte als reguläres Studioalbum eines Weltstars auf den Markt zu werfen.Nirgends. Muss es das? Auch Elvis Presley passte nicht in seine Zeit. Music From Big Pink von The Band auch nicht. Was soll's?
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Das wusste man doch vorher nicht...Ja, aber das waren Alben, die deswegen nicht passten, weil sie etwas besonderes, etwas neues, etwas gewagtes brachten.
Abgesehen davon: Moody Blue ist mir noch immer lieber als der Großteil des seelenlosen Schrotts aus deiner Liste.
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Das Wort "seelenlos", dessen sich hier immer mal wieder gerne bedient wird, ist genauso subjektiv wie alles andere. Ob etwas seelenlos ist oder nicht, dafür gibt es keine auch nur ansatzweise objektiven Bewertungsmaßstäbe, das entscheided letztendlich ganz allein der Zuhörer. Sobald es einen Menschen auf der Welt gibt, der von einem Song zutiefst berührt wird, ist er nicht mehr seelenlos. Was für Dich seelenlos ist, kann für einen anderen Menschen die Welt bedeuten - und umgekehrt.Abgesehen davon: Moody Blue ist mir noch immer lieber als der Großteil des seelenlosen Schrotts aus deiner Liste.
Es ist nicht so, als würde ich jedes Album dieser Liste wirklich gut kennen oder gar mögen. Einige davon mag ich sehr, andere kenne ich kaum. Doch was genau soll da seelenloser Schrott sein?
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