Elvis: Young Man With The Big Beat

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27.07.2011 21:02 #841952 von DumbAngel
DumbAngel antwortete auf Elvis: Young Man With The Big Beat

Da steht, dass sie es nicht fertig gebracht haben, den Song rhythmisch gut durchzuspielen, so dass sie später für den Master einen Splice verwendeten. Eine erneuten Versuch bei einer späteren Session gab es aber nicht.

Danke sehr !
Weiteres Argument für die Bandgeschwindigkeit

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27.07.2011 21:30 #841954 von michael grasberger
michael grasberger antwortete auf Elvis: Young Man With The Big Beat

It is incorrect that playback speed of "Robert Johoson's CD" is. This song was recorded at speeds of 74~5 rpm, not 78rpm. So this song is Key of A, not Bb (B),

dein robert johnson-beispiel ist noch harmlos. es gibt theorien, dass seine aufnahmen künstlich hochgepitcht wurde, und zwar um wesentlich mehr als einen halbtonschritt!
auf jeden fall ein faszinierendes thema. die heutige technik macht es möglich, zwei komplett verschiedene robert johnsons zu hören...

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27.07.2011 21:37 #841957 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis: Young Man With The Big Beat

Und genau deshalb ist es auch nicht auszuschließen, dass er sie gar nicht gespielt hat.

Ja, kann sein, dass er nicht gespielt hat. Aber selbst wenn nur Scotty und Bill gespielt haben: Warum sollten die sich den Schwachsinn antun, einen Song, den sie im Studio im bequemem D-Dur eingespielt haben und der in der Tonart auch super klingt, in die unbequeme Tonart Cis-Dur zu transponieren, ohne ersichtlichen Grund? Das macht doch kein Mensch freiwillig! Viel häufiger werden Songs für die Bühne in einfachere Tonarten transponiert, aber ganz sicher nicht umgekehrt, es sei denn, der Sänger kriegt irgendwelche hohen Töne (meist altersbedingt) nicht mehr, aber davon war Elvis 1956 weit entfernt, zumal selbst in D-Dur der höchste Ton im Song ein D war, das er locker erreichte. Cis-Dur ist die Hölle, und dann auch noch mit einem so schlechten Bassisten wie Bill Black, das wäre eine Zitterpartie geworden.

Nö. Guck dir mal das Tupelokonzert an oder auch stumme Aufnahmen, in denen man die Gitarre oft genug an der Seite stehen sieht. Eine Gitarre umgeschnallt zu haben, heißt noch lange nicht, dass sie auch gespielt wird. Selbst bei seiner waist-up Sullivan Show hat er für die paar Sekunden "Heartbreak hotel" extra das Teil angelegt und dann kein einziges Mal etwas damit gemacht. Wenn du dir Zeitungsartikel aus der Zeit durchliest, wirste oft die Bemerkung finden, dass er seine Gitarre so gut wie gar nicht verwendet hat.

Mir ist vor langen Jahren mal aufgefallen, dass Elvis n den 50ern meist dann nicht Gitarre gespielt hat, wenn ein Song nach mehr als den drei Bananen-Akkorden verlangte. So ein Kinderliedchen wie "Ready Teddy" hat er mitgespielt, bei harmonisch etwas komplexeren Songs wie "I Want You, I Need You, I Love You" hat er die Klampfe dann lieber weggelassen. "Paralyzed" ist da ein Grenzfall, H-Moll wäre vielleicht ein Stolperstein für Elvis gewesen.

Bei ner Akustischen wirds schwer.

Aber Elvis hat nun mal die akustische gespielt.

Wenn man geschickt is im Abdämpfen von Saiten mit der Griffhand, kann man Cis auch offen spielen. Das klingt allerdings ganz blöd. Und sowas würde ich auch bei Elvis nicht vermuten.

Das hätte er auch gar nicht gekonnt. So filigrane Techniken wie abgestummte Saiten sind mit diszipliniertem Üben verbunden, und damit hatte der gute Mann es bekanntlich nicht so.

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27.07.2011 21:43 #841961 von michael grasberger
michael grasberger antwortete auf Elvis: Young Man With The Big Beat

Mir ist vor langen Jahren mal aufgefallen, dass Elvis n den 50ern meist dann nicht Gitarre gespielt hat, wenn ein Song nach mehr als den drei Bananen-Akkorden verlangte.

ich liebe sein primitives gitarrenspiel. hier ist die rhythmusgitarre besonders deutlich zu hören.
und verstimmt ist sie auch noch! :grin:
G.R.A.N.D.I.O.S.

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27.07.2011 21:46 #841962 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis: Young Man With The Big Beat

und verstimmt ist sie auch noch! :grin:

Wer stimmt, ist feige. :adeal:

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27.07.2011 22:02 #841965 von DumbAngel
DumbAngel antwortete auf Elvis: Young Man With The Big Beat

Ja, kann sein, dass er nicht gespielt hat. Aber selbst wenn nur Scotty und Bill gespielt haben: Warum sollten die sich den Schwachsinn antun, einen Song, den sie im Studio im bequemem D-Dur eingespielt haben und der in der Tonart auch super klingt, in die unbequeme Tonart Cis-Dur zu transponieren, ohne ersichtlichen Grund? Das macht doch kein Mensch freiwillig! Viel häufiger werden Songs für die Bühne in einfachere Tonarten transponiert, aber ganz sicher nicht umgekehrt, es sei denn, der Sänger kriegt irgendwelche hohen Töne (meist altersbedingt) nicht mehr, aber davon war Elvis 1956 weit entfernt, zumal selbst in D-Dur der höchste Ton im Song ein D war, das er locker erreichte. Cis-Dur ist die Hölle, und dann auch noch mit einem so schlechten Bassisten wie Bill Black, das wäre eine Zitterpartie geworden.

Wie ich erwähnt, war ich davon ausgegangen, dass das problem bei der Aufnahme u.U. am Gesang gelegen hätte. Demnach hab ich einfach mal ein paar durchaus logische Ideen gebracht, auch wenn ich eher davon ausgehe, dass das Band, bzw. die Geschwindigkeit die Probleme macht. Einfach alles gleich abzustempeln finde ich halt doof, solange es nachvollziehbare Thesen gibt, was alles hätte sein können.

Mir ist vor langen Jahren mal aufgefallen, dass Elvis n den 50ern meist dann nicht Gitarre gespielt hat, wenn ein Song nach mehr als den drei Bananen-Akkorden verlangte. So ein Kinderliedchen wie "Ready Teddy" hat er mitgespielt, bei harmonisch etwas komplexeren Songs wie "I Want You, I Need You, I Love You" hat er die Klampfe dann lieber weggelassen. "Paralyzed" ist da ein Grenzfall, H-Moll wäre vielleicht ein Stolperstein für Elvis gewesen.



Es gibt ein Foto von '57 bei nem Konzert, wo man Elvis (ohne Gitarre !) sieht und am Mikro neben ihm Gordon Stoker, was darauf schließen lässt, dass gerade "All shook up" gesungen wird. Das ist sehr ähnlich zu "Paralyzed" und wurde auch nur mit den drei Instrumenten gespielt (glaube nämlich ohne Piano). Wobei die Frage auftaucht, ob bei diesem Hayrideauftritt wie bei anderen auch ein Piano mit Spieler zur Verfügung stand.
Ich denke aber, man sollte es nicht zu kompliziert machen. Elvis war n Showman, der hat wohl weniger danach entschieden, was er spielen kann, als danach, wo er am geilsten was hinlegen konnte.



Aber Elvis hat nun mal die akustische gespielt.


Das hätte er auch gar nicht gekonnt. So filigrane Techniken wie abgestummte Saiten sind mit diszipliniertem Üben verbunden, und damit hatte der gute Mann es bekanntlich nicht so.



Ich sprach auch nicht von Elvis (habe ihn sogar extra ausgeschlossen am Ende meines Satzes), nur davon, dass es durchaus möglich ist/wäre.

ich liebe sein primitives gitarrenspiel.



Elvis und sein Gitarrenspiel zusammen, einfach großartig. Spiele ich akustische Gitarre, versuche ich auch immer mit so nem Feeling wie Elvis zu spielen. Schon oft gesagt und zum Klischee abgeschlafft, aber mangelnde technische Fähigkeiten werden hier echt durch das richtige Gefühl mehr als wett gemacht.

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27.07.2011 22:20 #841969 von DumbAngel
DumbAngel antwortete auf Elvis: Young Man With The Big Beat

Es gibt ein Foto von '57 bei nem Konzert, wo man Elvis (ohne Gitarre !) sieht und am Mikro neben ihm Gordon Stoker, was darauf schließen lässt, dass gerade "All shook up" gesungen wird. Das ist sehr ähnlich zu "Paralyzed" und wurde auch nur mit den drei Instrumenten gespielt (glaube nämlich ohne Piano). Wobei die Frage auftaucht, ob bei diesem Hayrideauftritt wie bei anderen auch ein Piano mit Spieler zur Verfügung stand.

Hier das besagte Foto. Sieht aus wie ein Stück Flügel links. Elvis spielte in Konzerten damals ja auch ab und zu:

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29.07.2011 00:03 #842131 von Wisdomy
Wisdomy antwortete auf Elvis: Young Man With The Big Beat
Um nochmal zur Soundqualität von Paralyzed zu kommen: Ich kenne nun nur eine Quelle und die CD-Version bleibt erstmal abzuwarten. Aber die Aufnahme hört sich nach sehr schlechtem Ursprungsmaterial an, und niemand von uns weß, wie groß die Bemühungen waren um überhaupt DIESE Version zu mastern. Vielleicht ist einfach nicht mehr herauszuholen. Es gibt tatsächlich Aufnahmen, da bekommt man selbst leichtes Rauschen nicht gemindert, vor allem dann, wenn man kein Rauschprofil erstellen kann. Und es gibt Aufnahmen, die hören sich wirklich böse an, und das Material reagiert erstaunlich gut auf Restorationsalgorithmen. Das kann man vorher nie sagen, das weiß man immer erst dann, wenn man an der Bearbeitung sitzt. Außer natürlich wenn man mehreres Material der gleichen Quelle, z.B. einer Session hat.

Theoretisch aber läßt sich jedes Rauschen stark mindern. Entweder, man kann ein Rauschprofil aus der Quelle erstellen (Optimal), wenn das nicht geht versucht man es zu extrahieren (schon schlechter), und wenn das auch nicht geht, versucht man "on th fly", "um die Musik herum" und etwas in die Tiefe hinein das rauschen zu mindern (ist meist schon pfusch), und wenn das Ergebnis hörbar leidet, versucht man es letztlich mit einer pauschalen Rauschminderung, die immer auch hörbare Anteile unterdrückt. All das ist aber schon Arbeit von Hand, echtes mühsames Handwerk.

Wer aber clever ist, und ein echter Profi, der fängt mit allem nach dem erstgenannten Punkt gar nicht erst an. Der macht sich nämlich auf die Suche nach einer Referenzquelle, um ein Rauschprofil erstellen zu können. Die großen Label haben in ihren Studios Rauschprofile aller maßgebenden Bänder und Acetate der letzten hundert Jahre aller maßgebenden Studios, die jemals Musik produziert haben.

Wenn, wie in diesem Fall offensichtlich, nichts aus der Aservatenkammer passt, muss ich so eine Quelle suchen. Dazu muss ich wissen, auf welchem Gerät (ungefährer Typ) damals Paralyzed aufgenommen wurde, welche Art Band das gewesen sein könnte was benutzt wurde, und ich suche nach anderen Quellen dieser Zeit, die genauo so auch aufgenommen wurden. Wenn ich irgendwo so eine Quelle auftreibe und ich Glück habe das es ungefähr den selben Alterungsprozess durchlaufen hat und dort eine Stelle auf dem Band ist die nur das Rauschen, und sonst nichts enthält, kann ich daraus das gesuchte Rauschprofil erstellen.

Das ist aber nur der erste Teil. Denn selbst wenn ich das Rauschen komplett entferne, sind nur die Anteile der Musik hörbar, die über dem Rauschpegel lagen. Alles andere ist verloren. Mit speziellen Algorithmen kann ich aber zu einem gewissen Teil vor allem die Höhen restaurieren, ähnlich wie bei Fotos zusätzliche Pixel aus zwei benachbarten Pixeln errechnet werden, wenn ich ein Foto in seiner Auflösung vergrößere.

Ich will damit sagen: Ich bekomme 99% aller Aufnahmen restauriert, wenn ich keine Zeit, Kosten, und Mühe scheue, und derjenige, der restauriert, sein Handwerk versteht. Und jetzt setzt diesen Aufwand mal ins Verhältnis zu einer einzigen Aufnahme, die nichts weltbewegend neues enthält, wie Paralyzed.

So eine Aufnahme dann auf einer hochpreisigen Box anzubieten, wo ich eben diesen Aufwand erwarte, ist eine Frechheit.

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17.08.2011 14:38 #845366 von Vincent-The-Falcon
Vincent-The-Falcon antwortete auf Elvis: Young Man With The Big Beat

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17.08.2011 15:03 #845371 von Richard Burton
Richard Burton antwortete auf Elvis: Young Man With The Big Beat
The Complete '56 Masters, so so? :huh:

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