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Die große Soundtrack Revue
- Manhattoe
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Aber was hören wir denn da? Wie heißt das Teil?
Ich bin übrigens auch dafür, dass Du hier ein bisschen weitermachst,
zumal ich ab dem Wochenende für zwei Wochen fort sein werde.
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Ja, ich könnte auch mal was abseilen... die Leute lieben meine Reviews!
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- Manhattoe
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Warum übernimmst Du nicht Roustabout und Girl Happy?
Auf die beiden Soundtracks fährst Du doch sehr ab, wenn ich mich recht erinnere.
Viva Las Vegas und Harum Scarum musst Du dann aber auch machen ...
SweetPea und ich geben dann dazu unsere Kommentare ab.
Ansonsten scheint das hier ja auch kaum jemanden zu interessieren.
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Ich freu mich schon darauf!Ja, ich könnte auch mal was abseilen... die Leute lieben meine Reviews!
@ Manhattoe: Rede dir aber mit deiner letzten Bemerkung nicht ein, dass dein Thread schlecht sei! Ich finde, er war eine tolle Idee
Also morgen schreibe ich die Fortsetzung. Oder machst du das lieber, Hunk? Fun In Acapulco wäre doch bestimmt dein Ding.
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- ManInBlack
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Was "Song Of The Shrimp" anbelangt, teile ich übrigens Hunkys Meinung. Der Text ist zwar unsinnig, der Song wird aber super vorgetragen und das Arrangement ist auch recht fein.
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Die im Folgenden zu besprechende LP „Frankie And Johnny“ zum gleichnamigen Film wurde im Mai 1965 aufgenommen und dürfte zu den besseren Filmsoundtracks gezählt werden, woran nicht zuletzt die Dixieland-Anleihen in der Musik Anteil haben.
Doch der Reihe nach. Hier erst einmal alle Songs:
SPA3-7374 Come Along
SPA3-7375 Petunia, The Gardener´s Daughter
SPA3-7376 Chesay
SPA3-7377 What Every Woman Lives For
SPA3-7378 Frankie And Johnny
SPA3-7379 Look Out Broadway
SPA3-7380 Beginner´s Luck
SPA3-7381 Down By The Riverside / When The Saints Go Marching In
SPA3-7382-02 Shout It Out
SPA3-7383 Hard Luck
SPA3-7384-19 Please Don´t Stop Loving Me
SPA3-7385 Everybody Come Aboard
Die LP kam am 23. April 1966 für 19 Wochen in die LP-Chart von Billboard und erreichte Platz 20. Im ersten Jahr wurde sie etwa 600.000mal verkauft. Bis heute wurden weltweit über 2 Millionen Exemplare umgesetzt.
(Quelle: Graceland Nr. 99, wo ich bei flüchtigem Durchblättern KEIN EINZIGES Kranzler-Bild fand ! )
Kommen wir nun zu den einzelnen Songs:
1) Frankie And Johnny
Nachdem wir im Film eine überlange Production-Nummer dieses Titels zu sehen und hören bekamen, liegt nun hier die radiofreundliche LP-Version vor. Das Lied selbst ist ein klassischer Cheatin´-Song und handelt von einem Mann, der von seiner Frau/Freundin mit einer Anderen erwischt wird. Zurückgehen dürfte dieses Lied auf den „ Frankie And Albert Song“ aus dem 19. Jahrhundert. In seiner modernen Fassung wurde „Frankie And Johnny“ von Künstlern wie Gene Autry, Johnny Cash, Gene Vincent und Jerry Lee Lewis in leicht differierenden Fassungen gesungen.
Bei Elvis´ Aufnahme fällt zuerst einmal das Dixieland-Arrangement ins Ohr, dessen Intensität sich parallel zu seinem Gesang immer weiter steigert. Elvis selbst klingt in meinen Ohren recht motiviert und schafft es, uns eine ins Ohr gehende Aufnahme dieses Songs zu liefern, die man sicherlich zu den besseren seiner Filmsongs zählen darf. Gegen Jerry Lee Lewis muss er dennoch verlieren. Dessen Version besticht nicht nur durch einen treibenderen Beat und des Killers Pianospiel, auch von der Stimmqualität her kann der Killer uns diese düstere, alte Geschichte besser verkaufen.
2) Come Along
Auch dieser Song verfügt über ein Dixieland-Arrangement in dem besonders die Tuba teilweise recht pointiert eingesetzt wird. Der Song diente als Opener des Filmes und erfüllt seinen Zweck, uns auf das bevorstehende einzustimmen durchaus gut. Elvis´ Stimme ist hier recht tief, wie auf den meisten Liedern dieses Soundtracks, wirkt aber partiell unbeteiligt.
3) Petunia, The Gardener´s Daughter
Ein Duett mit Eileen Wilson. Ebenfalls wieder ein Dixieland-Arrangement mit einigen deutlichen Tempowechseln. Über die im Text vorhandenen Zweideutigkeiten a la „two lips“ ist hier schon an anderer Stelle diskutiert worden, daher möchte ich nicht mehr weiter darauf eingehen. Nur soviel: Wenn sie beabsichtigten waren, bringt Elvis sie nicht rüber. Sein Gesang klingt einfach zu nett. Insgesamt ist der Künstler hier gut bei der Sache und sorgt somit dafür, dass dieses Liedchen ganz nett anzuhören ist. In meiner Kindheit war es seltsamerweise mein Favorit des Albums...
4) Chesay
Ein sehr ungewöhnlicher Song, eingeleitet von einem Akkordeon, der dann in einen sehr schnellen Marschrhythmus wechselt. Das Tempo nimmt beständig zu, ähnlich wie bei „Queenie Wahine´s Papaya“. Auch wenn „Chesay“ absolut nichtssagend ist, kann ich mit dem Song gut leben – er dauert nur 1:30 Minuten und klingt zumindest ungewöhnlich.
5) What Every Woman Lives For
Eine Ballade – aber eine tödlich langweilige in mieser Soundqualität mit einem desinteressierten und kurzatmigen Elvis. Für mich schon immer der Langweiler des Albums.
6) Look Out Broadway
Eine kurze, unterhaltsame, aber irgendwie auch dämliche Nummer mit mehreren Mitwirkenden und einigen unerwarteten Tempowechseln. Ein wenig erinnert mich das ganze an eine qualitativ minderwertige Broadway-Nummer. Ergo: Nichts besonderers.
7) Beginner´s Luck
Eine Ballade der besseren Art, von Elvis sehr sanft gesungen und recht zurückhaltend orchestriert mit einigen schönen Klavierläufen. Auch hier bleibt der Sänger der tiefen Stimme treu – war er eventuell zu faul, dass ganze in einer schwierigeren, höheren Tonart anzupacken? Was sagen die Tonartspezialisten dazu?
8) Down By The Riverside / When The Saints Go Marching In
Ein Medley zweier traditioneller schwarzer Songs mit religiösem Bezug. Zu Dixieland-Klängen gibt Elvis allerdings wieder nur die Hälfte und wirkt abermals sehr kurzatmig.
9) Shout It Out
Einer der für mich besten Songs des Albums. Nach einer kurzen, langsamen Einleitung steigt das Tempo beträchtlich, weist aber weiterhin einige Rhythmuswechsel auf. Ein typischer Happy-Song mit einem recht gutem Elvis und viel Dixieland.
10) Hard Luck
Elvis versucht sich zu Mundharmonikaklängen an einem fernsehtauglichem Blues. Ganz nett, aber keinesfalls mit „Reconsider Baby“ oder „A Mess Of Blues“ vergleichbar. Dennoch eines der kleineren Übel des Albums und mit fast drei Minuten der längste Titel.
11) Please Don´t Stop Loving Me
Endlich mal wieder eine gute Ballade voller Gefühl, die ein wenig an den Elvis der frühen 60er-Jahre erinnert, da er endlich auf eine höhere Stimmlage zurückgreift. Für mich der beste Song des Albums, da auch sehr schön arrangiert und mit geschmackvollen Background-Voices aufwartend.
12) Everybody Come Aboard
Auch hier kommt der Sänger stimmlich zumeist gut rüber, eingerahmt von den allgegenwärtigen Dixieland-Anleihen, wenn auch inhaltlich, wie eigentlich alle Songs hier, eher mau. Ein netter Happy-Song als Abschluss für einen akzeptablen Film-Soundtrack.
Resümee:
Wie schon gesagt gehört dieses Album für mich zu den besseren Soundtracks, was aber nicht Elvis, sondern dem Dixieland-Einfluss zuzurechnen ist. Der Sänger selbst erscheint mir teilweise doch arg unbeteiligt und teilweise sehr kurzatmig. Weiterhin stört mich, dass so viele Songs derart tief gesungen werden. Als Schulnote würde ich eine 3- geben.
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- Manhattoe
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Sehr detailliert und sehr anregend zu lesen, so dass ich jetzt noch einmal mit anderen Ohren dem Album lauschen werde. Ich würde gerne ausführlicher antworten, aber ich werde mir ab morgen zwei Wochen lang den Entenschwanz im Ostsseewind streamen lassen, und deshalb muss ich jetzt das Auto weiter vollpacken.
Als Schulnote würde ich Dir eine 2+ geben.
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- susan
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