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Viva Elvis
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Moment mal! Natürlich wollte er Geld verdienen. Aber das ändert doch nichts daran, dass das Resultat ein künstlerisches Werk war. Die meisten Künstler wollen mit ihrem Werk Geld verdienen bzw. müssen es sogar, denn sie müssen ja auch ihre Miete zahlen und was zu essen kaufen. Das schließt aber die Existenz eines schützenswerten künstlerischen Werks nicht aus.Nichts anderes war der Grund dafür, das er damals ins Studio gegangen ist und unsere gliebten
Orginale aufgenommen hat. Er hat das nicht aus wohltätigkeitszwecken getan, oder darum um ein künstlerisches Werk zu schaffen.
Oder ist für Dich Kunst nur schützenswert, wenn sie verschenkt wird? Das sieht sogar der Gesetzgeber anders, nicht umsonst räumt er Urheber- und Werkschutzrechte ein, bei denen es letztendlich um Geld geht.
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Nein, nicht im Musikgeschäft, denn diese 50 Millionen Dollar Jahresumsatz werden fast ausschließlich mit Souvenirs, Namensrechten etc. generiert, aber keinesfalls durch Plattenverkäufe.Er ist mit seinen 50 Millionen Dollar Jahresumsatz noch immer ein helles Licht im Musikgeschäft.
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Soweit ich informiert bin nicht. Es handelt sich meines Wissens um den Jahresumsatz von EPE. Und die verdienen am CD-Verkauf kaum mit, da Elvis seine Lizenzen bekanntlich 1973 an RCA veräußert hat. Die kriegen also nur was ab, wenn Aufnahmen nach 1973 verkauft werden. Und das sind sicher nicht die allgemein gefragtesten.wenn ich richtig informiert bin, sind da die Einkünfte aus Cd-Verkäufen mit eingerechnet.
Eigentlich nicht. Es wirft eher ein sehr dunkles Licht auf seine Anhänger, die im Jahr 50 Millionen für peinlichen Kitsch locker machen.Und wenn nicht, um so besser. Das wirft sogar ein noch hellers Licht auf ihn.
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Oder ist für Dich Kunst nur schützenswert, wenn sie verschenkt wird?
an seinem künstlerischem Werk ändert sich überhaupt nichts. die alten Aufnahmen gehen ja durch die Remixe nicht verloren. Wenn dem so wäre, würde ich
natürlich auch auf die Barikaden gehen. Das Orginal hat für mich nach wie vor oberste Priorität und darf nicht verloren gehen.
Aber ich bin offen für neue Wege und verdamme nicht alles gleich ins Jenseits. Was du grundsätzlich tust. Deshalb mein Vergleich mit dir und dem Fakelträger.
Ich denke du verstehst was ich meine.
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Das Argument lasse ich gelten.die alten Aufnahmen gehen ja durch die Remixe nicht verloren.
Der Vergleich hinkt an der Stelle, dass sich die Fackelträger nur für den Mythos Elvis interessieren und so gut wie gar nicht für seine Musik. Die gehen auf die Barrikaden, wenn jemand sagt, er hat sich mit Tabletten vollgepumpt und wie'n Arsch benommen. Aber wenn jemand an Elvis' Musik rumpfuscht, interessiert es sie nicht. Sie merken es noch nicht einmal.Deshalb mein Vergleich mit dir und dem Fakelträger.
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- Gypsy
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so fanatisch damit, daß es dir nicht möglich ist dich auf neue Dinge bezüglich seiner Musik einzulassen. Da geht es dir wie diesen fakelträgern, die ähnlich
reagieren, wenn jemand dem dicken ein Drogenproblem unterstellt. Alles was nicht in die heile Wetl passt ist scheiße.
jetzt verstanden.
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Ich habe nichts gegen neue Dinge. Aber Elvis' Musik mit anderen Instrumenten zu unterlegen ist nicht gerade neu, das hat Felton Jarvis bereits 1980 gemacht. Und besonders originell ist es auch nicht. Das kann heute am Computer so ziemlich jeder, der ein entsprechendes Programm bedienen kann. Samplen und Remixen wird seit den 80ern gemacht. Wo bitte ist das besonders neu, zeitgemäß und einfallsreich?...aber manchmal bist du so fanatisch damit, daß es dir nicht möglich ist dich auf neue Dinge bezüglich seiner Musik einzulassen.
Ich denke halt nur, dass Elvis' Musik nichts vermeintlich neues braucht. Sie ist so, wie sie ist, gut genug und kann durch Computer und irgendwelche Mauszeiger-Beweger ganz sicher nicht verbessert werden. Zumindest habe ich noch nicht erlebt, dass jemand daran irgendwas verbessert hätte.
Wer neue Musik machen will, soll das tun. Man muss ja nicht unbedingt Elvis' Originale dafür verwursteln. Andere schaffen das ja auch ohne.
Ich bin auch nicht fanatisch, ich habe bloß einen klaren Standpunkt, was die Werke verstorbener Künstler (von denen Elvis nur einer von vielen ist) anbetrifft: Man soll die Toten ruhen lassen.
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Elvis: Der Prototyp aller Superstars
Elvis Presley hat mit seiner Karriere alle Höhen und Tiefen des Pop vorweggenommen. Und ist bis heute hoch lukrativ.
Eigentlich hat Elvis Presley nur einen echten Konkurrenten: Micky Maus. Die Comicfigur und der hüftschwingende Sänger haben dem Virus der Pop-Kultur zur weltweiten Verbreitung verholfen. Aber eigentlich hat der vor 75 Jahren (am 8. Jänner 1935) geborene und Montag, vor 33 Jahren (am 16. August 1977) gestorbene Presley die Maus längst hinter sich gelassen. Das merkt man nicht zuletzt daran, dass die heurigen mittelrunden Presley-Jubiläen überhaupt Aufmerksamkeit bekommen.
Presley hat die Pop-Kultur nachhaltig verändert. Mit seinem berühmten Hüftschwung versetzte er Teenager und Moralapostel gleichermaßen in Wallungen. Doch das nachhaltige Faszinosum an Presley sind die Brüche in der Karriere. Etwa der starke Kontrast zwischen dem Rock-'n'-Roll-Pionier, der bei jedem Auftritt Massenhysterie auslöste, und dem Schauspieler in Peter-Alexander-haften Filmschnulzen.
Presleys Laufbahn ist so etwas wie das griechische Drama der Pop-Kultur: In ihr sind alle tragischen Momente und genauso alle Höhenflüge vereint, die man als Popsänger erleben kann. Welthits und kreischende Fans, Medikamentenmissbrauch und Anti-Drogen-Gehabe, begnadete Auftritte und die wiederholte Selbst-Demontage - Presley war der Prototyp des Pop-Superstars. Der Rest ist Kopie.
Nicht zuletzt, weil Presley der Star einer vergangenen Medien-Ära war: Ein Massenphänomen ließ sich weitaus leichter erzeugen, als einzelne TV-Shows noch über 80 Prozent Marktanteil erzielten. Presley läutete das Zeitalter der Pop-Superstars ein, das mit dem Tod von Michael Jackson im Vorjahr zu Ende gegangen ist.
Und woran der Jackson-Clan schon im Ansatz scheitert, das ist bei Presley fast von selbst entstanden: Eine bis heute hoch lukrative Nachlass-Industrie. Ein Heer von Elvis-Imitatoren hält nach Hochzeiten die Hand auf. Sektiererische Sammler handeln mit skurrilen Andenken. Die "Original"-Band tourt vor sich hin. Elvis selbst ist nach wie vor der bestverdienende Star der Welt. Mit Jahres-Einnahmen von 52 Millionen Dollar übertrumpft die Legende (laut Forbes - Magazine ) selbst Justin Timberlake, der "nur" 44 Millionen Dollar jährlich verdient. Madonna bringt es gar nur auf 40 Millionen.
Nach Michael Jacksons Tod musste man sich anstrengen, um sich an den einstigen Superstar zu erinnern. Presley hatte auch eine schwierige späte Karriere. Er ist in Hotels in Las Vegas - dem Abstellgleis aller Popsänger - aufgetreten und hat Adlerflügel am Glitzer-Overall getragen. Und trotz alledem: Elvis lebt zwar nicht. Aber er ist weniger tot als Jackson.
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Bis auf den Satz, dass Las Vegas das Abstellgleis aller Popsänger ist, volle Zustimmung.Passt hier irgendwie gerade:
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