FTD-News

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21.01.2009 22:35 #716610 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf FTD-News

Mal wieder zum Thema:

FTD Confirms Limited Edition Vinyl Releases

Source: elvisnews.com

Das wäre ja mal echt geil und könnte mich tatsächlich wieder zu einem Kunden machen. Ich habe mich schon seit Jahren gefragt, warum man das nicht längst macht? Die Re-Issues würden sich doch dafür anbieten. Das wäre doch echt etwas für Fans: Das originale Album remastert auf Vinyl und als Beilage eine CD mit dem Bonus-Material.

Das klingt doch wirklich nach Zukunftsmusik: Auf die Weise könnte man die "Classic Albums" tatsächlich NOCH einmal veröffentlichen, dieses Mal auf Vinyl und mit der bereits veröffentlichten CD-Version als Beilage. :up:

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22.01.2009 01:38 #716634 von Copperhead
Copperhead antwortete auf FTD-News

So war doch auch Nancy Sinatra die einzige, die das "Glück" hatte, mit einem Solo-Song, also ganz ohne Elvis' Mitgesang, auf einer Elvis-Platte vertreten zu sein.

Kann man mal sehen, wie es 68 um Elvis stand...

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22.01.2009 01:39 #716635 von Copperhead
Copperhead antwortete auf FTD-News

Gott sei dank! Zum Beispiel "Acapulco" mit diesem piepsenden Gör will doch wohl kein Mensch hören! :sick:

Trotzdem hätte er das Lied für die Platte mal komplett einsingen können.

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22.01.2009 04:10 #716637 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf FTD-News

Mein Tipp: Don Robertson :devil:

Grundsätzlich kommt jeder in Frage, der ein Tasteninstrument bedienen kann.

Über Robertson habe ich auch nachgedacht, ordne ihn aber vor allem den beiden ersten Songs der Session zu, "I'm Falling In Love Tonight" (Orgel) und "They Remind Me Too Much Of You" (Piano); die er beide auch geschrieben hat. Die Sache ist die: Für die Session - insbesondere die Robertson-Songs - wurde ein Pianist gebraucht, der im Stil von Floyd Cramer spielen konnte. Cramer war in Hollywood eher selten dabei, weil er einer der meistbeschäftigtsten Nashville-Musiker war. Offenbar konnte er an dem Tag nicht. Elvis bat Robertson eindringlich, zur Session zu kommen, obwohl Robertson ernsthafte Bedenken hatte. Doch er kam.

Nun ein weiterer Treppenwitz der Musikgeschichte: Dieser typische Slip-Note-Stil, der als Erfindung und Markenzeichen von Floyd Cramer gilt, stammt in Wahrheit von Don Robertson. Cramer hat ihn kopiert und ist damit weltberühmt geworden, z.B. durch seinen Hit "Last Date".

Ich las zumindest, dass er neben Orgel und E-Piano auch die Celesta gespielt haben soll.

Interessant. Wo steht das? Sowohl bei Tunzi als auch in den CD-Booklets der Double Features und der FTD steht Don Robertson nur mit "Piano + Organ" gelistet - also steht das auch so in den Session-Unterlagen. Dass er das Teil spielen konnte, steht außer Zweifel - siehe oben.

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22.01.2009 04:21 #716638 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf FTD-News

Nun ein weiterer Treppenwitz der Musikgeschichte: Dieser typische Slip-Note-Stil, der als Erfindung und Markenzeichen von Floyd Cramer gilt, stammt in Wahrheit von Don Robertson. Cramer hat ihn kopiert und ist damit weltberühmt geworden, z.B. durch seinen Hit "Last Date".

Hier das Original:

<!-- YOUTUBE begin --><div align="center"><object width="425" height="350"><param name="movie" value=" www.youtube.com/v/tPDobvAU0dE "> www.youtube.com/v/tPDobvAU0dE " type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350">



Hier sehen wir den Meister selber mit den grandiosen Statler-Brothers (von denen Elvis "Susan When She Tried" coverte), die eine der vielen Versionen dieses ursprünglichen Instrumental-Titels abliefern:

<!-- YOUTUBE begin --><div align="center"><object width="425" height="350"><param name="movie" value=" www.youtube.com/v/JzSXGsPj2nU "> www.youtube.com/v/JzSXGsPj2nU " type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350">



Wer den Song nachspielen will, der kann es hier lernen. Da sieht man auch sehr gut, wie die Slip-Note-Technik funktioniert, also immer den Ton oder Halbton (je nachdem) unter dem eigentlichen Ton kurz anschlagen und dann erst den richtigen Ton spielen. Sieht einfach aus, ist aber scheiße schwer, wenn man es richtig machen will. (Der Typ in dem Video spielt es leider nicht gut - daher bitte nicht nachmachen, sondern lieber ans Original halten!) Spielt man die Slip Note auch nur den Bruchteil einer Sekunde zu lang oder zu kurz, klingt es nicht mehr. Das ist echte Präzisionsarbeit.

<!-- YOUTUBE begin --><div align="center"><object width="425" height="350"><param name="movie" value=" www.youtube.com/v/I40EW6ARVBw "> www.youtube.com/v/I40EW6ARVBw " type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350">



Und hier dann die Statler Brothers mit "Susan When She Tried", der Vollständigkeit halber:

<!-- YOUTUBE begin --><div align="center"><object width="425" height="350"><param name="movie" value=" www.youtube.com/v/koBjOA0XnNI "> www.youtube.com/v/koBjOA0XnNI " type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350">

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22.01.2009 04:27 #716641 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf FTD-News

So war doch auch Nancy Sinatra die einzige, die das "Glück" hatte, mit einem Solo-Song, also ganz ohne Elvis' Mitgesang, auf einer Elvis-Platte vertreten zu sein.

Das hatte ganz klare strategische Gründe, denn Nancy war ja nicht nur Frankies Tochter, sondern zu dem Zeitpunkt selber enorm erfolgreich - auf jeden Fall angesagter als Elvis. Nach reinem Marktwert konnte also Nancy damals nicht froh sein, dass sie auf einem Elvis-Album vertreten war, sondern eher umgekehrt.

Auch hier wurde nichts dem Zufall überlassen, wie immer im Sinatra-Clan: "Your Groovy Self" wurde komponiert, produziert und arrangiert von Lee Hazlewood, mit dem Nancy ihre gesamten Erfolge der Zeit hatte. (Wobei ich beim Arrangement davon ausgehe, dass auch BIlly Strange seine gesegneten Finger im Spiel hatte.)

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22.01.2009 05:00 #716647 von Circle G
Circle G antwortete auf FTD-News

Interessant. Wo steht das?

Ich las das auf einer Seite im Internet, die sich auf Tunzis "Elvis Sessions" bezog, also die Angaben von dort übernommen hat. Mir scheint aber, dass sie die Auflistung aus einem der ersten beiden Bände haben und aus diesem Grunde die Angaben möglicherweise nicht mehr aktuell sind bzw. inzwischen korrigiert wurden. Dort stand: Piano/Electric + Piano/Celeste: Don Robertson

Bei "How Would You Like To Be" handelt es sich doch aber eindeutig um eine Celesta, oder? Warum dann in einem 90er Session-Buch das Celesta aufgeführt ist und in der aktuellen Ausgabe auf die Angabe verzichtet wurde, ist mir unklar. Waren die sich plötzlich nicht mehr sicher, wer da was gespielt hat? Wie kann sowas sein?

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22.01.2009 05:59 #716651 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf FTD-News

Bei "How Would You Like To Be" handelt es sich doch aber eindeutig um eine Celesta, oder?

Ja.

Warum dann in einem 90er Session-Buch das Celesta aufgeführt ist und in der aktuellen Ausgabe auf die Angabe verzichtet wurde, ist mir unklar. Waren die sich plötzlich nicht mehr sicher, wer da was gespielt hat? Wie kann sowas sein?

Indem man - wie so oft bei Elvis - über Musik nur Buch führt, sie verwaltet, statt sie aufmerksam zu hören. Dabei braucht man hier noch nicht einmal aufmerksam zuzuhören, da reicht ein halbes Ohr nebenbei, denn der kleine süße Klimperkasten brüllt einen bei dem Song ja förmlich an.

Die meisten Datenbank-Fehler, die seit Jahren durch die Elvis-Welt geistern und teils mit religiösem Eifer als "Fakten" verteidigt werden (mit der einzigen Begründung "das steht da so") wären vermeidbar, wenn sich jemand, der ein bisschen Ahnung von Musik hat, einfach mal nur die Platte anhören würde. Traurig wird's dann, wenn sich mal jemand den Kram anhört und es richtig stellt, dass dann immer noch an dem Mist festgehalten wird. Dabei kann sich das geschriebene Wort (sprich: der Autor) gehörig irren, die Aufnahme aber nicht. Die ist das einzige Dokument, das immer die Wahrheit sagt.

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22.01.2009 06:06 #716652 von Circle G
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Aber es muss doch einen Grund geben, warum Tunzi es im ersten Teil (oder zweiten) noch richtig dokumentiert und im dritten dann weglässt. Verstehe ich nicht :null:

Die einzige Erklärung wäre für mich, dass man sich plötzlich nicht mehr sicher war, wer die Celesta gespielt hat, denn dass sie gespielt wird, ist ja deutlich zu hören. Na ja ...

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22.01.2009 07:00 #716658 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf FTD-News

Aber es muss doch einen Grund geben, warum Tunzi es im ersten Teil (oder zweiten) noch richtig dokumentiert und im dritten dann weglässt. Verstehe ich nicht :null:

Dafür müsste man in der Tunzi-Erstauflage mal nachgucken, ob die Celesta da gelistet ist. Ich habe sie nicht. Kann einer aushelfen?

Die einzige Erklärung wäre für mich, dass man sich plötzlich nicht mehr sicher war, wer die Celesta gespielt hat, denn dass sie gespielt wird, ist ja deutlich zu hören. Na ja ...

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich da einer Gedanken drüber gemacht hat. Tunzi hat doch nur die Session-Unterlagen abgeschrieben und sich keine Gedanken gemacht, ob das stimmt. Es fehlen oft Instrumente, die man auf der Aufnahme deutlich hört. Dass die Celesta in den CD-Booklets fehlt, zeigt eher, dass sie nicht in den Unterlagen stand.

Zu einer ordentlichen Recherche hätte es gehört, mal bei Don Robertson nachzufragen. Der Mann lebt immerhin noch.

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