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Die große Soundtrack Revue
- Manhattoe
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Ich möchte nochmal anmerken, dass ich finde, dass KISSIN' COUSINS hart rockT und längst nicht so schlecht ist, wie er immer gemacht wird. Ich reisse in der Betrachtung dann aber auch eine BAREFOOT BALLAD nicht aus dem Kontext. Für mich ist das ein heiter beschwingter Film aus der ersten Hälfte der 60er und irgendwo spiegelt er in seiner naiven Art auch ein Stück Zeitgeschichte und Lebensgefühl der damaligen Zeit wieder. Aus heutiger Sicht mag das altbacken wirken, aber es war damals Unterhaltung und man hat sich amüsiert, so wie man sich hierzulande z.B. über den Grafen Bobby begeisterte. Die Songs mögen keine Meisterwerke sein, aber der King machte das, was er am besten konnte: Er nutzte seine größte Gabe, nämlich seine Stimme und verwandelte einfache Produktionen aus der Schnellpresse der Songschreiber in etwas eigenes. Ich mag "Gold In The Mountains", "One Boy Two Little Girls", "Once Is Enough", "Catchin' On fast" u.a. Songs aus diesem Film, aber das bleibt wie immer Geschmackssache und über den läßt sich bekanntlich prima streiten ...
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- Taniolo
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Teilweise gebe ich Dir Recht, mein lieber Manhattoe, teilweise aber muss ich Dir bestätigen, dass Du genau das machst, was Du eigentlich zu kritisieren versuchst: Du sagst zwar ganz richtig, dass man mit der Kontextanalyse jeden Bockmist erklären kann, schaffst Dir aber nach meinem Empfinden im Verlaufe Deiner Erläuterungen, um genau das Gegenteil zu beweisen.
Tatsächlich läßt sich der Wert des Filmes "kisin' Cousins" imho einzig und allein über den Unterhaltungswert für jeden Einzelnen bestimmen.
Zweifelsohne ist es Unterhaltung der leichtesten Art. Zweifellos steckt kein grösserer Sinn dahinter als jener, mit einem Movie plus angeschlossenem Soundtrack Geld zu verdienen.
Wenn ich von "Kontext" spreche meine ich weniger den Zusammenhang zwischen damals aktuellem Zeitgeschehen und disem Filmwerk, sondern beziehe mich unter der bereits oben getroffenen Prämisse, dass es sich hier um einen simplen Unterhaltungsfilm für relativ wenig Geld (rechnet man mal Elvis' gage weg) und mit kurzer Drehzeitdauer handelt, auf den inneren Zusammenhng zwischen Filmgeschehen und -handlung und den dazugehörigen Liedern. Ich will gar nicht leugnen, dass Elvis es bereits vorher wusste, dass es ein Soundtrack-Album geben wird,
Man darf dabei auch nicht vergessen, dass Elvis' Spielfilme keineswegs als ein Symbol seines Schaffenswerkes stehen. Man ist sich heute i. allg. darüber einig, dass die Hollywood-Zeit (zumindest der 60er Jahre) aus dem Gesichtspunkt des künstlerischen Aspekts einfach verschwendete Mühe und Zeit darstellt. abei sollte man im Auge behalten, dass Elvis' auch nicht 5 Spielfilme wie die Beatles gedreht hat, sondern 31.
Selbstverständlich kann man sich schnell in Spekulationen verlaufen, aber ich will das einmal an zwei solcher Beispiele erläutern. Erstens: Hätte Elvis auch nur 5 Filme runtergedreht (und zwar die ersten 5
Nun will ich keineswegs den Bockmist von Elvis im (spekulativen) Vergleich mit anderen Künstlern schmälern, sondern lediglich damit sagen, dass heutzutage (und damals) ein grosser Prozentsatz von dem, was produuziert wird, vom "Geschäft" bestimmt wird. Wer sich dem verschliesst, geht über kurz oder lang unter. Ausnahmen bestätigen die Regel und selbst wenn man diese Ausnahmen im Detail betrachtet, wird man etliche Kritikpunkte finden, die eben nicht so sind, wie sie auf den ersten Blick gerne dargestellt werden.
Zurück zu "Kissin' Cousins" bedeutet das für mich: Ich sehe den Film ganz gerne. Für mich ist er pure Unterhaltung. Einem Nicht-Elvis-Fan darf man ihn heute wohl nicht mehr zumuten. ich würde mich jedenfalls hüten, ihn einem meiner Nicht-Elvis-Fan-Freunden zu zeigen.
Auch dass Elvis was den Unterhaltungswert angeht mit "Kissin' Cousins" bestenfalls Durschnittskost bietet, stört mich nicht.Schliesslich sehe ich mir den Film in erster Linie nicht an, um seicht zu unterhalten zu werden, sondern weil ich Elvis gut finde.
Das Herz, dass für Elvis schlägt, wünscht sich heute sogar, dass es meinethalben doppelt so viele Filme hätten sein können ... nur um ein Stück mehr Elvis zu haben, während der Verstand zur gleichen Zeit die Anzahl aber am liebsten auf weniger als die Hälfte reduzieren will und sei es nur um den etlichen Biographienschreibern einfach die Munition zu nehmen, die liebend gerne über Elvis' Hollywoodzeit herziehen.
Achja: Ich bin ein guter Elvis-Fan! <span style='font-size:7pt;line-height:100%'>Auch wenn ich eine miserable Tastaur habe.</span>
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- ManInBlack
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Um es zusammenzufassen:
Manhattoe mag den Film nicht, Taniolo aber schon (vermutlich wegen der zahlreichen Mädels). Richtig?
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- Taniolo
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NEIN! Wegen Elvis.Was für ein Gesülze...
Um es zusammenzufassen:
Manhattoe mag den Film nicht, Taniolo aber schon (vermutlich wegen der zahlreichen Mädels). Richtig?
Ich bin soweit Realist, dass ich weiss, dass selbst die im Film auftauchenden jüngsten Mädels heute nicht mehr das frischeste Fleisch besitzen. Aber ich bin ja auch kein Aria-Giovana-Hochglanzfotos-Voyeur.
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Was ist denn bitte jetzt los?!? "Did they get you to trade you heros for ghosts??" :angry:Tatsächlich läßt sich der Wert des Filmes "kisin' Cousins" imho einzig und allein über den Unterhaltungswert für jeden Einzelnen bestimmen.
Zweifelsohne ist es Unterhaltung der leichtesten Art. Zweifellos steckt kein grösserer Sinn dahinter als jener, mit einem Movie plus angeschlossenem Soundtrack Geld zu verdienen.
Ich frage mich gerade, was wohl der Beweggrund war, "Tage des Donners", "Cocktail" oder "E-M@ail für Dich" zu drehen ...? :null:
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- Taniolo
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Allerdings sang Tom Cruise in "Tage des Donners" oder "Cocktail" nicht selbst. Ich denke, da können wir sagen: Zum Glück!
Der Film "Ghost" war mit Patrik Swayzee.
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- Manhattoe
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Nein, das hast Du total falsch verstanden.Was für ein Gesülze...
Um es zusammenzufassen:
Manhattoe mag den Film nicht, Taniolo aber schon (vermutlich wegen der zahlreichen Mädels). Richtig?
Macht ja nix, MIB. War ja auch viel Text, und gerade bei Tannys Gegenkommentar muss den Kontext kennen, um den Sinn hinter seinen Zeilen zu verstehen.
KITTTTII IHAAA A A A W W W K S ...
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- Manhattoe
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Der mangelnde Erfolg des Speedway-Albums in den Charts (nur Platz 82) machte deutlich, dass Elvis neue Wege gehen musste, wenn er sich sein Publikum erhalten wollte. Anscheinend war es 1967 mit der Geduld der Fans vorbei, das Format der Filme und der Soundtracks war verbraucht. Zuvor war der Soundtrack für Easy Come, Easy Go noch schlimmer gefloppt (keine Chartplatzierung, aber das lag auch am EP-Format). Kurioserweise hatten die Fans noch zwei/drei jahre zuvor viel schlechtere Filmalben gekauft (imho), die allerdings halbwegs respektable Chartplatzierungen erreicht hatten (Girl Happy #8, Harum Scarum #8, Frankie and Johnny #15, Paradise Hawaiian Style #15). So schlecht wie die Chartplatzierung und die mageren Verkaufszahlen vermuten lassen, ist das Speedway-Album m.E. allerdings nicht.
Mit dem Titelsong <span style='color:black'>Speedway</span> geht es auch gleich gut los. Der Song hat Drive und der Sound mit Hall verleiht ihm eine etwas funkige Atmosphäre. Die Titelsongs für Elvis Filme sind selten schlecht gewesen, und <span style='color:black'>Speedway</span> macht da wahrlich keine Ausnahme. Ein flotter Refrain und ein recht grooviger Sound im Hintergrund. Der extended jam des Masters auf den Complete Spinout Sessions (bzw. Celluloid Rock) weiß übrigens besonders gut zu gefallen.
Richtig Gas gibt Elvis dann bei einem der drei wirklich guten Songs des Albums: <span style='color:black'>There ain’t nothing like a song</span>. Der Titel war bereits für Spinout geplant, wurde aber abgelehnt (von wem eigentlich?). Das kurze harte Schlagzeugintro und die fetten Baritonesaxophone sind wie eine Fanfare für einen der rockigsten Elvis-Filmsongs der 60er: When you that's it boy, I’m finally beat/ You're goin’ ninety miles an hour down a dead end street. Einfach gut. Elvis hat Biss und er rockt die Zeilen einfach überzeugend raus. Ein weiteres Plus ist ein fetziges Gitarrenintermezzo (Solo wäre wohl zuviel gesagt), auf der negativen Seite fällt allerdings das überflüssige Gequake von Nancy Sinatra auf.
<span style='color:black'>Your time hasn’t come yet, baby</span> ist nicht gerade das, was ich unter einem guten Song verstehe, aber unter Elvis Celluloid-Kinderliedchen ist dies eines der erträglichsten. Das Arrangement ist recht nett, und außerdem ist das Geträller ja auch nicht mal 2 min lang.
<span style='color:black'>Who are you?</span> lässt den Babytimesong aber schnell vergessen. Elvis bietet hier eine ultra-smoothe Ballade, die durch ein warmes late night-Arrangement und ein schmelziges Saxofon zu überzeugen weiß. Elvis macht da bei diesem Lounge-Ausflug sehr ordentlich mit, zumindest ist der Abstecher in die Jazzperipherie deutlich besser gelungen als bei <span style='color:black'>City by night</span> in Double Trouble. Für Live a Little, Love a Little sollte Elvis noch einen Song dieser Sorte aufnehmen, und zwar <span style='color:black'>Almost in love</span>, den ich ganz besonders gerne mag.
<span style='color:black'>He’s your uncle, not your dad</span> ist ein humorvoller "Protest"song, bei dem das Lachen, ja sogar das Schmunzeln, aber leider ausbleibt. Ein paar Wortspiele hier und da, aber na und? Wenn mir der Sinn nach Wortwitz steht, lese ich ein Gedicht von Ringelnatz. Wenn ich gute Musik hören will, lege ich eine Elvis-Scheibe ein, aber diesen alberne Liedchen überspringe ich sofort. <span style='color:black'>He’s your uncle, not your dad</span> ist der Tiefpunkt des Speedway-Albums.
<span style='color:black'>Let yourself go</span> hingegen ist ein weiterer Kracher. Wann hat man zuletzt einen so groovigen Song in einem Elvis-Film gehört? Sicher hatte es in Easy Come, Easy Go und Clambake Versuche in diese Richtung gegeben, aber keiner gelang so gut wie dieser. Und wie schon bei <span style='color:black'>There ain’t nothing like a song</span> gibt Elvis zwar nicht sein Bestes, aber doch eine ganze Menge. Elvis und die Mundharmonika im Hintergrund verleihen dem Song ein gutes Bluesfeeling, aber auch der funkige Touch und der hartrockende Rhtyhmus kommen einfach gut. Welches großes Potential in dem Song steckte, sollte Elvis allerdings erst ein jahr später zeigen, als er <span style='color:black'>Let yourself go</span> für das TV Special erneut aufnahm.
Von diesem Wachmacher sackt der Soundtrack in die müden Triefschafgefilde von <span style='color:black'>Five sleepy heads</span> ab. Zweifellos gibt es schlimmere Kinderlieder vom King, aber das steigert den Hörgenuss hier auch nicht. Gut gefallen mir hier allerdings wie schon bei <span style='color:black'>Your time hasn’t come yet, baby</span> die open strings, allerdings helfen die mir auch nicht dabei, die Ohren offen zu halten. Naja, nach spätestens eineinhalb Minuten übermannt einen einfach der Schlaf, so dass man nicht allzulange hinhören muss. (Kommt der Song eigentlich im Film vor? Ich habe den Streifen das letzte Mal vor ca. 20 Jahren gesehen und kann mich nicht erinnern. Möglicherweise bin ich eingepennt).
<span style='color:black'>Suppose</span> war bereits für Easy Come, Easy Go geschrieben wurden, kam aber nicht in die Setlist. Elvis mochte den Song und spielte ihn zunächst privat mit Charlie Hodge ein, eine Version die Felton Jarvis im März 1967 mit overdubs versah. Für Speedway wurde der Song erneut aufgenommen, aber das Schicksal meinte es wieder nicht gut mit ihm, denn er wurde leider aus dem Film herausgeschnitten. Wirklich schade, denn dieses feine Liebeslied kommt keineswegs schmalzig daher: eine geradeliniger, etwas poetisch angehauchter Love Song mit einem Schuss Melancholie. Mir gefällt's.
Ihr ahnt es schon, mir gefällt dere ganze Speedway-Soundtrack ziemlich gut. <span style='color:black'>There ain’t nothing like a song</span> und <span style='color:black'>Let yourself go</span> sind zwei gute Filmfetzer, was auch mit Abstrichen für den Titelsong gilt. <span style='color:black'>Who are you</span> und <span style='color:black'>Suppose</span> sind zwei überdurchschnittlich gute movie ballads. Der gute Eindruck wird allerdings durch <span style='color:black'>Your time hasn't come yet, baby</span> und <span style='color:black'>Five sleepy heads</span> und insbesondere durch <span style='color:black'>He’s your uncle, not your dad</span> getrübt.
Wie ich schon über den Spinout-Soundtrack schrieb, glaube ich auch hier in Ansätzen den Elvis zu hören, der sich im Juni 1968 durch das Set in Burbank röhren sollte.
Just keep a smile right on your face
Don't let 'em get you down
When you wake up tomorrow
The world is spinnin' round
…
There ain't nothing like a song.
Yep!
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(Kommt der Song eigentlich im Film vor? Ich habe den Streifen das letzte Mal vor ca. 20 Jahren gesehen und kann mich nicht erinnern.
<span style='color:yellow'>Möglicherweise bin ich eingepennt</span>).
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Das stimmt wohl.Ich persönlich LIEBE "Blue Hawaii" (...)
Natürlich ist der Film handlungstechnisch ziemlich dünn, aber er enthält viele feine Lieder und einen coolen Elvis im Hawaiihemd und mit Ukulele. Solche Leute sind immer sehr schwul!
Wann geht es hier weiter?
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