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10.03.2010 01:15 #773280 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Neue Box

Für Historiker sind solche Aufnahmen von großem Wert.

Nein. Diese Aufnahmen haben nur einen Wert für anspruchslose Hardcore-Elvis-Freaks mit schlechten Ohren und einem noch schlechteren Musikgeschmack.

KEIN Historiker hört aus beruflichen Gründen 76er Soundboards von Elvis. Auch kein Musikhistoriker, denn für einen solchen ist die gesamte Popmusik nur eine Randnotiz, die in einem Halbsatz abgehandelt wird, wenn überhaupt. Ein Popmusik-Historiker könnte vielleicht zwei Sätze für Elvis übrig haben. Mehr nicht, denn er hat musikalisch rein gar nichts bewegt, er war nur ein Wirtschafts- und Kultur-Phänomen. Und selbst wenn man einen Popmusik-Historiker fände, der wirklich viel für Elvis übrig hat, dann reichen dem eine Handvoll Songs aus den 50ern. KEIN NORMALER MENSCH MIT EINEM FUNKEN INTELLIGENZ UND MUSIKALISCHEM SACHVERSTAND braucht 76er Soundboards. KEINER!

Lös dich also vom Gedanken, das ein Toter noch ewig als Geldmaschine für alle möglichen und unmöglichen Leute herhalten soll.

Es geht hier nicht um einen Toten, sondern um äußerst lebendige Rechtsgüter. Das hat mit Elvis rein gar nichts zu tun. Rechte an einer immateriellen Sache wie einer geistigen Schöpfung haben den gleichen Wert wie das Eigentum an einer materiellen Sache wie einem Haus. Glücklicherweise werden damit Menschen, die eben nicht mit ihren Händen arbeiten, sondern mit ihrem Kopf, genauso geschützt wie die anderen.

Weil die einen das privat machen, die anderen für die Öffentlichkeit. Das ist der Unterschied. Der Musiker kann ja gern ein Lied privat schreiben und das ein Leben lang behalten und dann seiner Familie weiterreichen. Wird sich niemand dran stören. Außerdem haben die es sowieso von Anfang an mit dem Tag der Veröffentlichung. Ich weiß, du stellst auf das Eigentum und Vermögenswerte ab. Der Unterschied ist, das die einen keinen Einfluß auf die Marktpreise bei Imobilien haben, die anderen aber die Preise diktieren. Und das hat endlich aufgehört.

Es wird immer Leute geben, die Preise diktieren oder es zumindest versuchen. Man kann das aber nicht ändern durch Enteignung und Abschaffung von Privateigentum. Wir wissen ja alle, wie das endet.

Du meinst Lauschangriffe? Bei Aldi, Edeka und Co.? Löhne ohne Tarif, Ausbeuterarbeitgeber? 5 Millionen Arbeitslose? 1 Million-400-E-Jobber? Keine Kindergartenplätze für Kinder ? Ackermann, Zumwinkel, und Mannesmann-Esser? Hypo-Real-Estate, Commerzbank? Millionenabfindungen, Milliardengräber, ganz ohne rechtliche Konsequenz? Falschberatungen ohne rechtliche Konsequenz? Beschimpfungen von Hartz4-Empfängern durch Westerwelle der den "hart arbeitenden Frühaufsteher" predigt, selbst aber mit seinem Lebensgefährten Vetternwirtschaft und Lobbyismus lebt? Du meinst die Barschel-Affaire, die Flick-Affaire in die Fridrichs und Lambdsdorff verwickelt waren, die Starfighter-Affaire, die Spiegel-Beschattungsaffaire durch die deutsche Justiz, die Zwick-Affaire, oder ganz neu die "Rent-A-Rüttgers" Sponsoring Affaire? Du meinst Manfregd Kanther der als Ex-Innenminister auf der Anklagebank saß? Du meinst Schäubles verschwundene 100 000 Euro? Du meinst Lügilanti? Du meinst unseren "brutalsmöglichen" Aufklärer, Koch? Du meinst unseren Volksverhetzer Rüttgers (schon wieder Rüttgers), weil der Deutsche früh aufsteht und der Rumäne bis Mittag pennt? Du meinst den Rechtsstaat, in dem sich JAHRZEHNTE Kirchenperverse jeglicher Coloeur an ihren Schützlingen vegehen können (als 1. Skandal), und eine Strafverfolgung Pusteblume ist (als 2. Skandal)?
DEN "Rechts"-staat habe ich schon lange zur Kenntnis genommen.

Genau den Rechtsstaat meine ich. Auf den bin ich stolz. Und zwar weil Du die Freiheit hast, all das hier öffentlich zu sagen, ohne morgen früh von Männern in billigen Trenchcoats abgeholt zu werden und in einem dreckigen Stasi-Knast gefoltert, in den Arsch gefickt und anschließend erschossen zu werden. Und weil Du, wenn Dir all das nicht passt, jederzeit das Land verlassen kannst, ohne an der Grenze abgeknallt zu werden.

Ich bin aber auch keine öffentliche Person, um zum Thema zu kommen. Ich habe das Recht darauf. Ein Musiker aber nicht. Das hat die Rechtsprechung eindeutig bestätigt.

Nein, die Rechtssprechung hat genau das nicht bestätigt. Oder ist Dir das Grundsatzurteil, das Prinzessin Caroline von Monaco gegen die BUNTE erwirkt hat, zufällig entgangen? Dann informier Dich mal! Vor allem muss ein Musiker nicht hinnehmen, dass seine Darbietungen unerlaubt mitgeschnitten und veröffentlicht werden.

Enteignet hat man nicht IN der DDR, sondern danach.

Genau. Und die Juden wurden auch erst nach 1945 vergast, nicht wahr? Ich glaube echt, Du tickst nicht mehr sauber! :noldno:

Aktuell aber werden Rechte übertragen ohne Leistung. Es geht rein um die Verwertung, um die Geldgewinnung. Eine Person kassiert Geld, ohne dafür eine Leistung erbracht zu haben. Wo gibts denn sowas?

Überall auf der Welt. Das nennt sich Erbrecht. Ansonsten sind Urheberrechte nämlich nicht übertragbar.

Da kommt wieder das typische der Musikindustrie zum Vorschein: Sie bestimmt den Preis. Nicht etwa der Markt.

Die Nachfrage bestimmt den Preis, sonst bleibt die Musikindustrie auf ihrem Scheiß sitzen. Und kaum eine andere Branche ist in den letzten Jahren so hart für ihre Fehler bestraft worden wie diese.

Das stimmt. Ein Porsche unterliegt aber den Gesetzen des Marktes. Er muss eine gewisse Qualität bringen zu einem bezahlbaren Preis. Er steht in Konkurrenz zu anderen Wagen gleicher technischer Merkmale. Bringt er das nicht, ist er weg vom Markt. Leute wie Bushido oder DJ Ötzi sind aber immer noch da.

Zu Recht, denn sie haben ihr Publikum, für das sie einen Wert haben. Wie Du schon sagtest: Der Markt bestimmt den Wert, daher heißt es Marktwert.

In der Musikindustrie ist das anders. Dort legt die Plattenfirma monopolistisch den Preis fest. Handelt hohe Summen für den Verkauf aus. Dieser Preis wurde jahrelang an den Endverbraucher weitergegeben. Da habe ich nicht die Wahl gehabt, nach der gleichen CD zu schauen ob es die billiger gibt. Da hatte ich nur die Wahl, kaufen oder nicht kaufen. Die Preisunterschiede waren Makulatur auf insgesamt überhöhtem Niveau. Weil jeder in dieser mafiösen Struktur an diesem Handelsweg Geld verdiente zahlte man als Endverbraucher weit überhöhte Preise. Jetzt hat sich das Gott sei Dank geändert. Jetzt fällt diese ganze aufgeblähte Vertriebsstruktur immer mehr weg, der Künstler muss seine Zuhörer überzeugen, gut zu sein, sonst wird er eben nicht bezahlt.

Es wäre schön, wenn es so wäre, ist aber nicht so, denn es gibt einen entscheidenden Haken: Das Marketing. Du kannst die beste Platte der Welt machen und in den Laden stellen, die kauft aber keine Sau, weil keiner was davon weiß. Wenn heute ein neuer Act am Markt platziert werden soll, dann kostet die Produktion des Albums zwar nur ein Taschengeld, aber für Werbung muss eine Million hingelegt werden, ansonsten hat der keine Chance, weil einfach niemand von ihm erfährt. (Bitte jetzt nicht mit den paar Gegenbeispielen ankommen, die es über Eigenvermarktung im Internet geschafft haben, das waren Zufallsprodukte in einem Nischmarkt.)

Musik ist Weltkulturerbe, und keine Veranstaltung allein für reiche Schnösel die vielleicht nichtmal wissen was sie da hören.

Falsch. Als die "reichen Schnösel" sich noch der Förderung der schönen Künste gewidmet haben, entstand das, was man heute Weltkulturerbe nennt. Glaub bloß nicht, dass die Popmusik dazugehört. Sie ist kein Weltkulturerbe, sondern ein reines Konsumgut.

Außerdem ist das auch nicht wahr. Fast alle künstlerisch kreativen Menschen kamen nie aus gehobenen Schichten, sondern diese Kreativität entsteht allzu oft in armen und bitterarmen Verhältnissen.

Ja, beim Tanz um die brennenden Mülltonnen.

Von einer dekadenten Oberschicht. Die ihre Sklaven dafür Arbeiten ließen, damit sie ihre "kultivierte Minderheit" ohne Leistungserbringung pflegen konnte. Hartz4-Empfänger in der Oberschicht, sozusagen.

Zugegebenermaßen, für die arme Landbevölkerung war das keine schöne Zeit. Für die Kultur aber sehr wohl. Alle bedeutenden Kunstwerke und Kulturgüter der Menschheit sind unter genau diesen Umständen entstanden.

Durch die modernen Medien hat jeder die Wahl, alles hören zu können, was er hören will. Die Auswahl trifft aber immer noch jeder selbst.

Eben nicht. Es ist eine Scheinwahl. Du hörst die Musik, von der man will, dass Du sie hörst. Vielleicht gibt es viel bessere, von der Du aber nie erfährst.

Niemand kann aber abschätzen, ob nicht ein Musikgenie irgendwo auf der Welt heranwächst, weil er beispielsweise durch Elvis inspiriert wurde, und das nur deshalb, weil er ihn kostenlos auf Youtube hören und sehen kann. Diese Person hat sich vorher vielleicht nie ein Elvis Album leisten können. Ich finde das fantastisch.

Nun bleib mal auf dem Teppich. Vielleicht wächst ein Musikgenie heran, weil es auf YouTube Karajan beim Dirigieren von Beethovens Neunter zugesehen hat. Von Elvis' Videos werden erfahrungsgemäß doch fast ausschließlich unmusikalische Volldeppen inspiriert.

Musik die ich teuer gekauft habe dudelt erst Recht den ganzen Tag im Hintergrund weil ich ja schließlich was für Geld hören will.

Das ist eben das Problem. Wenn man jeden Tag sein Leibgericht isst, kann man es irgendwann auch nicht mehr sehen. Die Dosis macht's. Ich höre z.B. nur 1-2mal im Monat Elvis. Dafür ist es dann auch wieder etwas besonderes für mich.

Ich kenne Leute (vom HörenSagen), die laden sich mp3-Stücke runter und hören die monatelang nicht ab, weil sie vor lauter runterladen gar keine Zeit dazu haben.

So Leute kenne ich ebenfalls . Daher bin ich auch für eine strenge Limitierung und gnadenlose Verteuerung von Musik: Hätten diese Leute nur eine einzige CD zuhause, für die sie ein Jahr hätten hart sparen müssen, dann wüssten sie die auch zu schätzen.

Ich hoffe mein Beitrag kommt nicht allzu falsch bei dir an MW. Ich meine es schon ernst, aber auch nicht bitterernst.

Me too. :devil:

Ich sehe die Seite des Musikers - wäre ich Musiker wäre ich natürlich Fan der GEMA-, aber auch die Seite des Verbrauchers.

Ich bin kein Fan der GEMA, absolut nicht. Oder sagen wir mal so: Wäre sie korrekt aufgezogen, wäre sie super. Aber so, wie das da jetzt läuft, könnte man nur noch kotzen. Das ist ein Scheißladen, wo sich eine Handvoll Tattergreise, die irgendwann mal ein paar Schlagerliedchen geschrieben haben, die Taschen sowas von voll machen, dass es pervers ist, während der Rest mit Almosen abgespeist wird. Und das alles aufgrund eines äußerst fragwürdigen und wahrscheinlich sogar satzungswidrigen Beschlusses. Aber das ist ein anderes Thema...

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10.03.2010 08:32 #773292 von User gelöscht
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10.03.2010 09:07 #773297 von User gelöscht
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Okay, aber ist doch Latte, oder? Macht es schließlich nicht besser...

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10.03.2010 09:26 #773299 von Nuts4977
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Ich bin kein Fan der GEMA, absolut nicht. Oder sagen wir mal so: Wäre sie korrekt aufgezogen, wäre sie super. Aber so, wie das da jetzt läuft, könnte man nur noch kotzen. Das ist ein Scheißladen, wo sich eine Handvoll Tattergreise, die irgendwann mal ein paar Schlagerliedchen geschrieben haben, die Taschen sowas von voll machen, dass es pervers ist, während der Rest mit Almosen abgespeist wird. Und das alles aufgrund eines äußerst fragwürdigen und wahrscheinlich sogar satzungswidrigen Beschlusses. Aber das ist ein anderes Thema...

Ist zwar vollkommen OT, aber interessiert mich.
Bisher sagte mir mein Rechtsverständnis, dass jeder Song gleichermaßen GEMA Gebühren hervorbringt. Ist es also so, dass ältere Songs, oder Songs die besser plaziert waren mehr kosten?
Können wir auch gerne in nem anderen Thread erörtern, falls es hier stört.

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10.03.2010 09:52 #773301 von User gelöscht
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Bisher sagte mir mein Rechtsverständnis, dass jeder Song gleichermaßen GEMA Gebühren hervorbringt.

Grundsätzlich ist das so.

Nun ist das Problem, dass oftmals GEMA-Gebühren gezahlt werden, ohne dass klar ist, welche Songs genau gespielt wurden. Zum Beispiel ein DJ in einer Disco oder auf einer Veranstaltung, oder eine Band auf einem Straßenfest. Da gibt erfahrungsgemäß kein Mensch eine genaue Songfolge ab, in der jeder Song samt Komponist gelistet ist, damit auch alle korrekt ihr Geld kriegen. Trotzdem müssen die Veranstalter GEMA zahlen. Wohin aber jetzt mit dem Geld, wenn man doch gar nicht weiß, wessen Werke da gespielt wurden?

In der Hoffnung, das jetzt korrekt wiederzugeben, wie ich es der Fachpresse entnommen habe: Vor einigen Jahren hat der Vorstand der GEMA dafür eine "Lösung" gefunden, nämlich dass dieses Geld an Komponisten bestimmter "Evergreens" verteilt wird, von denen man ausgeht, dass sie häufiger mal gespielt werden als andere, neuere Titel. Die Nutznießer dieser Regelung sind aber nicht etwa Herren wie Paul McCartney, Phil Collins oder Elton John, deren Klassiker fast immer und überall stattfinden, sondern zufälligerweise jene ältere Schlagerkomponisten, die bei der Beschlussfassung im GEMA-Vorstand saßen. Genau jene Songs waren in diesem "Katalog", die heutzutage eher nicht mehr in Discos oder auf Straßenfesten gespielt werden. Und rein zufällig wurde dieser Beschluss an der Mitgliederversammlung vorbei vom Vorstand gefasst.

Nun gibt es innerhalb der GEMA, besonders unter den jungen Komponisten, zunehmend Unmut über diese doch sehr sonderbare "Regelung", da laufen Antragsverfahren, da wird heiß diskutiert, es fielen Wörter wie "Selbstbedienungsladen". Um sich mal eine Vorstellung von den Dimensionen zu machen: Es geht dabei nicht etwa um Peanuts, sondern um mehrere hundert Millionen. Wie ich es schon öfters betont habe: Mit Urheberrechten wird Kasse gemacht, nicht mit Singsang.

Ist es also so, dass ältere Songs, oder Songs die besser plaziert waren mehr kosten?

Nein. Man bezahlt bei der GEMA nicht pro Song. Bei Live-Veranstaltungen ist es z.B. so, dass die GEMA-Gebühren sich mit irgendeiner obskuren Formel aus Faktoren wie Raumgröße, Zuschauerzahl, Konzertdauer und Eintrittspreis berechnen. Das alles muss man zumindest bei der Anmeldung angeben. Wie es bei Radio und Fernsehen ist, weiß ich nicht, das ist nicht meine Baustelle, ich komme bekanntlich aus dem Veranstaltungssektor, aber beim Rundfunk hat es meines Wissens etwas mit der Reichweite zu tun.

Allerdings unterscheidet die GEMA bei der Verteilung von Tantiemen nach U- und E-Musik. U-Musik hat nach deren Auffassung keinen großen kulturellen und schöpferischen Wert, daher bekommen Komponisten von Popmusik nur einen lächerlichen Bruchteil, verglichen mit Komponisten von E-Musik, also "ernster" Musik. Da jedoch die Schöpfer der populärsten und meistgespielten Werke dieses Genres schon länger als 70 Jahre tot sind, verteilt sich hier ein ziemliche Batzen Kohle auf einen recht überschaubaren Personenkreis. Eine Verteilung, die nicht der musikalischen Wirklichkeit unseres Kulturkreises entspricht. So kann es gut sein, dass ein unbekannter Komponist, der eine Sinfonie gschrieben hat, die einmal vor einem nur mit subventionierten Zuschauern besetzten Saal gespielt wird, mehr verdient als jemand, der einen echten Hit in den Pop-Charts hatte.

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10.03.2010 10:01 #773302 von Nuts4977
Nuts4977 antwortete auf Neue Box

Herren wie Paul McCartney, Phil Collins oder Elton John, deren Klassiker fast immer und überall stattfinden, sondern zufälligerweise jene ältere Schlagerkomponisten, die bei der Beschlussfassung im GEMA-Vorstand saßen.

Das ist nun ein Schurkenstreich der Dritten Art. Und alle anderen haben sich verarschen lassen wie mir scheint. :lach2:

Vielen Dank für die Erklärung. Da kann ich Dir nur zustimmen, das die GEMA Richtlinien mal gründlich überarbeitet gehören.

Im übrigen dachte ich, es wird genau gelistet was gespielt wurde von einer Band. Zumindest hab ich das bei Freunden mitbekommen, das einer immer die Listen schreiben mußte. Hat da dann bissl gemogelt um noch einen durch Krankheit ausgeschiedenes Mitglied etwas zu unterstützen. ;)

Oder war das generelle auf eben Disko und Co gemünzt, wo nur Musik vom Band kommt?

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10.03.2010 10:16 #773304 von User gelöscht
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Das ist nun ein Schurkenstreich der Dritten Art. Und alle anderen haben sich verarschen lassen wie mir scheint.

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10.03.2010 10:20 #773306 von Nuts4977
Nuts4977 antwortete auf Neue Box
Wozu gibt es denn Songlisten? Es werden ja nu genaue Abläufe geschrieben und sich nicht die Lieder so zugeworfen. Da ist es nunmal eine Fleissarbeit das ganze abzuschreiben. Die Band die ich kenne hat über 200 Auftritte im Jahr und spielt um die 3h am Abend und macht es. Liegt aber natürlich an jedem selber.

Was Disco und Schützenfest angeht sehe ich es allerdings ein.

Im übrigen Herr MW, machen sie mal Nachrichtenspeicher frei, hab ne OT Frage ;)

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10.03.2010 10:28 #773307 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Neue Box

Die Band die ich kenne hat über 200 Auftritte im Jahr und spielt um die 3h am Abend und macht es. Liegt aber natürlich an jedem selber.

Das ist dann wahrscheinlich eine Band, die ein festes Set spielt. Oder sie spielen sogar selbst komponierte Songs und haben daher ein erhöhtes Interesse daran, eine Songfolge einzureichen.

Wir hatten damals hunderte von Songs im Repertoire, vieles haben wir sogar auf Zuruf gespielt, teilweise ohne es zu kennen. Dazu viele Künstlerbegleitungen, wo wir einfach die Noten hingeknallt bekamen und ab dafür. Da wusste ich schon um Mitternacht nicht mehr, was ich um 23 Uhr gespielt hatte.

Und selbst wenn man die Songfolgen abgibt, schickt ein Großteil der Veranstalter die gar nicht ein. Die ärgern sich schon genug über die GEMA-Gebühren, da haben sie wenig Lust, auch noch diese Songfolge in einen DIN-A4-Umschlag einzutüten und auf ihre Kosten in die Post zu geben, nur damit Paul McCartney nochmal ein paar Cent für "Yesterday" einsacken kann.

Im übrigen Herr MW, machen sie mal Nachrichtenspeicher frei, hab ne OT Frage

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10.03.2010 10:31 #773308 von Nuts4977
Nuts4977 antwortete auf Neue Box

Oder sie spielen sogar selbst komponierte Songs und haben daher ein erhöhtes Interesse daran, eine Songfolge einzureichen.

Da liegt der Hase begraben!

Macht es für den Veranstallter also keinen finanziellen Unterschied ob er die Liste abgibt oder sagt 3h Musik und gut?

Doof ist natürlich, dass eben neben einer Band die 3h spielt und ggf Liste abgibt noch vor und nachgeplänkel von CD läuft, was sie nicht auch noch aufschreiben wollen/werden.

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