Neue FTD: Lieber Jailhouse Rock Session

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01.03.2007 22:14 #564093 von Kai

Da bin ich genau gegenteiliger Ansicht.

Ich denke immer das Elvis in die Rock n' Roll - Szene so reingeschlittert ist und dann versucht hat das Beste daraus zu machen. Er wollte ja unbedingt weiterkommen. Kann man vielleicht auch mit Stars vergleichen die in einer Boygroup anfangen und sich später aus eigender Kraft lösen wenn sie einen Bekanntheitsgrad haben. Es ist ihnen dann erst möglich ihr wahres ich zu präsentieren. Bei Elvis war es wohl so ähnlich, nur fehlte es ihm immer an Kraft und Mut zum wirklichen "Ausbruch". Am ehrsten gelang das sicher 1969. Elvis hat sich in den Jahren 69-75 sehr viel mehr entfaltet als alle Jahre zuvor. Als er um 1970 von Reportern gefragt wurde ob er denn seine alten Songs manchmal höre lachte Elvis und bemerkte das sich der Sound doch sehr verbessert habe und die alten Sachen nach zu viel Hall klingen. Das mal am Rande.. :clown:

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01.03.2007 22:18 #564095 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Neue FTD: Lieber Jailhouse Rock Session

Als er um 1970 von Reportern gefragt wurde ob er denn seine alten Songs manchmal höre lachte Elvis und bemerkte das sich der Sound doch sehr verbessert habe und die alten Sachen nach zu viel Hall klingen. Das mal am Rande.. :clown:

Das war seine nette Art zu sagen, dass er für die alten Kinderliedchen als Künstler zu erwachsen geworden ist.

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02.03.2007 18:40 #564512 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Neue FTD: Lieber Jailhouse Rock Session

Ich habe für 71 gestimmt, weil ich den gebrochenen Schnulzen-Elvis lieber mag als den jungen Rocker. Und weil ich lieber Stereo als Mono mag. Und weil die späten Songs doch um einiges anspruchsvoller sind als die frühen Drei-Akkord-Stampfer und daher nicht so schnell langweilig werden.

Kannst du meine Gedanken lesen? :null: :up:

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02.03.2007 21:28 #564709 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Neue FTD: Lieber Jailhouse Rock Session

Ob er der erfolgreichste, gelungenste und am aufwendigsten produzierte war, weiß ich nicht. Jedoch kann man noch zwei Einwände bedenken, welche zwar nicht wasserdicht, aber doch legitim sind: Im Gegensatz zur EP war 64 die Single das Hauptformat am Musikmarkt, welches keineswegs mit einem Album im Rücken aufgewertet werden musste.

Beziehst du dich damit auf meine Bemerkung, die Single sei "fragwürdig" gewesen? Die bezog sich nämlich eigentlich mehr darauf, wie die Single gestaltet war, nämlich mit dem Klassiker-Titelsong (der er damals möglicherweise noch nicht war, da hast du sicherlich Recht, aber so ein bisschen hätte man es eigentlich doch klingeln hören sollen bzw. müssen) auf der B- und einem zwar genialen, aber doch bereits einigermaßen abgegrasten (Jerry Lee Lewis [1961], Bobby Darin [1962]) Standard-Titel auf der A-Seite.

Zudem ist es fraglich, ob das Lied VLL tatsächlich von Null auf Klassiker schoss. Weder war es in den Charts überaus erfolgreich (aus dem Gedächtnis #29, während What'd I say immerhin #21 erreichte)

Das meinte ich. Dass 1964 niemand mehr wirklich nach einer What'd I Say-Single greifen wollte, hätte doch irgendwo vielleicht im Bereich des Denkbaren liegen können. Dass dementsprechen natürlich auch die B-Seite nicht so zog, hätte doch dementsprechend auch klar sein können. Egal, ist ja nun vorbei. Eine weitere kleine Off-Topic-Frage in einer Off-Topic-Diskussion: Gibt es eigentlich Beispiele dafür, wo die B-Seite erfolgreicher war als die A-Seite (Doppel-A-Seiten einmal außen vor gelassen, aber die hätten ja eh keine B-Seite gehabt :grin: )?

Die anderen von Dir genannten Soundtracks sprechen meiner Meinung nach eher für die These, dass die Veröffentlichungspolitik von Viva nicht die schlechteste war. Jeweils nur vier Lieder aus den anderen Filmen hätten sicherlich die Qualität seines Outputs in den 60ern gesteigert. Andersrum: Ein VLL-Album mit The eyes of Texas/Yellow rose, Do the vega, Santa Lucia oder Night life wäre als Ganzes doch auch wieder höchstens im qualitativen Mittelmaß gelandet.

Möglicherweise, obwohl ich persönlich zumindest Do The Vega und vor allem Night Life für einigermaßen annehmbar bzw. gelungen halte. Und Songs wie das "Eyes Of Texas" / Yellow Rose"-Medley hat man damals möglicherweise auch noch einmal anders gesehen als man es heute tut. Zumindest die klassische Elvis-Käuferschicht. Es wäre halt eine LP gewesen. Ursprünglich war ich davon ausgegangen, dass die EP aufgrund ihres Formats eben nicht die beste Lösung hätte gewesen sein können. Außerdem hätte man ein Album natürlich auch noch um die beiden sehr lohnenden Duette mit Ann-Margret erweitern können.

Ich denke allerdings, dass Du es genau andersrum aufgefasst hast, als es gemeint war (oder dass ich mich unklar ausdrückte). Tatsächlich dachte ich an Soundtracks wie Spinout, Clambake oder Speedway, wo man teilweise brilliante Aufnahmen hinter übelster Talentverschwendung versteckte. Hinter Filmliedchen, die man bequem per EP direkt in die Versenkung und Bedeutungslosigkeit hätte veröffentlichen können (zusätzlich zu obigem Gedanken, dass vier sicherlich besser als alle gewesen wären). Um dann beispielsweise aus den dann noch ungebrauchten Aufnahmen ein vernünftiges Album zusammenzustellen, wodurch den Titeln eine größere und verdientere Aufmerksamkeit zugekommen wäre als in ihrer Verwendung als Füllmaterial.

Klar. Was gibt's dazu sonst noch zu sagen? :null: Das wäre natürlich die denkbar beste Lösung gewesen, die sich wohl jeder hier gewünscht hätte. Aber ob es für derartige Projekte 1966/67 überhaupt noch Aussicht auf Erfolg gegeben hätte, darf wohl bezweifelt werden. Möglicherweise dachte man sich: "Lieber die Soundtracks noch ein bisschen pushen, statt mit beidem nahezu völlig unterzugehen". :(

57/58 gab es außer bei Loving You keine damals noch nicht so genannten "Bonus Songs". Und diese sind -im Gegensatz zu später- schlechter als der Soundtrack selbst, den ich persönlich für eine seiner gelungensten LP-Seiten halte. Deshalb auch der Wunsch von weiter oben, man hätte Loving you auch nur als EP rausgebracht.

Und daher auch die Bemerkung weiter oben, dass man es der Plattenfirma heute wohl kaum noch verwerfen kann, dass sie - zumindest damals - einfach das neue Format pushen wollte. Aber in der Sache hast du natürlich Recht.

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03.03.2007 17:09 #564991 von Colonel

Das war seine nette Art zu sagen, dass er für die alten Kinderliedchen als Künstler zu erwachsen geworden ist.

Ich weiß nicht ob Du da nicht einfach was hinein interpretierst, was vieleicht garnicht stimmt.
Im 69er Interview fragte man ihn, wie er seine Songs für die Show aussuchte und er antwortete, daß er EINFACH seine Lieblingslieder genommen habe. Selbst wenn er "später" lieber die großen Balladen statt den 50s Rockern gesungen hat, so bezweifele ich dennoch, daß ihm die Lieder nicht mehr zusagten/gefielen.
Einige hatte er im Programm weil sie seine Fans wohl ZU SEHR liebten und dann 1000 Mal gespielt, konnte/wollte er sie vieleicht nicht mehr alle neuerfinden.
Andererseits sah/hörte man bei vielen ALTEN Sachen, daß er diese immer noch zu mögen scheint.
Keine mir bekannte "Big Hunk O´Love" Version ist schlecht. Bei TTWII kann man bei den Proben und Shows WIRKLICH nicht sagen, daß er keinen Spaß an den Songs mehr hatte.
Heartbreak Hotel und That´s All Right wurden von ihm auch fast immer ernsthaft vorgetragen usw.

Vieleicht meinte er einfach nur die "Electronic Stereo" Sachen :grin: ....und in der Tat ist auf einigen alten Tracks " a lot of echo on it", was man die 60s hindurch nicht mehr machte/hörte.... :null:

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03.03.2007 18:52 #564999 von Copperhead
Copperhead antwortete auf Neue FTD: Lieber Jailhouse Rock Session

Gibt es eigentlich Beispiele dafür, wo die B-Seite erfolgreicher war als die A-Seite (Doppel-A-Seiten einmal außen vor gelassen, aber die hätten ja eh keine B-Seite gehabt :grin: )?

Sehr on-topic: Jailhouse rock war B-Seite. Don't be cruel auch, meine ich.

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