Das FTD Label ...

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03.11.2010 17:44 #818138 von Colonel
Colonel antwortete auf Das FTD Label ...

Bei FTD hingegen erwartet man für den Preis wahre Wunder.

Wenn man etwas käuft kann und darf man immer mit Produkten von Mitbewerbern vergeichen.
Die aktuellen offiziellen OST Re-releases kosten bei Amazon ca. 6 Euro. FTDs dagegen zwischen 25-30 Euro (beim gleichen Anbieter). Selbst wenn man hier die Preise von 20-23 Euro zugrunde legt für ne 2CD FTD Ausgabe ist das entschieden zu hoch.
Allerdings "könnte" man das hochpreisige dann rechtfertigen, wenn die Ausgaben auch hochwertig und eines Sammlers würdig er- und verarbeitet wären.
Allerdings sind die FTD der letzten Jahre was Druck/Layout angeht unterste Schublade und was Inhalt, Zusammenstellung und Detailgenauigkeit angeht auch minderwertig bzw. stümperhaft produziert.
Leider....

Für diesen Preis (man vergleiche mal mit Dylans offizieller Bootleg Serie) kann man mehr erwarten.
ich fühle mich hier nur noch "ausgenommen" und kaufe daher seit langem keine dieser unterdurchschnittlichen Release mehr. Unter einem Sammler Label verstehe ich was anderes. FTD arbeitet wie ein semi-offizielle Bootleg Firma. Auch die Auswahl an Material (was wie/wann/wo auf welchem Album verwurstet wird) finde ich grenzwertig.
Ein Sammler erwartet da mehr detailgenauigkeit. In einigen Jahren soll man dann vieleicht nochmal alles kaufen plus weitere 2-3 recently discovered outtakes. nein Danke!

Man will doch nicht unzählige Re-Re-release eines und desgleichen Albums im Schrank haben?
Es nervt (zumindest mich!)

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03.11.2010 23:41 #818293 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf Das FTD Label ...

Die aktuellen offiziellen OST Re-releases kosten bei Amazon ca. 6 Euro. FTDs dagegen zwischen 25-30 Euro (beim gleichen Anbieter). Selbst wenn man hier die Preise von 20-23 Euro zugrunde legt für ne 2CD FTD Ausgabe ist das entschieden zu hoch.
Allerdings "könnte" man das hochpreisige dann rechtfertigen, wenn die Ausgaben auch hochwertig und eines Sammlers würdig er- und verarbeitet wären.

Das ist mir zu allgemein. Keine Frage, FTD hat richtig miese CDs veröffentlicht, ich bin mir jedoch sicher, dass das nur für die Minderheit der FTD CDs gilt, die im Rahmen der Classic-Album Serie veröffentlicht wurden. Man denke nur an die Elvis is back, Golden Records Vol. 2, Love letters, Country, Pot Luck, Girls, Girls, Girls...

Für diesen Preis (man vergleiche mal mit Dylans offizieller Bootleg Serie) kann man mehr erwarten.


Joah, aber man bekommt nicht selten auch viel weniger.

Du hast Dir natürlich auch ein Paradebeispiel ausgesucht. Die Bootlegserie ist größtenteils vorbildlich, was das Preis-Leistungs-Verhältnis betrifft. Da gibt es aber auch ganz andere Beispiele, die man nennen könnte. Die Remasters der 70er Rolling Stones CDs kosteten bei der Veröffentlichung 2009 genauso viel wie aktuelle Neuveröffentlichungen. Bekam man unveröffentlichtes Material? Gab es ein mehrseitiges Booklet? Nein!

Apropos Bootleg Serie:
Mal davon abgesehen, dass es sich bei der Bootleg Serie nicht um Re-Releases handelt, ist dort auch nicht alles super. Wer nach "Fehlern" sucht, der findet sie auch dort. Like Rolling Stone live vom Manchester Konzert 1966 hat man weil es so toll ist, gleich auf zwei Bootleg CDs veröffentlicht, nämlich sowohl auf der Vol. 7 als auch auf der Vol. 4. Dafür befindet sich auf der No Direction Home Material, welches im namensgebenden Film nicht zu hören ist.

Ganz zu schweigen von der Vol. 8 CD, die man zusätzlich in einer Deluxe Edition veröffentlichte, die im Gegensatz zur Normalversion nicht 2 sondern 3 CDs besaß und dafür auch gleich 4- 5 mal so teuer war. Hätte FTD soetwas getan, man spräche wohl von Abzocke.

Der Unterschied ist lediglich, dass wir uns mit Elvis so gut auskennen, so dass uns dort selbst kleinste "Fehler" sofort auffallen, wohingegen wir bei Veröffentlichungen von anderen Künstlern erst mit der Nase drauf gestoßen werden müssen, dass da etwas nicht stimmt.

Übrigens machte ich vor einigen Monaten eine für mich überraschende Entdeckung gemacht. Ich habe mich bei der Veröffentlichung der Something for everybody über das rotstichige Cover aufgeregt. Die CD Ausgabe der 90er wies keine solche Rotfärbung auf. Ebenso wenig wie meine LP aus den 80ern. Vor einigen Monaten kaufte ich mir eine deutsche Pressung des Albums aus den 60ern und was soll ich sagen? Es sieht genauso scheiße (sprich rotstichig) aus wie die FTD CD.

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03.11.2010 23:59 #818298 von Lonegan
Lonegan antwortete auf Das FTD Label ...

Man denke nur an die Elvis is back, Golden Records Vol. 2, Love letters, Country, Pot Luck, Girls, Girls, Girls...


Die haben auch alle Makel. Sei es inhaltlich, gestalterisch oder beides. :null:

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04.11.2010 09:21 #818310 von Harty
Harty antwortete auf Das FTD Label ...
Die FTD Serie zeigt sehr gute Ausgaben , keine Frage. Im FECC wurden vor längerer Zeit mal die Patzer insgesamt aufgeführt. Das ist schon eine Menge für ein Label in kleiner Auflage. Die Preise für die DCD habe ich auch nicht angemahnt. Trotzdem erwarte ich bei einer Rock/Pop Ikone wie Elvis ein gewisses Qualitätsmanagement. Der MixPatzer bei Reconsider Baby vermiest mir persönlich die gesamte Ausgabe. Künstlerische Freiheit lasse ich hier nicht gelten :devil:

Ja , es ist korrekt ,wir kennen uns aus und erkennen dadurch kleinste Fehler. Aber gerade ein Sammlerlabel für einen elitären Kreis sollte dann nicht mit solchen Fehlern aufwarten, da diese Serie für den Hardcore Elvis Freak geschaffen ist. Bei einem besondern Porsche in Kleinstauflage erwarte ich das auch als Porsche Freak .

Hier kann der Name Porsche durchaus durch andere Markennamen ersetzt werden.

Falsche Takenangaben, Bookletfehler, Pressingfehler etc sind in der Summe für mich persönlich zu viel. Kaufe ich ein Bootleg Produkt erwarte ich Fehler, ausserdem bewege ich mich auf einem illegalen Weg. FTD ist ein besonderes Label für den Elvis Fan.

Auch über diverse Classic Serie Zusammenstellungen haben wir schon ausgiebig diskutiert, eine konkrete Linie von Ernst ist nicht erkennbar. Hier wird das Label nicht schlecht geredet, aber Kritik darf doch möglich sein.

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04.11.2010 09:48 #818311 von Berliner
Berliner antwortete auf Das FTD Label ...

Wisdomy: Das ist uninteressant wer die Covertexte verfasst, weil RCA/BMG/Sony offiziell für die Korrektheit der gesamten Texte gerade stehen zu hat. Natürlich gab es schon öfter Irrtümer. Aber wie hoch ist wohl die Wahrscheinlichkeit, das über verschiedene Veröffentlichungen über mehrere Jahre verteilt jedesmal die gleichen falschen Angaben erfolgen?

:adeal:

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04.11.2010 12:46 #818348 von Copperhead
Copperhead antwortete auf Das FTD Label ...

Trotzdem erwarte ich bei einer Rock/Pop Ikone wie Elvis ein gewisses Qualitätsmanagement.

Mein Reden seit 1954.

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04.11.2010 16:40 #818411 von Harty
Harty antwortete auf Das FTD Label ...
:wub:

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04.11.2010 17:05 #818418 von Jim Knopf
Jim Knopf antwortete auf Das FTD Label ...

Bei einem besondern Porsche in Kleinstauflage erwarte ich das auch als Porsche Freak .

Bekommst Du es auch? Vergleichst Du dabei auch die Preis/Leistung mit dem Stangen-Porsche? :huh:

Merkst Du? Es widerspricht sich. :wub:

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04.11.2010 18:02 #818425 von michael grasberger
michael grasberger antwortete auf Das FTD Label ...

Apropos Bootleg Serie:
Mal davon abgesehen, dass es sich bei der Bootleg Serie nicht um Re-Releases handelt, ist dort auch nicht alles super. Wer nach "Fehlern" sucht, der findet sie auch dort. Like Rolling Stone live vom Manchester Konzert 1966 hat man weil es so toll ist, gleich auf zwei Bootleg CDs veröffentlicht, nämlich sowohl auf der Vol. 7 als auch auf der Vol. 4. Dafür befindet sich auf der No Direction Home Material, welches im namensgebenden Film nicht zu hören ist.

naja, "like a rolling stone" musste ja quasi mit drauf, weil es im film sensationellerweise auch zu sehen ist.
aber prinzipiell geb ich dir recht. bei den dylan-vös gibt es auch einiges an billiger abzocke zu beklagen. ist schließlich auch dieselbe firma wie bei elvis dafür verantwortlich. das pendant zu jorgensen heißt im falle dylans jeff rosen.

trotzdem finde ich die viele kritik an ftd etwas ungerecht. man muss sich mal vor augen führen, wie elvis zu lebzeiten von rca vermarktet wurde: absurde budget-zusammenstellungen, null liner notes, keine daten zu musikern, aufnahmeort etc...in vielem erscheint rca retrospektiv als plattenfirma ohne jegliches konzept.
jorgensen erzählt in einem aktuellen interview im record collector (dezemberausgabe), welche ausgangslage er bei rca/bmg/sony vorfand, als er dort die elvisagenden übernahm. die damalige releasepolitik war von einer amerikanischen markterhebung geprägt, die besagte, dass das elvispublikum vorwiegend aus hausfrauen zwischen 35 und 50 bestand, die für einen elvistonträger nicht mehr als 8 dollar auszugeben bereit seien. man kann sich vorstellen, gegen welche barrieren er mit seinen qualitätsvorstellungen da in seiner eigenen firma ankämpfen musste. ich könnte mir vorstellen, dass sich in zeiten katastrophal rückgängiger verkaufszahlen in der musikindustrie der druck auf ihn nicht gerade verringert hat.
ich sehe jorgensen immer noch als "unseren mann bei sony", d.h. ihm liegt das künstlerische vermächtnis von elvis presley mehr am herzen als das reine profitdenken.

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05.11.2010 00:32 #818455 von Donald
Donald antwortete auf Das FTD Label ...
Interessant!

Diese Markterhebung könnte natürlich auch ein bisschen darauf zurückzuführen sein, dass man es von Elvis-Platten vielleicht auch gar nicht anders kannte. Die VÖ-Politik von RCA war ja bezogen auf Elvis, wie Du schon schrubst, immer schon ein bisschen armselig. Vielleicht hat man sich die Leute dann auch ungewollt so ein bisschen dahin erzogen. Elvis war deswegen vielleicht auch ein bisschen Grabbeltisch-, Ramsch-, Billig-Compilation-Ware geworden. Huhn oder Ei, fällt mir da als Frage ein.

Und immerhin hat man es seit den 90er Jahren ja auch immer wieder verstanden, hochwertige Elvis-Produkte rauszubringen. Viele tolle CDs hat man uns beschert, beeindruckenden Box-Sets. Von daher hätte man ja durchaus erkennen können, dass es auch anders geht.

Die Probleme, die hier vielen bei FTD-Produkten immer wieder aufstoßen, sind immer noch nicht welche, die mit geringem Budget zu tun haben, wie ich finde. Das ist immer noch einfach schlampiges, liebloses Arbeiten.

Allerdings gebe ich Dir recht: ich bin auch froh, dass es Jorgensen gibt dort. Wer weiß, wie unsere "Versorgungslage" aussähe, wenn dem nicht so wäre.

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