Return Of A Prodigy

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20.09.2009 18:04 #751605 von Herbi
Herbi antwortete auf Return Of A Prodigy
..ich hört bei der "The Return Of The Prodigy" das Schlagzeug besser heraus als auf der "Opening Night 1969" !!

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20.09.2009 18:31 #751606 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Return Of A Prodigy

..ich hört bei der "The Return Of The Prodigy" das Schlagzeug besser heraus als auf der "Opening Night 1969" !!

Was mich bei Deiner Aussage ein wenig wundert, ist die Verwendung des Wortes "heraushören". Heraushören muss man, ob im Hintergrund eine Violine oder eine Bratsche spielt. Ein Schlagzeug hingegen muss man eigentlich nicht heraushören, das donnert einem normalerweise unüberhörbar um die Ohren, vor allem wenn es von Ronnie Tutt bedient wird. Daher liegt die Vermutung nahe, dass es das gleiche mistige Band ist wie bereits bei "Opening Night", nur am Computer etwas nachbearbeitet, was ja heute - mindestens 16 Jahre nach der Erstveröffentlichung - kein großes Problem mehr darstellt.

Aber wirklich beurteilen kann ich das erst, wenn ich ein Sound-Sample von der CD gehört habe. :adeal: :adeal: :adeal:

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21.09.2009 15:19 #751698 von memphis54
memphis54 antwortete auf Return Of A Prodigy
Moin alle zusammen.
Ich besitze nur die OPENING NIGHT von Fort Baxter aus 1993. Im Booklet wird als Aufnahmedatum der 1. August 1969 in Betracht gezogen. Weiß jemand etwas genaues?
Die gesamte Aufnahme hört sich für mich eindeutig wie ein Publikumsmittschnitt an. Zwar in guter Qualität, aber auch nicht mehr. Mit meiner Band arbeiten wir auch manchmal so: 1 oder 2 Großmembranmikrofone in den Saal gehängt und man hat einen schnellen und hörbären Livemittschnitt als Arbeitsgrundlange um z.B. Konzerte zu analysieren. Um eine Kassettenrekorderaufnahme oder ähnliches handelt es sich bei der Fort Baxter nicht.

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22.09.2009 02:43 #751849 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Return Of A Prodigy

Die gesamte Aufnahme hört sich für mich eindeutig wie ein Publikumsmittschnitt an. Zwar in guter Qualität, aber auch nicht mehr.

Das ist ein sehr interessanter Beitrag, eine durchaus überlegenswerte Theorie. Wobei ich bestreiten möchte, dass es sich um einen Publikumsmitschnitt im üblichen Sinne handelt, wie wir ihn von Elvis kennen, sondern um einen mehr oder weniger professionellen Mitschnitt aus dem Saal heraus, denn wie Du richtig anmerkst:

Mit meiner Band arbeiten wir auch manchmal so: 1 oder 2 Großmembranmikrofone in den Saal gehängt und man hat einen schnellen und hörbären Livemittschnitt als Arbeitsgrundlange um z.B. Konzerte zu analysieren.

Eben, also quasi jemand aus Elvis' Ton-Crew hat tatsächlich Profi-Mikros in den Saal gehängt, um eine Art brauchbaren Kontroll-Mitschnitt anzufertigen, wohl im Auftrag von Elvis, der mal seine Show analysieren wollte. Das spricht auch dafür, dass der Mitschnitt recht früh im Engagement entstand, denn sowas macht man ja am Anfang und nicht erst am Ende, wenn's eh zu spät ist, um etwas zu verbesseren. Außerdem berichteten auch die Musiker, dass man sich im Anschluss an die ersten Shows Aufnahmen angehört hat zur Manöverkritik.

Um eine Kassettenrekorderaufnahme oder ähnliches handelt es sich bei der Fort Baxter nicht.

Richtig, definitiv nicht, denn die wäre 1969 in der Qualität nie möglich gewesen, außerdem würde man da mehr Geräusche aus dem Publikum hören. Der Applaus ist aber im genau richtigen Verhältnis zu dem Geschehen auf der Bühne, da war auf jeden Fall jemand am Werk, der sich was dabei gedacht hat und wusste, was er tat.

Weißt Du, was mich an diesen Aufnahmen am meisten verwirrt? Man hört das Schlagzeug kaum - wie wir von Fotos der ersten Shows wissen, war es auch nicht mikrofoniert. Aber die Bassdrum hört man ganz genau, vor allem die Double-Bass bei "Mystery Train / Tiger Man" (ganz deutlich bei 2:40). Dabei habe ich auf den Fotos auch nie ein Mikro vor den Bassrums gesehen. Wie kann das sein? Oder hat jemand ein Foto von Vegas 1969 aus den ersten Shows, wo man das Schlagzeug sehr deutlich sieht? Man hat das früher gerne mal so gemacht, nur die Bassdrum mikrofoniert, damit sich der Kick durchsetzt, doch ging man davon aus, dass der Rest des Drumsets eh laut genug ist und nicht verstärkt werden braucht. Ebenso ging der Bass nicht über die PA-Anlage, sondern kam nur aus dem Bass-Amp auf der Bühne, das hielt man damals für ausreichend. Das würde den schwammigen Bass-Sound erklären. Dass man Bassdrum und Bass dennoch recht gut auf der Aufnahme hört, spricht sehr für Deine These mit dem Großmembram-Mikrofon, denn ein kleines oder gar eingebautes Mikro in einem Cassettenrecorder hätte das nicht aufnehmen können, da würde man nur hochfrequentes Gekrächze mit ein paar Mitten hören.

Ich denke, Du hast Recht mit Deiner Annahme. Die einzige andere Möglichkeit wäre eine enorm schlecht abgemischte Multitrack-Aufnahme, aber davon rücke ich immer mehr ab. Was gegen Multitrack spricht, ist die Tatsache, dass der Applaus auf "Opening Night" Stereo zu sein scheint. Der wurde damals bei den Multitracks aber nur Mono aufgenommen, mangels Spuren. Die Ford Baxter klingt nach 2 Mikrofonen im Saal (also Stereo), doch kann es auch sein, dass es nur ein gefakter Stereo-Effekt ist, den die Baxter-Leute damals künstlich erzeugt haben, indem sie das Signal nochmal durch einen Raum geschickt haben, denn wirklich nach Stereo hört es sich auch nicht an. Hier bräuchte ich zum Vergleich mal eine Hörprobe von "Return Of A Prodigy", in der Hoffnung, dass die das unbearbeitete Band draufgepackt haben.

Zwei Möglichkeiten können wir jedenfalls definitiv ausschließen: Ein Soundboard und einen heimlichen Mitschnitt aus dem Publikum.

Also, mein ganz dringender Aufruf an alle: Ich brauche zwei Hörproben von "Return Of A Prodigy", am besten "Mystery Train / Tiger Man" und "Memories". Außerdem brauche ich Fotos von den ersten Konzerten, auf denen das Schlagzeug deutlich zu sehen ist. Dann lässt sich vielleicht rausfinden, wie diese Aufnahme entstanden ist.

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23.09.2009 16:41 #752086 von Herbi
Herbi antwortete auf Return Of A Prodigy
..ich würde dir "Mystery Train / Tiger Man" und "Memories" gerne zukommen lassen !!

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23.09.2009 18:16 #752090 von memphis54
memphis54 antwortete auf Return Of A Prodigy

..ich würde dir "Mystery Train / Tiger Man" und "Memories" gerne zukommen lassen !!

Moin Herbert.
Kannst du mich mit in deinen Verteiler nehmen?

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23.09.2009 18:58 #752104 von Herbi
Herbi antwortete auf Return Of A Prodigy
..wenn du mir deine e-mailadresse gibst !? ;)

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23.09.2009 19:38 #752116 von Herbi
Herbi antwortete auf Return Of A Prodigy
..jetzt bin ich mal sehr auf die antwort von MW gespannt !!

..habe noch das hier gefunden....

The new album of Gravel road music

THE RETURN OF A PRODIGY

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23.09.2009 20:36 #752143 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Return Of A Prodigy
Erstmal danke, Herbi, für die Sound Samples. Nun kann ich mir ein Bild machen.

Die Frage, welche Aufnahme nun besser ist, ist schwerer zu beantworten als ich dachte. Beide haben gleichermaßen ihre Vor- und Nachteile. Zunächst einmal zu der Aussage von Herbi und Schorni, die Neuauflage habe mehr "Druck": Da muss ich Euch leider enttäuschen, da seid Ihr auf den alten Trick reingefallen, die Aufnahme etwas zu komprimieren, die Bassfrequenzen anzuheben und das ganze Ding einen deutlichen Tick lauter zu machen. Legt die "Opening Night" in den Player, dreht die Bässe etwas mehr rein und stellt die Anlage lauter, dann habt Ihr quasi den gleichen Effekt. Allerdings muss man der "Prodigy" hoch anrechnen, dass sie nicht totkomprimiert wurde, sondern nur leicht, im erträglichen Rahmen.

Eins steht jetzt fest: Beiden CDs liegt die gleiche Aufnahme zugrunde, es ist derselbe Mitschnitt, dasselbe Band. Nur die Bearbeitung ist anders.

Kommen wir zu den Feinheiten: Die Macher der "Prodigy" haben bei der Rauschunterdrückung einen guten Job gemacht. Das starke Rauschen der "Opening Night" ist weitgehend eliminiert, ohne dass das Nutzsignal deutlich gelitten hat. Allerdings hat das Band, von dem die Aufnahme stammt, inzwischen gut 15 Jahre mehr auf dem Buckel, in denen es nicht sehr fachgerecht gelagert wurde, und das hört man auch. Es sind deutliche Qualitätsschwankungen zu vernehmen, die es bei der "Opening Night" noch nicht gab. Die "Opening Night" rauscht halt stark und hat diesen künstlichen leichten Raum, der etwas nervt. Insofern hat "Prodigy" die Nase vorn - wären die Schwankungen nicht, sogar deutlich vorn.

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23.09.2009 20:48 #752144 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Return Of A Prodigy
Kommen wir zu dem Punkt, der mich umtreibt: Wie ist die Aufnahme entstanden?

Dank Circle G habe ich nun ein Foto aus der Zeit, in der die Aufnahme entstanden sein soll, auf dem man das Schlagzeug deutlich sieht. Genauso deutlich sieht man, dass nirgendwo in der Nähe des Schlagzeugs ein Mikrofon steht. Vor allem nicht vor den Bassdrums. Die Frage bleibt daher bestehen: Wie kommt das Schlagzeug auf die Aufnahme, vor allem die Bassdrum in dieser Deutlichkeit? Ich bin zugegebenermaßen völlig ratlos.

Bei dem Setup, das man auf dem Foto sieht, wäre die Bassdrum definitiv nicht auf der Aufnahme zu hören, das wäre unmöglich, denn es gilt die einfache Regel: Wo kein Mikrofon, da kein akustisches Signal. So wie es ohne Kamera kein Bild gibt. Das dürfte auch tontechnischen Laien einleuchten. Die Aufnahme muss also zu einem Zeitpunkt entstanden sein, wo Teile des Schlagzeugs - zumindest die Bassdrum und vielleicht noch ein Overhead - mikrofoniert waren. Es bleibt also zu klären, ab wann das der Fall war. Spätestens zu der Zeit, wo RCA anfing, professionell mitzuschneiden, das steht fest. Frühestens nach Entstehung des Fotos, dessen Datum Circle leider auch nicht kennt.

Wie auch immer, die ganze Geschichte bleibt höchst rätselhaft. Ich bin mit meinem Latein am Ende und kann erst wieder etwas jenseits von Spekulationen äußern, wenn ich neue Fakten oder Hinweise bekäme. Also los, um es mal mit Eduard Zimmermann auszudrücken: Sachdienliche Hinweise werden in diesem Thread gerne entgegengenommen. :adeal:

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