Return Of A Prodigy

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24.09.2009 16:49 #752271 von memphis54
memphis54 antwortete auf Return Of A Prodigy

Nee, nicht alle. Und vor allem nicht in allen Elvisforen.

Dann sind es auch keine Elvis-Fans! :null:

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24.09.2009 16:50 #752273 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Return Of A Prodigy
Auf jeden Fall ist das hier mächtig spannend, denn mit jedem Foto, jeder Aufnahme und jedem Erklärungsansatz rückt die Antwort in weitere Ferne...

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24.09.2009 16:57 #752274 von Donald
Donald antwortete auf Return Of A Prodigy

Dann sind es auch keine Elvis-Fans! :null:

Naja, das kannst Du nun auch wieder nicht sagen. Nicht jeder kann sich so begeisternd in sowas reinsteigern. Das eine hat ja nix mit dem anderen zu tun.

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24.09.2009 16:59 #752275 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Return Of A Prodigy

Im Booklet steht, daß Jorgensen und Co. die (leeren) Bandboxen des Tapes gefunden hatten und darauf ein Vermerk aus dem Jahr 1979 war.
Wenn man sich die Bandboxen anschaut, sieht man, daß Deary die Show in vier Teile zerlegt hatte. Das würde vom Konzept her gut zur Silber Box passen.

Auf der Bandbox befand sich alut Booklet noch ein anderer Hinweis bei Suspicious Minds: "Just finished August 7, 1969", was nach Meinung der Produzenten den Grund für die Anfertigung des Mitschnittes liefern könnte: sie spekulieren, daß Felton Jarvis das Tape anfertigen ließ, um die Single von Suspicious Minds der Live Version anzupassen.

Könntest Du die Fotos von den Bändern und Notizen aus dem Booklet bitte mal posten? Dann haben wir alle den gleichen Informationsstand.

Für ein "booth tape" klingt aber Elvis viel zu direkt/upfront/klar ... vergleicht man die Aufnahme mit anderen "booth tapes", ist diese Aufnahme hier viel zu deutlich .....

Richtig. Das hat Memphis54 und mich ja auch zu der Annahme verleitet, dass es ein professioneller Saalmitschnitt ist, mit Großmembranmikrofonen, nicht allzu weit von den Boxen. Dagegen spricht bisher nur eins: Der vermeintlich overdubbte Applaus, der dann gar nicht notwendig gewesen wäre - es sei denn, es hätte kein Mensch applaudiert. :)

Ich bringe mal eine dritte Variante in's Spiel: Testaufnahmen von RCA im Vorfeld der LIve-Recordings? Vielleicht wurden die viel früher gemacht als wir dachten?

Oder die Aufnahme ist von einer wesentlich späteren Show als angenommen. :null:

Die Möglichkeit, dass es sich um eine sehr schlecht abgemischte Multitrack-Aufnahme handelt, hatte ich eingangs schon in Betracht gezogen, aber wieder verworfen, weil der Sound dafür viel zu schlecht ist. Welcher Trottel verhunzt denn eine professionelle Aufnahme so dermaßen?

Es bleibt mysteriös...

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24.09.2009 17:00 #752277 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Return Of A Prodigy

Dann sind es auch keine Elvis-Fans! :null:

Ich kann Dir versichern, 99% aller Elvis-Fans wissen gar nicht, was eine Bassdrum ist... :geheim:

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24.09.2009 17:09 #752279 von memphis54
memphis54 antwortete auf Return Of A Prodigy

Im Booklet steht, daß Jorgensen und Co. die (leeren) Bandboxen des Tapes gefunden hatten und darauf ein Vermerk aus dem Jahr 1979 war.
Wenn man sich die Bandboxen anschaut, sieht man, daß Deary die Show in vier Teile zerlegt hatte. Das würde vom Konzept her gut zur Silber Box passen.

Auf der Bandbox befand sich alut Booklet noch ein anderer Hinweis bei Suspicious Minds: "Just finished August 7, 1969", was nach Meinung der Produzenten den Grund für die Anfertigung des Mitschnittes liefern könnte: sie spekulieren, daß Felton Jarvis das Tape anfertigen ließ, um die Single von Suspicious Minds der Live Version anzupassen.

Alle Spekulationen, aber genau das macht die Sache ja irgendwie interessant.

Ich habe den Eindruck, daß der Applaus reingefaded wirkt ... es ist dieser typische "zuerst Jubel, dann Applaus, dann Kreischen"-Applaus, der auf der IN PERSON auch so schön zu hören ist ... andererseits gebe ich auch Memphis54 recht, daß die Aufnahme zu "authentisch" klingt, um ein klassisches Soundboard zu sein. Für ein "booth tape" klingt aber Elvis viel zu direkt/upfront/klar ... vergleicht man die Aufnahme mit anderen "booth tapes", ist diese Aufnahme hier viel zu deutlich .....

Ich bringe mal eine dritte Variante in's Spiel: Testaufnahmen von RCA im Vorfeld der LIve-Recordings? Vielleicht wurden die viel früher gemacht als wir dachten?

Das Elvis so gut zu hören ist, hängt mit der Mikrofonieriung im Saal zusammen. Elvis geht mit seinem Gesang über die PA und der große Rest spielt über Backline.

Ich fasse einmal zusammen:

1. Die Aufnahme (Fort Baxter) ist wohl zumindest Semiprofessionell aus dem Saal entstanden (Mikrofonierung)
Hinweis hierzu: Elvis und seine Crew wollten hören: Wir klingen wir eigentlich? Für mich sehr plausibel.

2. Die sessional unterschiedlich laut auftretenden Bassdrum werden wie folgt bewertet: Die einen (MW) sagen, dass sie per Mikrofon abgenommen sein müssten und die anderen (ich) sagen, dass es ediglich daran liegt, dass Hr. Tutt seinen Fuß mal mehr mal weniger kräftig aufs Pedal gedrückt hat.

3. Die Bassdrums sind je nach Foto (und Show) unterschiedlich groß

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24.09.2009 17:19 #752281 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Return Of A Prodigy

...die anderen (ich) sagen, dass es ediglich daran liegt, dass Hr. Tutt seinen Fuß mal mehr mal weniger kräftig aufs Pedal gedrückt hat.

Wenn Du mit Deiner Band mal in einem Saal mit Oderrang und Gala-Bestuhlung für 2.500 Zuschauer spielen solltest (also entsprechend dem Showroom Internationale), dann stell Dich beim Soundcheck mal seitlich ins vordere Drittel des Saals und bitte Deinen Drummer, bei ausgeschalteter Anlage (also unverstärkt) feste auf die Bassdrum zu treten. Und dann berichte uns, ob Du den Kick da genauso direkt hörst wie auf der vorliegenden Aufnahme. :adeal:

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24.09.2009 17:33 #752284 von memphis54
memphis54 antwortete auf Return Of A Prodigy

Wenn Du mit Deiner Band mal in einem Saal mit Gala-Bestuhlung für 2.500 Zuschauer spielen solltest (also entsprechend dem Showroom Internationale), dann stell Dich beim Soundcheck mal seitlich ins vordere Drittel des Saals und bitte Deinen Drummer, bei ausgeschalteter Anlage (also unverstärkt) feste auf die Bassdrum zu treten. Und dann berichte uns, ob Du den Kick da genauso direkt hörst wie auf der vorliegenden Aufnahme. :adeal:

Mensch MW. Im Soundcheck hört es sich erstens immer anders an (keine Menschen im Saal, die hohe Saaldecke, die Musiker spielen nur 50% ihrer Auftrittslautstärke usw . usw.) und zweitens hast du deine eigene These mit der Lautstärke der Band (Elvis, August 1969, Las Vegas) vergessen. Bedenke, dass der Saal in Las Vegas bestuhlt war. Das heißt für mich, es war relativ leise im Saal war. Und besonders laute (ich sag jetzt mal) Instrumente setzen sich dann auch entsprechend durch. Außerdem wird die gesamte Band auf der Bühne auch nur (annähernd) so laut gespielt haben, dass sie Hr. Presley noch hören konnten. Und wenn das der Fall ist, dann kann sich eine (oder 2) Bassdrum sehr gut auch akkustisch durchsetzen. Wenn eine mikrorfonierung statt gefunden hätte (wie du sie ja vermutest) hätte auch im BASS-BEREICH die Bassdrum viel fetter klingen müssen. Tut sie aber nicht.

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24.09.2009 17:49 #752291 von etp
etp antwortete auf Return Of A Prodigy
Ich war jetzt doch ziemlich angehookt von der Diskussion hier und habe die CD eingeworfen ... gerade läuft Are You Lonesome Tonight.

Mir klingt Elvis zu direkt, zu nah, als daß ich sagen würde: das ist eine Boommikro-Aufnahme direkt vor den Boxen. Dazu ist zu wenig echter Raumhall drauf.

Für mich klingt die Aufnahme immer mehr wie ein typisches Soundboard. Der Applaus ist zumindest künstlich verstärkt/unterstützt worden (und das ziemlich gut, wie ich zugeben muß, aber was hättet Ihr gemacht, wenn Euch als Produzent die vermeintliche Opening Night in die Hände gefallen wäre?) ... hört Euch mal die Band Intros an: da hört man deutlich weniger Applaus.

Was die Frage der Drums angeht: mir ist aufgefallen, die Drums sind immer dann sehr gut zu hören, wenn Elvis vermutlich gerade irgendwas actionmäßiges macht!
Nehmen wir das Ende von "Blue Suede Shoes". Da sehen wir auf den Fotos, wie Elvis das Mikro Richtung Boden bewegt ... und damit quasi in direkte Nähe zu den Bassdrums. Nehmen wir das Train/Tiger Medley. Die Drums werden bei den Soli stärker, wenn Elvis also nicht singt ... und soweit ich weiß, saß Elvis bei dem Medley auf einem Stuhl direkt vor den Drums . Nehmen wir Hound Dog. Da werden die Drums auch beim Solo lauter: in TTWII sehen wir, daß Elvis sich beim Solo vom Mikro wegbewegt ... vielleicht ist also ganz einfach Elvis' Mikro des Rätsels Lösung!?

Alles in allem klingt der Sound den Soundboards vom Feb.70 ziemlich ähnlich, wenn er auch deutlich klarer, detaillierter und weniger übersteuert ist. Auf den Mitschnitten ist das Phänomen der schwimmenden Drums - wie ich es der Einfachkeit halber einfach mal nennen will - auch zu hören.

Hier noch die gewünschten Fotos von den Tape-Boxen:
Edit: Man beachte rechts oben den Vermerk: "BINAURAL"

<!--aimg--><a href=' elvis-collectors.com/tape_legends/tapelegends34.jpg ' target='_blank'>

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<!--aimg--><a href=' elvis-collectors.com/tape_legends/tapelegends35.jpg ' target='_blank'>

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24.09.2009 17:51 #752292 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Return Of A Prodigy

Mensch MW. Im Soundcheck hört es sich erstens immer anders an (keine Menschen im Saal, die hohe Saaldecke, die Musiker spielen nur 50% ihrer Auftrittslautstärke usw . usw.) ...

Das ist mir nicht neu. Bis auf den letzten Punkt, denn nur Amateure spielen beim Soundcheck leiser als beim Auftritt. Profis hingegen wissen, dass man beim Soundcheck genau das tun muss, was man auch später bei der Show macht, sonst hat der Soundcheck wenig Zweck.

In einem voll besetzten Saal schlucken die Zuschauer einige Frequenzen; das heißt, dass einiges, was beim Soundcheck noch da war, später nicht mehr zu hören ist. Aber es ist nicht etwas auf einmal da, was vorher nicht da war. Im Gegenteil. Außerdem war der Showroom mit einer hohen Decke ausgestattet, weil es einen Oberrang gab. Das musst Du auch bedenken.

und zweitens hast du deine eigene These mit der Lautstärke der Band (Elvis, August 1969, Las Vegas) vergessen.

Habe ich nicht. Dennoch geht der Kick auch bei einer leise spielenden Band bei der Saalgröße unter. Ob voll besetzt oder leer.

Bedenke, dass der Saal in Las Vegas bestuhlt war. Das heißt für mich, es war relativ leise im Saal war.

Nein, war es nicht. Die Leute haben nicht mucksmäuschenstill an den Tischen gesessen wie bei einem klassischen Konzert: Es wurde geredet, es wurde gelacht, es wurde sogar gegessen und getrunken, es gab Service im Saal. Deshalb herrschte ein kontinuierlicher Geräuschpegel. Irgendwo habe ich sogar mal gelesen, dass Elvis es satt hatte, gegen das Besteckklappern und Gläserklirren anzusingen.

Und besonders laute (ich sag jetzt mal) Instrumente setzen sich dann auch entsprechend durch.

Genau. Deshalb hört man die verstärkte E-Gitarre und die schrillen Bläser auch so gut auf der Aufnahme. Dagegen verpufft der relativ leise Kick der Bassdrum.

Außerdem wird die gesamte Band auf der Bühne auch nur (annähernd) so laut gespielt haben, dass sie Hr. Presley noch hören konnten.

Um Elvis zu hören, brauchten sie nicht leise zu spielen, den hörten sie über die an den Bühnenkanten liegenden Sidefills, die extra auf die Band ausgerichtet waren. Darüber ging nur Elvis' Gesang, damit er sich selber hören konnte und die Band ihn auch.

Und wenn das der Fall ist, dann kann sich eine (oder 2) Bassdrum sehr gut auch akkustisch durchsetzen.

Die Bassdrum vielleicht, aber der Kick nicht. Und um den geht's hier.

Wenn eine mikrorfonierung statt gefunden hätte (wie du sie ja vermutest) hätte auch im BASS-BEREICH die Bassdrum viel fetter klingen müssen. Tut sie aber nicht.

Korrekt, aber auch dafür gibt es eine Erklärung: Erstens ist die Aufnahme an sich schon sehr basserm. Zweitens schau Dir mal die beiden Mikros in den Bassdrums an, die waren viel zu klein, um eine ausreichend große Membran zu haben, die den tieffrequenten Anteil der Bassdrum wirkungsvoll aufnehmen kann. Daher hört man eben nur den Kick. Die Bassdrum hat man damals (und auch heute) am besten über ein Großmembrammikrofon aufgenommen, wenn man es richtig machen wollte. Der Klassiker ist das Electrovoice RE20, das bei Elvis auch später zum Einsatz kam, nicht nur bei der Bassdrum, sondern auch beim Gesang von J.D: Sumner.

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