Elvis - The Concert

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01.05.2009 21:08 #730874 von User gelöscht
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Das obige Posting hört sich an wie eins von Frank Sinatra oder nem anderen Spießer, oder Geistigen, oder Rassisten die damals ihre Welt durch den Rock´nRoll bedroht sahen und ihn als Teufelsmusik, Niggermusik, Musik gespielt von Bekloppten dekadierten.

Frank Sinatra gehört in diese Auflistung nicht rein. Er war zwar kein Freund des Rock'n'Rolls, aber ganz sicher kein Rassist und kein Spießer, auch hat er diese Musik nicht als "Negermusik" bezeichnet, zumal die Musik, die er selber machte (Jazz und Swing), ebenfalls "Negermusik" war.

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01.05.2009 21:15 #730877 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis - The Concert

:up:

Alleine dafür muss man Bob Dylan schon lieben: Der verfremdet seine Songs zu jeder neuen Tour derartig, dass niemand zum Mitsingen kommt, weil jeder sowieso bis zur Songmitte erst einmal überlegt, was das für ein Titel ist... :lach2: Und dann phrasiert der Meister auch jeweils so anders, dass an Mitsingen gar nicht zu denken ist. :up:

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01.05.2009 21:43 #730881 von User gelöscht
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Oder wie Dean Martin, der - wenn das Publikum mitsang - einfach gesagt hat: "I hate group singing!" :up:

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01.05.2009 23:38 #730902 von Gypsy
Gypsy antwortete auf Elvis - The Concert

Frank Sinatra gehört in diese Auflistung nicht rein.


doch gehört er ganz wohl, zwar nicht als Rassist oder jenmand, der den rocknroll als Niggermusik bezeichnet hat, aber als jemand der sich in den fifties sehr abfällig über diese Musik geäußert hat. "Musik die von Schwachköppen und Bekloppten gemacht wird und sich wie Hundegejaule anhört", oder so ähnlich. In der Bio von Tilgner gibt es das bekannte Zitat, aber sicher auch noch in anderen büchern. Aus diesem Grund und seinem allgemeinen Image galt er für die damalige Rocknroll orientierte Jugend ganz wohl als spießig und prüde und als das wovon man sich abheben wollte.

Das Elvis das nicht so eng sah, wurde spätestens dann klar als die Tv-Show Welcome Home Elvis über die Tv-Geräte flimmerte, und er damit für viele beinharten rocknroller den rocknroll verraten hat. Aber das ist ja wieder eine andere Geschichte, Elvis weiterer Werdegang.

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01.05.2009 23:43 #730904 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis - The Concert
Nur weil jemand mit Rock'n'Roll nichts anfangen konnte, muss er nicht gleich ein Spießer oder prüde gewesen sein. Es gibt auch Menschen, die mögen diese Musik einfach nicht, sind aber trotzdem coole Zeitgenossen. Elvis konnte übrigens gegen Ende seines Lebens auch nicht mehr allzu viel damit anfangen. Geschmäcker sind halt verschieden und ändern sich im Laufe des Lebens. Ich höre heute auch andere Musik als mit 16. Du etwa nicht?

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02.05.2009 01:17 #730940 von Gypsy
Gypsy antwortete auf Elvis - The Concert
es geht nicht darum, daß ich heute eine andere Musik als mit 16. höre, und es geht auch nicht darum, daß elvis gegen ende seines Lebens mit rocknroll nicht mehr allzuviel anzufangen wußte. Das wußte er schon viel früher nicht mehr. Du scheinst mein Posting nicht richtig zu verstehen. Es ging allein darum, wie sinatra wohl auf die rocknroll orientierte Jugend der fifties mit seinen abfälligen Kommentaren über den rocknroll und seinem mid 40iger Image gewirkt haben muß. Doch wohl genau so spießig und prüde wie das gesammte Erwachsenen- amerika der 50 Jahre. Wie kann man sich den sonst über einen hüftwackelnen Sänger aufregen und dermaßen respecktlos über seine Musik sprechen, wenn man nicht total spießig und prüde ist? Hast du jemals elvis im Gossenslang über einen anderen Künstler oder eine Musikrichtung sprechen hören? Oder besser gesagt kennst du ein Zitat. Sicher er hat sich mal besorgniserregend über die Beatles und die Hippikultur geäußert, aber er tat dies nicht auf solch herablassende art und weise wie Sinatra über den Rocknroll. Der Ton macht die Musik. Deshalb bleibt sinatra genau wie Sullivan beides Heuchler für mich, die sich zum Zwecke des Komerz schließlich doch mit dem Rochnroll arrangierten.

Der ehrlichste und respecktvollste Typ unter allen bleibt elvis, der solchen Leuten nicht nachtragend gegenüber Stand, und selbst auf die herbeste Kritik 56 noch gelassen und respecktvoll ragierte, auch wenn vieles was ihm damals vorgeworfen wurde für 50Jahre-Verhältnisse wirklich unter die Gürtellinie ging. Der gute Mann verlor kein schlechtes wort über die Kritiker. Und das war weniger Taktick, als viel mehr seine gute erziehung und sein Charackter.

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02.05.2009 01:43 #730946 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis - The Concert

Wie kann man sich den sonst über einen hüftwackelnen Sänger aufregen und dermaßen respecktlos über seine Musik sprechen, wenn man nicht total spießig und prüde ist?

Einfach indem man - so wie Sinatra - die Musik sowie den damit verbundenen Vortragsstil und die dazugehörige Attitüde nicht mag. Was ist daran so schlimm?
Außerdem hat er seine Meinung über Elvis später revidiert, die beiden waren sogar locker befreundet. Wo ist das Problem? :huh:

Hast du jemals elvis im Gossenslang über einen anderen Künstler oder eine Musikrichtung sprechen hören? Oder besser gesagt kennst du ein Zitat.

Elvis hat den Fernseher ausgeschossen, wenn Robert Goulet sang. :null:

Sicher er hat sich mal besorgniserregend über die Beatles und die Hippikultur geäußert...

Wir halten also fest, dass Elvis in den 60ern und 70ern bezüglich Beatles und Hippies genauso ein prüder Spießer war wie Sinatra in den 50ern bezüglich Rock'n'Roll - und wie einige der älteren User hier es bezüglich der HipHop-Kultur offenbar sind, wie ich lesen musste. So ist nunmal der Lauf der Dinge, das nennt sich Generationskonflikt. Völlig normale Sache, das ist auch gut so. Als die Kids in den 40ern bei Sinatra ausgeflippt sind, waren deren Eltern auch nicht begeistert.

Der Ton macht die Musik.

Für mich mehr der Inhalt. Aber dann nenn mir doch mal das Sinatra-Zitat, über das Du Dich so aufregst. Das, welches ich kenne, ist keine Gossensprache. Abgesehen davon hat Sinatra verbal gerne mal auf die Kacke gehauen, er war halt ein kerniger Typ.

Deshalb bleibt sinatra genau wie Sullivan beides Heuchler für mich, die sich zum Zwecke des Komerz schließlich doch mit dem Rochnroll arrangierten.

Und Elvis war ein Heuchler, als er sich beim 68er Special so lobend über die Art neue Gruppen und Musik äußerte, mit der er in Wahrheit nichts anfangen konnte. Das Show-Geschäft besteht nun mal aus Heuchelei, find Dich damit ab.

Der ehrlichste und respecktvollste Typ unter allen bleibt elvis, der solchen Leuten nicht nachtragend gegenüber Stand, und selbst auf die herbeste Kritik 56 noch gelassen und respecktvoll ragierte, auch wenn vieles was ihm damals vorgeworfen wurde für 50Jahre-Verhältnisse wirklich unter die Gürtellinie ging.  Der gute Mann verlor kein schlechtes wort über die Kritiker. Und das war weniger Taktick, als viel mehr seine gute erziehung und sein Charackter.

Ob es wirklich sein Charakter war oder er nicht doch innerlich geschäumt hat, aber - vielleicht sogar auf Anraten von Parker - nach außen hin souverän blieb, wissen wir letztendlich nicht. Ist auch egal. Er hat sich auf jeden Fall super geschlagen, das steht fest. :up:

Aber was das "ehrlich" anbetrifft, das war er auch nicht immer. Kann man sich in der Branche meist auch gar nicht erlauben.

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02.05.2009 10:15 #730961 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis - The Concert


Übrigens Bushido find ich total cool, der ist ja nun wirklich total harmlos. Was ist den an der Musik verwerflich bitte schön. Und die Platten brauch ich mir nicht zulegen, weil mein Sohn sie alle hat. Der Typ spricht die Sprache der Jugend hier in Deutschland wie sonst nur noch Sido. Ich lach mich nur immer über Leute wie dich kaputt, die sich über sowas aufregen. :lach2:

Du kannst gerne lachen. Das beweist nur, dass Du wohl nicht nur keine Ahnung von Musik hast, sondern auch keine von gutem Humor. Witzig ist an meinem Text recht wenig gewesen, wenn man ihn versteht. Ein großer Teil der Jugend ist ziemlich kaputt heutzutage, das ist wohl klar. Ansonsten hätte dein Sohn andere Platten im Regal. Aber was soll er tun? Er hat es wohl nicht anders gelernt.

Und mir ist auch bewusst, dass "Bushido" (was ein hässlicher Name das doch ist), auch nur ein Heuchler ist, der mit der geistigen Verrottung von Millionen von Leuten reichlich verdient. Letztlich wird er auch so sein und aus dieser "Welt" stammen, hat jedoch gelernt, dass man die da draußen gut melken kann, die noch eine Spur dümmer sind, als er selber.

Von mir aus finde gut, wen Du willst. Nur glaube nicht eine Sekunde daran, dass Elvis Bushido gut gefunden hätte. <_< Er hätte gesagt: "I'm gonna break his goddamn neck ..." Und zu Recht wie ich finde.

Im Übrigen habe ich niemals gesagt, dass diese Musik der Grund für Probleme bei einigen Jugendlichen oder Kindern ist. Das kann man in meinem Posting auch lesen, wenn man Texte aufmerksam liest und nicht nur überfliegt, was man aber sicher tut, wenn man solche Musik hört, die man anscheinend auch nur überfliegt.

Kann ich aber verstehen. Sonst würde man vielleicht auch merken, was man sich damit antut und wie man mit so einem Zeug seinen eventuell letzten Sinn für Kunst foltert und letztlich zerstört.

Und warum soll ich kein Elvis-Fan sein können? Liegt heutzutage der Maßstab ein "guter Elvis-Fan" darin, Musik gutzufinden, die:

Nicht musikalisch ist, vom Interpreten kein einziges Musikverständnis fordert oder gar die Beherrschung irgendeines Instrumentes, grauenhafte Texte beinhaltet, die ich Dir ein drei Minuten auf Klopapier schmiere?

Ich denke nicht, dass dies nur zeigt, dass man von Elvis-Musik oder gar von bedeutend anspruchsvollerer Musik recht wenig verstehen dürfte.

Das ganze hat mit Rassismus auch nichts zutun. Damit unterstellt man nur, die Kritik ginge an die Herkunft eines Interpreten, was absolut dazugedichtet wäre, weil es nirgendwo zu lesen war.

Aber gerade als Elvis-Fan und Blues-Fanatiker wird man als "Rassist" nicht viel Spaß haben können. Also mal nicht mehr Dramatik hineinmogeln, nur weil das heutzutage so schön als "Gegenargument" geeignet ist und "immer zieht".

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02.05.2009 10:19 #730963 von User gelöscht
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:up:

Auf Konzerten, wo der Sänger sein Kunstwerk in Echtzeit (also live) präsentliert, mag das sicher stören oder die Kunst zerhauen. Bei EIC kann man bekanntlich den Leadsänger nur noch wenig damit irritieren oder gar nerven. Diesbezüglich ist so ein Event wohl eher eine Elvis-Party, als ein reines Konzert eines Künstlers.

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02.05.2009 10:23 #730965 von User gelöscht
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Richtig. Das Ding ist im 4/4-Takt, da schunkeln nur unmusikalische Deppen. Geschunkelt wird nämlich zum 3/4-Takt. :adeal:

Mag stimmen. Aber unabhängig von Takten, ich finde die Stimmung des Liedes erlaubt das schon nicht. Das ist keine sentimentale Ballade, wird aber anscheinend gerne so interpretiert. Ich denke mir bei sowas immer: "Was hört derjenige da gerade, was ich nicht höre?" Vielleicht ein ganz anderes Lied.

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