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New Music Video - Elvis vs Spankox
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Du gehst von den Superstar-Dimensionen aus, die allerdings nicht die Regel sind. Die Realität für die meisten Künstler sieht aber so aus, dass sie Anfang 20 ihre großen Erfolge haben, an die sie meist nicht mehr anknüpfen können. Dann tingeln sie bis Mitte 60 damit herum. Irgendwann sind sie zu alt (und krank) dafür, da wäre es schon wichtig, wenn sie dann noch ein paar Groschen sehen, wenn ihr alter Hit auf einer Kopplung erscheint. Das ist deren Art von Rente, und es ist ganz sicher nicht so, als hätten sie ihr Leben lang gefaulenzt.50 Jahre Geld scheffeln mit ein paar Tagen / Wochen / Monaten Arbeit... Meine Güte, was soll jemand sagen, der eine Schul- und Berufsausbildung hat, und dann von Anfang 20 an bis 65 arbeitet, wenn er oder sie das überhaupt durchhält. Das sind zehn% weniger als der Musiker hat. Was soll ein Akademiker, beispielsweise Mediziner, sagen, der seine erste Kohle frühestens zehn Jahre später verdient, dafür noch richtig was getan hat und nicht selten 12, 14 oder 16 Stunden arbeitet, möglicherweise zzgl. Notdiensten?
Oder stell Dir den Fall vor: Jemand macht in den 50ern eine Aufnahme, die kaum beachtet wird. Jetzt gräbt irgendeine clevere Werbeagentur dieses Lied raus und platziert es geschickt in einer Produkt-Werbekampagne. Das Produkt wird ein Erfolg, der Song wird Kult. Ale verdienen sich eine goldene Nase - nur der Künstler sieht keinen Cent. Ist das gerecht? Ich denke nein.
Das ist nicht der Fall, den ich meinte. Warum jedoch sollte sich ein Spankox die komplette Kohle einstecken, wenn seine Arbeit eigentlich nur aufgrund der alten Elvis-Aufnahme überhaupt existiert und funktioniert, ohne Elvis (vorausgesetzt er wüde noch leben) etwas davon abzugeben? Egal, ob Elvis ohnehin reich genug wäre - es stünde ihm zu, ganz einfach.Ich meine, wer es in 50 Jahren nicht schafft, aus seiner Kunst Geld zu machen, der schafft es auch in weiteren 2, 5, 10 oder 30 Jahren nicht mehr.
Klagen tun in dieser EU-Initiative momentan nur ältere Künstler, die gerade von dieser Regelung betroffen sind, nicht die Industrie. Das sind viele namenlose, eher unbekannte Künstler, die auf diese Einnahmen zwingend angewiesen sind, dazu noch ein paar bekanntere als Zupferde (wie Charles Aznavour oder Udo Jürgens), die auf dieses Geld natürlich nicht angewiesen sind, aber Gehör finden, was wichtig für ein solches Vorhaben ist.Wer natürlich für gewöhnlich klagt, das ist die Industrie, aber auf deren Seite befindest du dich ja nicht, oder...?
Was die Industrie anbetrifft. Ich bin keinesfalls gegen sie. Sie hält die Künstler (und viele andere Leute) am Leben. Man braucht sich gegenseitig. Dass die Industrie in den letzten Jahren viele Fehler gemacht und viele Weichen falsch gestellt hat, steht außer Frage. Sie hat fast nur auf das schnelle Geld mit One-Hit-Wondern und identitätslosen Billigprodukten gesetzt. Dafür blutet sie jetzt. Langfristig aufgebaute Künstler, die auf hohem Niveau gute Produkte abliefern, verkaufen immer noch sehr gut. Das wurde nicht bedacht, daher die schlechten Zahlen. Kritik an der Industrie ist angebracht, doch verteufeln sollte man sie nicht. Sie schafft Arbeitsplätze, das ist nie verkehrt. Sie sollte nur endlich aus den Fehlern lernen und umdenken.
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Aber wer hindert diese Leute privat vorzusorgen, so wie es mittlerweile von jedem Maler-Azubi selbstverständlich erwartet wird? Wer meint er brauche dies nicht, soll dann auch nicht rumheulen, wenn er die Kohlen platt gemacht hat, daß die Rechte nach fünfzig Jahren verfallen, war ja schließlich vor fünfzig Jahren bereits bekannt.Du gehst von den Superstar-Dimensionen aus, die allerdings nicht die Regel sind. Die Realität für die meisten Künstler sieht aber so aus, dass sie Anfang 20 ihre großen Erfolge haben, an die sie meist nicht mehr anknüpfen können. Dann tingeln sie bis Mitte 60 damit herum. Irgendwann sind sie zu alt (und krank) dafür, da wäre es schon wichtig, wenn sie dann noch ein paar Groschen sehen, wenn ihr alter Hit auf einer Kopplung erscheint. Das ist deren Art von Rente, und es ist ganz sicher nicht so, als hätten sie ihr Leben lang gefaulenzt.
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Das ist alles gut und schön, doch habt Ihr immer die großen Stars mit ihrer fetten Kohle vor Augen. Das sind die Ausnahmen, die bewegen sich im Promille-Bereich! Wer vor Jahren mal 1-2 Hits hatte und darauf angewiesen ist, damit 50 Jahre rumzutingeln, der verdient damit keine Unmengen, so dass er ständig auf Yachten zugekokst mit Nutten im Schampus baden kann. Die Realität sieht anders aus! Die meisten Künstler kommen so gerade über die Runden, da bleibt nichts zum Ansparen einer großen Altersvorsorge.Aber wer hindert diese Leute privat vorzusorgen, so wie es mittlerweile von jedem Maler-Azubi selbstverständlich erwartet wird? Wer meint er brauche dies nicht, soll dann auch nicht rumheulen, wenn er die Kohlen platt gemacht hat, daß die Rechte nach fünfzig Jahren verfallen, war ja schließlich vor fünfzig Jahren bereits bekannt.
Es ist doch ungerecht: Das Urheberrecht verfällt 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers, so dass sich bis drei zwei Generationen von Erben (die nichts zum Erfolg ihres Erblassers beigetragen haben) noch ein sorgenfreies Leben mit Leistungen ihres Vorfahren machen können, während das Werkrecht bereits 50 Jahre nach der Veröffentichung des Werks (und damit häufig noch zu Lebzeiten des Künstlers) verfällt. Ich sehe das nicht ein!
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Vieles ist ungerecht.Das ist alles gut und schön, doch habt Ihr immer die großen Stars mit ihrer fetten Kohle vor Augen. Das sind die Ausnahmen, die bewegen sich im Promille-Bereich! Wer vor Jahren mal 1-2 Hits hatte und darauf angewiesen ist, damit 50 Jahre rumzutingeln, der verdient damit keine Unmengen, so dass er ständig auf Yachten zugekokst mit Nutten im Schampus baden kann. Die Realität sieht anders aus! Die meisten Künstler kommen so gerade über die Runden, da bleibt nichts zum Ansparen einer großen Altersvorsorge.
Es ist doch ungerecht: Das Urheberrecht verfällt 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers, so dass sich bis drei zwei Generationen von Erben (die nichts zum Erfolg ihres Erblassers beigetragen haben) noch ein sorgenfreies Leben mit Leistungen ihres Vorfahren machen können, während das Werkrecht bereits 50 Jahre nach der Veröffentichung des Werks (und damit häufig noch zu Lebzeiten des Künstlers) verfällt. Ich sehe das nicht ein!
Aber die Situation, wie sie ist, ist den Betroffenen ja bekannt. Und wer es schafft, bis ins hohe Alter zu tingeln, der sollte auch etwas bei Seite schaffen können. Immerhin wird selbst für einen Bierzeltauftritt in Hintertupfingen noch vierstellig bezahlt. Außerdem gibt´s ja mittlerweile das Dschungel-Camp.
Aber viele sind ja nunmal auch schlicht zu blöd. Z. B. ein Nino de Angelo, der hat noch nicht mal fünfzig Jahre benötigt, um finanziell vor die Hund zu gehen.
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Der Prozentsatz der Leute, die nicht mit Geld umgehen können und pleite sind, ist in der Showbranche auch nicht wesentlich größer als überall sonst. Nur dass es da nicht in der Zeitung steht.Aber viele sind ja nunmal auch schlicht zu blöd. Z. B. ein Nino de Angelo, der hat noch nicht mal fünfzig Jahre benötigt, um finanziell vor die Hund zu gehen.
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Zumal es die Künstlersozialkasse gibt, mittels der freischaffende Künstler auch Zugang zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung erhalten.Aber wer hindert diese Leute privat vorzusorgen, so wie es mittlerweile von jedem Maler-Azubi selbstverständlich erwartet wird? Wer meint er brauche dies nicht, soll dann auch nicht rumheulen, wenn er die Kohlen platt gemacht hat, daß die Rechte nach fünfzig Jahren verfallen, war ja schließlich vor fünfzig Jahren bereits bekannt.
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Die Künstlersozialkasse hat nur den Nachteil, dass die kleinen, mittel bis schlecht verdienenden Künstler ihr Leben lang darin einzahlen müssen, aber kaum was rausbekommen, während z.B. ein Dieter Bohlen, der ein paar hundert Millionen besitzt und den Quatsch nicht braucht, ebenfalls darin einzahlen muss und am Ende eine dermaßen fette Rente bekommt, dass die Schwarte kracht.Zumal es die Künstlersozialkasse gibt, mittels der freischaffende Künstler auch Zugang zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung erhalten.
Die Künstlersozialkasse ist - was die Altersversogung anbetrift - für'n Arsch, sorry.
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Mag sein, nur müssen diese Leute ja auch zusehen, wo sie bleiben.Der Prozentsatz der Leute, die nicht mit Geld umgehen können und pleite sind, ist in der Showbranche auch nicht wesentlich größer als überall sonst. Nur dass es da nicht in der Zeitung steht.
Warum wir nun mit Künstlern ganz besonderes Mitleid haben sollten, erschließt sich mir gerade nicht, sorry. Selbst nur ein einziger großer Hit, ist doch, bei guter Vermarktung, schon Millionen wert. Wem das immer noch nicht reicht...
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Das Umgekehrte ist aber auch wahr, und gleich in doppelter Hinsicht:Hier haben wir jedoch den umgekehrten Fall. Diesen Scheiß würde sich keine Sau kaufen, wenn nicht explizit mit dem Namen und der Stimme von Elvis geworben würde. Allein deshalb sehe ich persönlich es noch nicht einmal als "neues" bzw. "eigenes" Werk, weil es ohne Elvis gar nicht funktionieren würde.
1. Niemand ( außer Fans) kauft heute noch Elvis, würde es nicht in Abständen riesige Werbeaktionen, wie zb. mit ALLC JXL, Rubberneckin von Oakenfold, oder nun mit Spankox geben.
2. Spankox wirbt auch mit SEINEM Namen. Nicht nur mit Elvis. Hier muss man auch mal über den Tellerrand der Elvis Szene schauen: Spankox ist in Italien ein angesagter und beachteter House DJ. Er hat evtl. auch einen Namen zu verlieren, falls diese Symbiose nicht klappt? Und schließlich: ER hat jetzt 2 !!!! Musicvideos produziert. Egal in und mit welchem Namen: ER HAT sie produziert, während es BMG mit Elvis allein nicht schafft, all die Jahre nicht.
Und ein drittes ist auch wahr: Mal angenommen, er würde nur mit seinem Namen werben. "Elvis" würde niergends auftauchen. Es würde ein riesen Geschrei geben ob der Dreistigkeit von Spankox, Elvis Songs zu verschwurschteln, ohne den KING auch nur angemessen zu würdigen.
Ich wage sogar zu behaupten, das mit diesen Remixen mehr Leute Elvis Original kaufen, als ohne. Wenn das so ist, was sich wirklich lohnen würde mal zu überprüfen, dann sind all die Argumente der Remix Gegner durch die Bank weg widerlegt.
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- Wisdomy
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Das habe ICH auch nie von dir gedacht. Ich kenne dich zwar nur aus dem Forum, weiß auch, das du sehr geschickt argumentieren kannst, weiß aber auch, das du auf deinem Fachgebiet sehr viel Wissen hast und Prinzipien hast. Als knöchern würde ich dich nicht bezeichnen, vielleicht manchmal ein wenig störrisch. Aber wer ist das nicht, wenn es um Prinzipien geht, die einem wichtig sind.Absoluter Unfug, genau das ist eben nicht der Fall!
In den 50ern wurde Elvis kritisiert bzw. abgelehnt, weil man glaubte, seine lasziven Bewegungen und die "Negermusik" hätten einen negativen Einfluss auf die Moral der Jugend. Spankox hingegen wirft man Trittbrettfahrerei, Leichenfledderei und die Verschandelung von bedeutendem Kulturgut der Popmusik vor. Das hat nichts miteinander zu tun, das sind zwei Paar Schuhe.
Ich bin ganz sicher kein verknöcherter Opa, der etwas gegen Dancefloor-Music und Remixe hat - im Gegenteil, ich habe mich infolge von intensiver Beschäftigung mit dieser Kunsform im letzten Jahr sogar damit angefreundet und kann ihr inzwischen ganz sicher mehr abgewinnen als die meisten anderen hier vertretenen Musikfreunde. Um das noch einmal in aller Klarheit zu sagen: Ich habe nur etwas dagegen, das mit der Musik von toten Künstlern zu machen, die nicht mehr um Einverständnis gefragt werden können. Das finde ich respektlos. Würde Elvis noch leben und hätte diese Remixe abgenickt, hätte ich absolut nichts dagegen.
Es gibt aber schon genug Leute, bei denen ich sehr oft zu spüren glaube, das man jeden noch so dummen Mist von Elvis hochjubelt, und alles, was nicht dem King allein gehört, rundherum ungeprüft ablehnt.
Ach da fällt mir etwas ein. Weil doch nun wieder argumentiert wird, Elvis könne sein Einverständnis nicht geben und daher wäre das alles nicht in Ordnung:
Fast alle hier kaufen gierig die FTDs. Da werden "Alternate" Takes zu Hunderten zu horrenden Preisen verhökert. Was heute so schön als "Alternate" bezeichnet wird, war damals nichts weiter als Ausschuß. Schlicht zu schlecht für eine VÖ, nicht selten explizit von Elvis so benannt. Wo bleibt denn DA das Argument und die Frage: Ist es überhaupt im Sinne von Elvis, entspräche es seinem Willen, das all die unfertigen, falsch gesungenen, schief gelaufenen Songs veröffentlicht werden? Wenn es darum geht, dann spielt es auch keine Rolle, ob es seine Songs sind, oder verwurschtelte, die man gegen seinen Willen veröffentlicht.
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