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Elvis - The Concert
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Da bist Du aber definitiv auf dem Balsa-Pfad. Besonders bei Ronnie Tutt wäre es ungefähr gleichwertig, wenn man behaupten würde, Arnold Schwarzenegger kann heute noch die Gewichte stemmen, die er vor 30 Jahren hob. Wer sich On Tour 1972 nicht nur einmal reingezogen hat, weiß, dass man Tutt's Spiel heute in gar keiner Weise mehr damit vergleichen kann. Er ist gut, er hat noch Power und Musikalität. Aber der frische, sportliche Drive eines geradezu unter Strom stehenden Super-Speed-Drummers von 1972 ist heute schon physisch nicht mehr drin. Man kann er sagen, er ist "ruhiger" geworden und sein Spiel hat eine warme Reife erhalten. Aber ist weit entfernt von dem dynamischen Kick, den so manches Bootleg, besonders von 72 ziert.
Dazu sage ich nur: meines Erachtens spielt er beispielsweise "Suspicious Minds" heute viel geiler als in TTWII 1970.
Ich sehe da insbesondere keine großen RÜCKSCHRITTE gegenüber dem, was/wie er zu diesem Song früher gespielt hat.
Und: für einen Drummer, der alles richtig macht, ist das gar nicht ein SO großer Kraftakt, wie man denkt. Das lernt man in der ersten Schlagzeug-Stunde, dass man nicht "verkrampfen" soll bzw. gutes Schlagzeugspiel nicht zwingend etwas mit maximaler Kraftausübung zu tun hat, sondern eher mit Konzentration und Koordinierung.
Insofern hinkt der Vergleich zu Arni etwas, finde ich.
Ich greife - um mal auf seine Spielweise konkret einzugehen - mal EIN Beispiel heraus: Ronnie´s Double Bass Spiel:
er vermag es, heute noch in haargenau der gleichen Geschwindigkeit, also mit genau dem gleichen Speed, die Bassdrums zu spielen wie früher; er ist da nicht träger oder langsamer geworden (allein am Ende von "Suspicious Minds", wenn Elvis sich schüttelt und herumzuckt und Ronnie das ganze mit einer Mischung aus Snare und Bassdrums untermalt, offenbart sich das doch astrein!).
1972 hat Ronnie sein Spiel zu "Suspicious Minds" zum Ende des Songs hin immer mehr aufgedreht/intensiviert, so hat er z.B. den ganzen letzten Teil oftmals quasi durchgehend mit Double Bass, also 2 Bassdrums begleitet (ich meine hier NICHT die o. g. Stelle, wo Elvis seine Verrenkungen und Zuckungen usw. GANZ am Ende des Songs macht, sondern schon vorher!).
Haargenau DAS hat er auf der 2010er Tour z.B. auch getan (also dass er gegen Ende des Songs, nach dem 2. "ruhigeren" Teil, da wo Elvis erst auf das eine Knie, dann auf das andere Knie runtergeht, auch die linke Bassdrum - zusätzlich zur rechten - noch dazugenommen hat). Nachdem 2010 der Drumsound m.E. so perfekt und geil wie noch nie, allenfalls 1999, gemischt war, konnte man das da besonders gut nachvollziehen, was/wie er gespielt hat.
Dieses Jahr mischt der Sound-Mann den Drumsound, insbesondere den Bassdrum Sound leider nicht so gut/ nicht so laut und intensiv wie derjenige 2010, wahrscheinlich weil bei Elvis viele Mischpultmänner immer denken, die Halle sei voll von Omas und Opas, deren Ohren man schonen müsse oder was weiß ich. Deswegen ist das 2012 nicht so schön nachzuvollziehen, aber wenn man sich drauf konzentriert oder in ner guten Ecke der Halle sitzt, wo sich der Bassbereich ein bisschen sammelt, bemerkt man, dass er das zuweilen auch dieses Jahr tut.
Zusammenfassend: um mal bei dem Beispiel Bassdrum zu bleiben: Ronnie hat hier gegenüber früher nichts an 1.) Geschwindigkeit eingebüßt und an 2.) Laune, beide Bassdrums auch tatsächlich einzusetzen (und zwar zu den gleichen Zwecken wie früher/ an den gleichen, intensiven Stellen wie früher), eingebüßt.
INSBESONDERE unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Ronnie vor 12 Jahren gleichzeitig einen Schlaganfall und Herzinfarkt hatte (mit Wiederbelebung, da sein Herz bereits gestoppt hatte, und ein paar Bypässen, die er nach der Wiederbelebung gelegt bekam), ist es sogar ein schierer WAHNSINN wie er heute spielt!
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und wenn guerico sagt, dass die fans es sind, die das projekt am leben halten, ist das zwar richtig -enthält aber einen hinweis darauf (oder man kann es vermuten), dass die nachfrage da ist und das geld lockt - aber die musiker selber mittlerweile schon mehr gelangweilt sind als 10 jahre früher.
die mitschnitte der letzten jahre zeigen das.
Wo sagt Guercio das denn?
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Volle Zustimmung. Ronnie hat es immer noch drauf wie 1970....keine Schwächen.Dazu sage ich nur: meines Erachtens spielt er beispielsweise "Suspicious Minds" heute viel geiler als in TTWII 1970.
Ich sehe da insbesondere keine großen RÜCKSCHRITTE gegenüber dem, was/wie er zu diesem Song früher gespielt hat.
Und: für einen Drummer, der alles richtig macht, ist das gar nicht ein SO großer Kraftakt, wie man denkt. Das lernt man in der ersten Schlagzeug-Stunde, dass man nicht "verkrampfen" soll bzw. gutes Schlagzeugspiel nicht zwingend etwas mit maximaler Kraftausübung zu tun hat, sondern eher mit Konzentration und Koordinierung.
Insofern hinkt der Vergleich zu Arni etwas, finde ich.
Ich greife - um mal auf seine Spielweise konkret einzugehen - mal EIN Beispiel heraus: Ronnie´s Double Bass Spiel:
er vermag es, heute noch in haargenau der gleichen Geschwindigkeit, also mit genau dem gleichen Speed, die Bassdrums zu spielen wie früher; er ist da nicht träger oder langsamer geworden (allein am Ende von "Suspicious Minds", wenn Elvis sich schüttelt und herumzuckt und Ronnie das ganze mit einer Mischung aus Snare und Bassdrums untermalt, offenbart sich das doch astrein!).
1972 hat Ronnie sein Spiel zu "Suspicious Minds" zum Ende des Songs hin immer mehr aufgedreht/intensiviert, so hat er z.B. den ganzen letzten Teil oftmals quasi durchgehend mit Double Bass, also 2 Bassdrums begleitet (ich meine hier NICHT die o. g. Stelle, wo Elvis seine Verrenkungen und Zuckungen usw. GANZ am Ende des Songs macht, sondern schon vorher!).
Haargenau DAS hat er auf der 2010er Tour z.B. auch getan (also dass er gegen Ende des Songs, nach dem 2. "ruhigeren" Teil, da wo Elvis erst auf das eine Knie, dann auf das andere Knie runtergeht, auch die linke Bassdrum - zusätzlich zur rechten - noch dazugenommen hat). Nachdem 2010 der Drumsound m.E. so perfekt und geil wie noch nie, allenfalls 1999, gemischt war, konnte man das da besonders gut nachvollziehen, was/wie er gespielt hat.
Dieses Jahr mischt der Sound-Mann den Drumsound, insbesondere den Bassdrum Sound leider nicht so gut/ nicht so laut und intensiv wie derjenige 2010, wahrscheinlich weil bei Elvis viele Mischpultmänner immer denken, die Halle sei voll von Omas und Opas, deren Ohren man schonen müsse oder was weiß ich. Deswegen ist das 2012 nicht so schön nachzuvollziehen, aber wenn man sich drauf konzentriert oder in ner guten Ecke der Halle sitzt, wo sich der Bassbereich ein bisschen sammelt, bemerkt man, dass er das zuweilen auch dieses Jahr tut.
Zusammenfassend: um mal bei dem Beispiel Bassdrum zu bleiben: Ronnie hat hier gegenüber früher nichts an 1.) Geschwindigkeit eingebüßt und an 2.) Laune, beide Bassdrums auch tatsächlich einzusetzen (und zwar zu den gleichen Zwecken wie früher/ an den gleichen, intensiven Stellen wie früher), eingebüßt.
INSBESONDERE unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Ronnie vor 12 Jahren gleichzeitig einen Schlaganfall und Herzinfarkt hatte (mit Wiederbelebung, da sein Herz bereits gestoppt hatte, und ein paar Bypässen, die er nach der Wiederbelebung gelegt bekam), ist es sogar ein schierer WAHNSINN wie er heute spielt!
Und man braucht bei ihm keine Entschuldigung von wegen Alter oder Gesundheit.....denn dann wäre nur relativ sensationell nach dem motto "na ja..bei seinem alter und bei seiner gesundheit...DAFÜR ist er immer noch gut". Nein, er ist absolut gut - und man merkt keine Verschlechterung zu 1970....
James fällt da eher ab...siehe vorher von mir geschrieben...
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GEILE Quali! Kaum zu glauben dass wir am anderen Ende der Halle saßen!
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Ich will gar nicht dagegen reden und hoffe bei deinen Ausführungen inständig, dass er noch genauso wie 1972 spielt. Denn das macht diese Konzerte schließlich besonders sinnvoll, im Rahmen der Geschichte speziell und authentisch. Hoffentlich knallt die Double-Bassdrum dieses Jahr noch mal. Warum spielt der Gute nur kein Ludwig mehr? Das würde den Kultfaktor erhöhen.
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Volle Zustimmung. Ronnie hat es immer noch drauf wie 1970....keine Schwächen.
Und man braucht bei ihm keine Entschuldigung von wegen Alter oder Gesundheit.....denn dann wäre nur relativ sensationell nach dem motto "na ja..bei seinem alter und bei seiner gesundheit...DAFÜR ist er immer noch gut". Nein, er ist absolut gut - und man merkt keine Verschlechterung zu 1970....
James fällt da eher ab...siehe vorher von mir geschrieben...
Obwohl James - denke ich - auch nichts von seiner Fingerfertigkeit als solchen eingebüßt hat (wobei ich Klavier und Schlagzeug besser beurteilen kann als Gitarre; mit Gitarre kenne ich mich nicht wirklich aus). Trotzdem, ich denke bei James liegt es wirklich mehr an seiner Stil-Änderung. Seine Finger laufen aber noch genauso gut wie früher; nur spielt er halt nicht mehr so gern so "dreckig" wie früher (wobei er ja NIE wirklich dreckig gespielt hat, aber man versteht glaube ich was ich meine!).
Ein gutes Beispiel "früher vs. heute" im Fall von Ronnie ist für mich auch immer "Mystery Train/Tiger Man". Weil der Song ohne Orchester und Background Sänger ist und daher das, was er spielt, besser rauskommt als z.B. bei Suspicious Minds mit dem ganzen Trompetenbombast, gegen den sich das Schlagzeug erstmal druchsetzen muss. Und weil es von "Mystery Train/Tiger Man" ja wirklich massenweise gute Aufnahmen in Soundboard-Quali gibt, wo man sehr gut heraushört, was oder wie Ronnie den Song begleitet hat.
Und wenn man mal beispielsweise die Version von Tuscaloosa ´76 - CD "Old Times They Are Not Forgotten" (ich nehme mal diese Show, weil die CD ja wirklich einen tollen astreinen Klang hat!) mit dem folgenden Video von Amsterdam 2003 vergleicht, stellt man fest, dass Ronnie die Begleitung, insbesondere eben die "schlagzeug-lastigen" Stellen, auch heute noch genauso spielt wie damals (also dass er in dem gleichen Stil spielt wie früher - soll heißen: er spielt das nicht in einem anderen Stil oder weniger "dreckig" wie z.B. James - und dass er zu dem Song die gleichen "rolls" auf dem Schlagzeug spielt wie früher - und DIE auch nicht weniger schnell, nicht weicher oder zurückhaltender als früher oder sonstwas!).
Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass er den Song heute schlagzeugtechnisch gegenüber früher noch verfeinert hat bzw. sich noch ein paar mehr "Kniffe" hat einfallen lassen im Vergleich zu früher.
Ja ich sage: er spielt den Song heute genauso, tendenziell sogar etwas besser und interessanter als damals. Keinesfalls jedoch ist da irgendein Rückschritt gegenüber den 75er oder 76er Versionen zu hören.
Zu sagen, seine Begleitung zu diesem Song sei heute weicher, langsamer, weniger rockig, gesetzter oder weniger frisch und spritzig als in den 70ern, wäre schlichtweg ignorant und falsch.
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