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Unchained Melody - 1977
- Kai
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Damit wollte ich zum Ausdruck bringen, das ich mir dieses Konzert nicht anhören möchte, weil mir ein schlechtes Elvis-Konzert nichts gibt. Für dich ist es etwas besonderes, für mich eben nicht so. Ich denke auch das Elvis solche Shows nur aus der Not heraus gegeben hat, sozusagen im Sparmodus. Kann mir nicht vorstellen, das er dass, wäre es mit ihm (besonders Gesundheitlich) wieder Bergauf gegangen, Rückblickend für gut befunden hätte. Habe übrigens noch irgendwo die "Fort Baxter-Moody Blue" liegen und die habe ich vielleicht 2 mal gehört. Es gibt wirklich besseres Live-Material von Elvis. Das weißt du genauso wie ichMal ganz ehrlich was soll sowas?? Muss ich ganz ehrlich fragen?? Du lässt sowas nicht an deine Ohren?? Oha... Für mich stellt diese Version etwas besonderes dar und ist keineswegs schlecht, wie du vll. sagen willst, jeder der Elvis liebt, muss auch den späten 77er Elvis mögen und dazu gehört nunmal die Unchained Melody...
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Genau das ist der springende Punkt. Wäre er nicht gestorben und hätte er sich wieder berappelt, hätte er die Konzertmitschnitte der Jahre 76/77 sicher nicht als Glanzleistung gewertet. Elvis war Vollblutmusiker genug, um selber ganz genau zu wissen, dass er weit hinter seinen Möglichkeiten geblieben ist.Kann mir nicht vorstellen, das er dass, wäre es mit ihm (besonders Gesundheitlich) wieder Bergauf gegangen, Rückblickend für gut befunden hätte.
Da er aber keine Gelegenheit mehr hatte, diesen Tiefpunkt wieder wettzumachen, sind viele Fans geneigt, die 77er Sachen als "Vermächtnis" zu sehen und - mithilfe diverser Schönfärbereien - entsprechend hochzuhalten. Wobei es aus dieser "schlimmen" Zeit nur zwei offizielle Tonträger gibt, nämlich "Elvis in Concert" und - mit Einschränkungen - "Moody Blue", also ein verschwindend geringer Anteil an seinem Gesamtwerk. Daher sollte man sich davon lösen, auch als noch so überzeugter, loyaler Fan. Elvis' Vermächtnis war seine gesamte Lebensleistung, und aufgrund einer minderwertigen Live-Platte und einer halbgaren Studio-LP sollte man sich nicht in einen Erklärungsnotstand begeben. Das, was er davor zustande gebracht hat, war großartig genug, um erwarten zu können, dass ihm der Rest verziehen wird. Daher vertrete ich die Ansicht, dass man Elvis' Lebenswerk eher schmälert, indem man die Live-Jahre 76/77 schönredet und damit auf eine Stufe mit den Sternstunden stellt. Wer soviel Großes geleistet hat wie Elvis, dem muss die Musikgeschichte auch ein paar Ausrutscher verzeihen können. Und das hat sie inzwischen als eine Art Korrektivum auch getan, wie wir anlässlich des 30. Todestages alle voll freudiger Überraschung feststellen durften.
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- Wisdomy
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Ich kann es nur sehr schwer erklären, aber Elvis ist hier für mich absolut authentisch, ich liebe diese Rapid City Show. Zugleich beschleicht mich ein schlechtes Gewissen, das ich diese Show mag. Ich bin da in einem absoluten Zwiespalt, auch argumentativ. Am besten komme ich mit der Erklärung klar, wenn ich sage, das Elvis da auf eine ANDERE Art gut war. Und das ist bei mir keine Schönfärberei, um schönzureden, was nunmal schlecht ist.
Und trotzdem möchte ich diese 77er Shows Freunden nicht oder nur sehr ungern zeigen, weil ich das Gefühl habe, Elvis' Ansehen damit zu schaden. Ich habe das 2 mal getan, und trotz das diese Leute auch vorher flappsig über den dicken Elvis redeten, so wies lange Mode war, schauten sie gebannt zu, und es fiel dabei und auch danach kein Wort des Lästerns mehr. Als ich die fragte, wie sie es empfanden, konnten sie es genauso schwer ausdrücken. Es war eine Mischung aus Beklemmung, Faszination, Begeisterung, Hochachtung, Nachdenklichkeit, Traurigkeit, Mitleid. Zum ersten Mal nahmen sie - und das war es, was ich auch jedesmal dabei empfinde - Elvis nicht als KING, als Überperson wahr, sondern als Mensch. Seine Schwäche, das trifft vielleicht den Kern, macht ihn unglaublich menschlich und sympathisch. Und im Wissen um diese Schwäche, in Bild und Ton festgehalten, werden die meisten dieser Songs zu - für mich - einzigartig fesselnden Performances. Einige, wie das hingebrabbelte Love Me, die abgenuddelten RocknRolls etc., oder beispielsweise das gesamte Omaha Konzert, sprechen mich nicht an, und tun beim zusehen richtig weh, weil es ihm da sehr sehr schlecht ging. Da glühte gar nichts mehr in ihm.
Aber ich würde es als großen musikalischen Verlust empfinden, wenn Songs wie My Way, You Gave Me, How Great, Are You Lonesome oder Its Now Or Never, oder Unchained Melody - vor allem in der für mich wunderschönen Moody Blue Fassung, nachträgliches Bearbeiten hin oder her - nicht in diesen 77er Fassungen vorliegen würden.
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Was "My way" anbetrifft, unterschreibe ich das mit vollster Überzeugung. Den restlichen Versionen der von Dir genannten Songs kann ich allerdings beim besten Willen nichts positives mehr abgewinnen.Aber ich würde es als großen musikalischen Verlust empfinden, wenn Songs wie My Way, You Gave Me, How Great, Are You Lonesome oder Its Now Or Never, oder Unchained Melody - vor allem in der für mich wunderschönen Moody Blue Fassung, nachträgliches Bearbeiten hin oder her - nicht in diesen 77er Fassungen vorliegen würden.
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- stevie b.
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Oder zu unterstellen,man setzt diese mit 69,70 oder 72 gleich.DAS IST NICHT SO,aber es gibt Elvis FAns die 77 hören.Und das ist auch gut so.
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Nein. Das bloße Hören macht sie noch nicht zu Schönfärbern. Erst das Schönfärben.Du solltest mal davon abkommen Leute,die auch 77er Versionen hören, als Schönfärberei abzutun.
Nein. Das bloße Hören setzt die 77er Versionen noch nicht den anderen gleich. Erst das Gleichsetzen.Oder zu unterstellen,man setzt diese mit 69,70 oder 72 gleich.DAS IST NICHT SO,aber es gibt Elvis FAns die 77 hören.Und das ist auch gut so.
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Nein, das Geleichsetzen setzt die Versionen nicht gleich, denn sie sind nicht gleichNein. Das bloße Hören macht sie noch nicht zu Schönfärbern. Erst das Schönfärben.
Nein. Das bloße Hören setzt die 77er Versionen noch nicht den anderen gleich. Erst das Gleichsetzen.
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Feine Dialektik. Aber Du hast Recht, sie sind nicht gleich, daher rege ich mich ja auch immer so auf, wenn jemand mit der Behauptung um die Ecke kommt, "How great thou art" aus dem CBS-Special sei eine gesangliche Meisterleistung, und diese Aussage nur auf den einen hohen Ton stützt, ohne hören zu können oder zu wollen, wie grottig ein großer Teil des restlichen Liedes gesungen ist.Nein, das Geleichsetzen setzt die Versionen nicht gleich, denn sie sind nicht gleich
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Aber ein smuss ich zu How Great Thou Art sagen: Es ist emotional und berührt durch die Tatsache, dass Elvis alles gegeben hat. Und das ist mehr wert, als jedes geleckte und perfekte Styling-Gesinge jeder Whitney Houston. Denn das ist nicht selten steril wie ein Op-Tisch.
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