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Übrigens sind uralte simple Volkslieder wie "horch was kommt von draußen rein" oder das "wandern ist des Müllers lust" ebenso einfach oder sogar noch simpler gestrickt wie pop.
denoch sind sie musikhistorisch von großer bedeutung. Die Überliefung über die Jahrhunderte spricht dafür, daß Menschen anspruchsvolle Oper genauso schätzen wie simple Liedchen. Wie konnten zur selben Zeit als große Opern geschrieben wurden, simple Liedchen gedichtet werden? ganz einfach, weil nicht jeder eine Oper hören möchte. Diese Lieder sind in die Geschichte eingegangen, genau wie beethovens 5. sinfonie. also wo zum Teufel liegt dein verkacktes Problem
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Von diesem Generalirrtum sollte man sich auch mal langsam befreien. Die Popmusik ist und war nie demokratisch, werder vor noch nach Elvis, erst recht nicht wegen Elvis. Was wir an Musik vorgesetzt bekommen, bestimmen nämlich nicht die ausübenden Künstler, sondern die Entscheidungsträger in den Plattenfirmen und Medien-Redaktionen. Musik, von der die nicht wollen, dass Du von ihr erfährst, wirst Du auch nie zu Gehör bekommen. Das ist das Gegenteil von demokratisch, das ist eine Kultur-Diktatur sondersgleichen, die sich nur an den Gewinnmöglichkeiten orientiert, aber ganz sicher nicht am kulturellen Wert oder Inhalt. Als Konsument kannst Du nur insofern entscheiden, indem Du Dir den Scheiß, der rauskommt, nicht anhörst und kaufst. Doch hast Du keine Chance, an die guten Sachen zu kommen, die Dir willkürlich vorenthalten werden. Der erste Ansatz einer Demokratisierung der Popmusik findet gerade durch das Internet statt, aber damit Elvis rein gar nichts zu tun. (Außer natürlich, dass er das Internet erfunden hat.Aber Elvis beispielsweise hat eine immense Demokratisierung in der (Pop-)Musikgeschichte eingeleitet.
Alles wahr, aber auch diese, die ihm folgten, sind musikhistorisch ohne jede Bedeutung.Er hat Türen geöffnet für andere, um durchzugehen, er hat tausende Musiker inspiriert mit seiner Musik.
Nein, er war durchaus auch ein musikalisches Phänomem, innerhalb seiner Stilrichtung.Warum reduziert man ihn dann plötzlich auf ein kulturelles Phänomen?
Eben. Also machte er keine völlig neue Musik. Er popularisierte nur einen bestimmten Vortragsstil. Das ist jedoch musikhistorisch nicht von Belang, höchstens für die Geschichte der Popmusik und speziell des Rock'n'Rolls.Aber er war vor allem jemand, der völlig neue Musik machte. Und bitte jetzt nicht kommen mit irgendwelchen Songs, die angeblich vorher schon Rock 'n' Roll waren. Ja, Rocket 88, bla bla... Knut Bentzner nannte in seiner Sendung "Das Abendland steht noch" - 50 Jahre Rock'n'Roll (DLF, 05.07.2004) Sixty Minute Man von den Dominoes als ersten Rock 'n' Roll Titel. Andere gehen noch weiter zurück, bis in die 40er und davor.
Ja, das mag auch alles künstlerisch wertvoll sein, aber innerhalb einer rückwärtsgewandten, primitiven Musik wie der Popmusik. Daher ist es musikhistorisch belanglos, ein R&B-Liedchen im Country-Stil zu interpretieren.Wem hilft das weiter? Kunst ist nichts, was von jetzt auf gleich entsteht oder sich verändert. Die Grenzen sind fließend, auch die zeitlichen. Dinge entwickeln sich, werden ausprobiert, verworfen, weiter betrieben, beibehalten, imitiert, erweitert, sie verschmelzen, bis wieder etwas Neues entsteht. An diesen Punkten gibt es meist Leute, die - ob zufällig oder nicht - gerade an der richtigen Stelle sind, um Katalysator zu sein. Und dafür ist es egal, ob die Zutaten bereits zuvor umherschwirrten. Es ist der Augenblick, der zählt in der Kunst. Der vom Subjekt aufgegriffene Augenblick.
Bedeutend für den Fortgang der Kunst ist, sie weiterzuführen.Und dabei zeigt sich, ob er etwas Bleibendes schafft und bedeutend ist für den Fortgang der Kunst.
Ich sehe es so wie Copperfiled. Die Kunst zählt, der Künstler ist bedeutungslos. Oftmals ist er noch nicht einmal identisch mit seiner Kunst. Ich zitiere unseren Meister: "The image is one thing, human being another." Sehr weise!Das ist auch etwas, was mich seit jeher an Copperheads Signatur (hat er sie noch?) irritiert: Wie soll man der Kunst trauen? Die Kunst ist nichts. Der Künstler erschafft sie ja erst. Nur ihm ist zu trauen.
Ich will Elvis gar nicht seine Bedeutung absprechen, sondern sie nur richtig definiert wissen. Er war und ist bedeutend, sehr bedeutend sogar. Sein Wirken jedoch in einem Atemzug mit der Entwicklung der Notenschrift oder der abendländischen Tonalität und Harmonik zu nennen, ist hingegen absurd. Daher ja: Der Abgrenzung wegen.Bei allem frage ich mich allerdings das Eine: Worauf willst du eigentlich hinaus? Was ist dein Anliegen? Warum möchtest du Elvis so vehement seine Bedeutung absprechen? Nur der Abgrenzung wegen?
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Ich finde, man kann schon sagen, dass Musiker, die über eine Milliarde Tonträger verkauft haben, bedeutende Personen in der Musikhistorie sind.Ich finde spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, Elvis kommerzielle Erfolge in den Ring zu werfen.
Wobei ich Elvis' musikalischen Einfluss in der Popmusik auch nur auf den Zeitraum 1954-57 begrenzen würde.
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Mit dieser Aussage gerade quasi passiert:Ich finde spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, Elvis kommerzielle Erfolge in den Ring zu werfen.
Warum die Popmusik musikhistorisch von Bedeutung ist? Weil sie die dominierende Musik des 20. jh war und der nahen zukunft sein wird.
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Klar gibt es auch anspruchsvollere Pop-Songs, es gibt Musicals, es gibt Rock-Opern. Dennoch: Da passiert musikalisch nichts, was es nicht bei Bach & Co. schonmal gegeben hätte.es spielt überhaupt keine rolle, das sie musikalisch gesehen einen Rückschritt darstellt. was ich übrigens etwas anders sehe, aber für dich scheint es ja nur 3 Arkord pop zu geben.
Ja, sie sind die Popmusik vergangener Jahrhunderte. So wie diverse heutige Popsongs wahrscheinlich die Volkslieder von morgen sein werden.Übrigens sind uralte simple Volkslieder wie "horch was kommt von draußen rein" oder das "wandern ist des Müllers lust" ebenso einfach oder sogar noch simpler gestrickt wie pop.
Nein. Bedeutend war lediglich die Entwicklung der einfachen Liedform vor vielen hundert Jahren. Die einzelnen Lieder, die dieser Form seitdem folgen (vom Volkslied bis zum Popsong), sind nicht von Bedeutung.denoch sind sie musikhistorisch von großer bedeutung.
Die Überliefung über die Jahrhunderte spricht dafür, daß Menschen anspruchsvolle Oper genauso schätzen wie simple Liedchen.
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Nein, war er nicht.
Doch war er trotzdem.
Du willst doch nicht ernsthaft jemanden, der nie ein Musikstück geschrieben hat, der keine Noten lesen konnte, der gerade mal einfachste Zusammenhange der Harmonik verstand, der kein Instrument beherrschte und sich lediglich ein paar Stilrichtungen zurechtkopierte, wenn er die Lieder anderer nachsang, auf eine Stufe mit Mozart und Beethoven stellen.
Doch will ich. Weil es nicht darum geht, elvis war kein komponist, er war interpret. Elvis hat als Sänger (Musiker) den gleichen Stellenwert. In der classic sind es die komponissten und in der Popmusik die Sänger, denen die Bedeutung zukommt. Das ist der Unterschied, den du nicht verstanden hast.
Nehmen wir mal als weiteres Beispiel Elton John: Der hat hunderte von Songs geschrieben, kann Noten lesen, hat Musik studiert, kennt die Harmonielehre aus dem Eff-Eff, beherrscht ein Instrument (Klassik, Jazz und Pop!) und hat in den letzten 4 Jahrzehnten hunderte Millionen Platten verkauft - trotzdem ist auch er musikhistorisch ohne jede Bedeutung. Nur mal zur Verdeutlichung der Dimensionen, um die es bei dem Ausdruck "musikhistorisch bedeutend" geht.
da hast du recht, elton ist unbedeutend in diesem Sinne. Weil es in der popmusik völlig unbedeutend ist, ob ein Künstler seine Musik selber schreibt oder nur als Interpret auftritt. Wichtig ist hier, was er mit seiner Musik, die er singt, bewegt bzw. beeinflusst oder verändert hat. Das macht ihn bedeutend.
Mann, lass mal die Kirche im Dorf! Hier gehen doch gerade sämtliche Maßstäbe verloren. So einen Müll kannst Du verzapfen, wenn Du alleine unter Elvis-Fans bist. Sobald ein gebildeter Mensch in Hörweite ist, solltest Du Dich mit sowas besser zurückhalten, wenn Du vermeiden möchtest, dass man Dich für grenzdebil hält.
Damit willst du mir sicher sagen, daß du dich für einen gebildeten Menschen hälst. Gerade die jenigen die sich dafür halten, sind es die meistens im dunkeln stehn.
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Ich finde das eher wirtschaftlich relevant als musikhistorisch. Und es spricht - neben der Bedeutung als Wirtschaftsfaktor - für einen enormen kulturellen Einfluss auf die westliche Welt.Ich finde, man kann schon sagen, dass Musiker, die über eine Milliarde Tonträger verkauft haben, bedeutende Personen in der Musikhistorie sind.
So ist's recht!Wobei ich Elvis' musikalischen Einfluss in der Popmusik auch nur auf den Zeitraum 1954-57 begrenzen würde.
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Genau so ist es. Aber musikhistorisch ist das völlig bedeutungslos.Wichtig ist hier, was er mit seiner Musik, die er singt, bewegt bzw. beeinflusst oder verändert hat. Das macht ihn bedeutend.
Nein, das tue ich nicht. Ich habe maximal eine gepflegte Halbbildung. Aber ich kenne meine Grenzen, weil ich es mitunter mit wirklich gebildeten Menschen zu tun habe. In deren Gegenwart ziehe ich es dann auch vor, mich mit meinem Halbwissen gepflegt zurückzuhalten.Damit willst du mir sicher sagen, daß du dich für einen gebildeten Menschen hälst.
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Ich hatte aber in Deutschland gesucht.Die <a href=' www.jsl.ch/div/popluzern.htm ' target='_blank'>Schweiz ist da vorbildlich. In Deutschland hat Popmusik keine Relevanz an den Hochschulen, daran ändert auch mal ein einzelner Exkurs oder eine Arbeitsgemeinschaft nichts.
Wie gesagt, wozu auch? Wer an einem Instrument Jazz und Klassik gelernt hat, spielt Dir jeden Popsong wie Fliegendreck runter. Das braucht man nicht extra zu lernen, denn wie ich bereits zum zehnten Mal erkläre, ist die Popmusik eine Rückbesinnung auf primitivste musikalische Urformen. Einen Pipi-Song mit drei Akkorden im 4/4-Takt zu spielen, was muss man dafür eine Hochschule besuchen? Popmusik kann jeder spielen, der sich ein bisschen was am Keyboard oder an der Gitarre beigebracht hat. Oder sogar nur einen MAC hochfahren kann.
Was man allein schon können muss, um die Aufnahmeprüfung für eine Musikhochschule zu schaffen, übersteigt alles, was mit Popmusik zu tun hat, um ein vielfaches. Was soll eine Hochschule denn da unterrichten, die Klassik und Jazz vermittelt? Die Studenten auffordern, alles zu verlernen, damit sie einen Popsong überzeugend rüberbringen können?
Eine Oper dirigieren oder singen, das kann man sich nicht mal eben selber beibringen, das geht nur mit dem entsprechenden Studium. Aber einen Popsong spielen, das schafft sogar ein musikalischer Analphabet wie ich, der nie Klavierunterricht hatte und noch nicht einmal Noten ablesen kann.
Du drehst und wendest Dich immer...
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In der Definition des Begriffes "musikhistorisch bedeutend". Darin liegt übrigens nicht mein verkacktes Problem, sondern eher Deines.
das ist es ja die ganze zeit was ich von dir wissen will, kapierst du das nicht? Wenn mozart Beethoven elvis Bestles musikhistorisch nicht von bedeutung sind, in welcher historik denn dann??????????????????????????????????????????????????????????? Vieleicht antike, altes Ägypten, römisches Reich, Mittelalter
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