Unchained Melody - 1977

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26.01.2007 15:28 #550271 von Blues Boy
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Den Ton gab er zu Beginn der 60er sicherlich nicht derart vor, dass sein Output richtungsweisend war.

Das meinte ich auch. Was den Erfolg anging und vielleicht auch wie er vermarktet wurde, war er natürlich schon vorbildhaft.

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26.01.2007 15:32 #550272 von Blues Boy
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Bei 1,75 Millionen Käufern allein im Jahre 1969, wie Hendrickx behauptet, hätte da aber Mehrfach-Platin drin sein müssen, und nicht nur Gold.

Für mich ist das eine realistische Zahl, was die weltweiten Verkäufe anging. :huh:

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26.01.2007 15:45 #550282 von User gelöscht
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Für mich ist das eine realistische Zahl, was die weltweiten Verkäufe anging.

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26.01.2007 15:52 #550289 von Copperhead
Copperhead antwortete auf Unchained Melody - 1977

Also, der Musikmarkt der späten 60er bestand ja nicht nur aus Beatles, Dylan und Co., ebensowenig nur aus politischen oder psychadelischen Songs.
Vielleicht hat ja irgendwer die Charts aus der Zeit vorliegen, dann könnte man das mal analysieren. :smokin:

Hier die Top 40 Billboard pro Jahr. Sicherlich nicht in allen Angaben korrekt (wie man an den Kommentaren sieht), aber immerhin Online und somit leicht und für alle verfügbar :grin:.

<a href=' www.cylist.com/Search?Where=field08&What=billboard&Results=25 ' target='_blank'> www.cylist.com/Search?Where=field08...oard&Results=25

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26.01.2007 16:13 #550298 von Colonel
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Hätte z.B. der Produzent der Hawai Show nicht Elvis gesagt,er wäre zu fett,hätten wir jetzt ne Aloha Show mit einem blassen und aufgedunsenen Elvis gesehen...

Also nicht nur "Haare schneiden", sondern auch abnehmen wurde ihm abverlangt von den Produzenten? :blush:
Wo ist denn das her?
...und seit wann wird man "braun" bei Gewichtsverlust? Andererseits könnte wiederum was "dran sein" an deiner These, würde dann zumindest die Hautfarbe der Äthiopier erklären...wieder was gelernt! :devil:

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26.01.2007 16:22 #550302 von Blues Boy
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Hier die Top 40 Billboard pro Jahr. Sicherlich nicht in allen Angaben korrekt (wie man an den Kommentaren sieht), aber immerhin Online und somit leicht und für alle verfügbar

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26.01.2007 16:34 #550305 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf Unchained Melody - 1977

Nein. Aber Elvis konnte sein Comeback starten, weil die Beatles beispielsweise in Auflösung begriffen waren.  Elvis hätte niemals ein Comeback starten können, hätte er während der Beatles weitergemacht.

Die Bealtes haben sich offiziell im Frühjahr 1970 getrennt. Als Elvis Anfang 1969 ins Studio ging, war für die Öffentlichkeit überhaupt nicht absehbar, dass es ein Jahr später keine Beatles mehr geben würde.

Selbst wenn dem so gewesen wäre, kann ich Deiner Argumentation nicht folgen, dass Elvis nur ein Comeback starten konnte, weil es die Beatles nicht mehr gab. Engelbert hat trotz Beatles, Platten verkauft, Tom Jones war erfolgreich, da war es auch für einen Elvis Presley möglich erfolgreich zu sein, wenn er vernünftiges Material aufnahm.

Wenn es aber kein Comeback hätte geben können, hätte Elvis dann einfach so 1968 ins Studio gehen können, und die uns bekannten Aufnahmen machen können? Wie hätte er denn diesen Wandel begründen sollen?


Wem gegenüber war Elvis Rechenschaft schuldig? Wem musste er irgendwas begründen?

Die Rückkehr zu den Wurzeln nach all der intellektuell überladenen Musik in den 60ern einerseits, ...war die Sehnsucht der Öffentlichkeit nach urwüchsiger, einfacher, aber ehrlicher Musik, riesengroß. Niemand anderes verkörperte das glaubwürdiger als Elvis. Und niemand anderer außer Elvis war überhaupt in der Lage, seine Musikalität auf eine so breite Basis zu stellen, wie er. Das sicherte ihm, neben einem cleveren Management, das überleben.


Diese "Back to the roots" Bewegung hat Elvis sicher nicht eigeleitet. Die Beach Boys haben bereits Ende 1967 wieder angefangen Musik zu machen, die sehr einfach instrumentiert war und eine Besinnung auf ihre Wurzeln bedeutete. Die Beatles sind ab 1968 wieder vom überladenen Pop abgekommen. Ebenso die Rolling Stones und die Byrds. Die Liste ist beinahe endlos.

Zum anderen hat sich Elvis 1969 imho nicht einfach zu seinen Wurzeln zurückbewegt. Sicher, während der 1969 Sessions hat Elvis Country und Blues Songs aufgenommen, aber die Arrangements waren alles andere als simpel und nicht zu vergleichen mit dem, was Elvis in den 50ern gemacht hat.

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26.01.2007 16:57 #550326 von Colonel
Colonel antwortete auf Unchained Melody - 1977

Zum anderen hat sich Elvis 1969 imho nicht einfach zu seinen Wurzeln zurückbewegt. Sicher, während der 1969 Sessions hat Elvis Country und Blues Songs aufgenommen, aber die Arrangements waren alles andere als simpel und nicht zu vergleichen mit dem, was Elvis in den 50ern gemacht hat.

Die Session Tapes waren es allerdings schon, was Jarvis dann mit "seinen" Overdubs draus machte war es sicherlich nicht mehr...

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26.01.2007 18:20 #550347 von Copperhead
Copperhead antwortete auf Unchained Melody - 1977

Diese "Back to the roots" Bewegung hat Elvis sicher nicht eigeleitet. Die Beach Boys haben bereits Ende 1967 wieder angefangen Musik zu machen, die sehr einfach instrumentiert war und eine Besinnung auf ihre Wurzeln bedeutete. Die Beatles sind ab 1968 wieder vom überladenen Pop abgekommen. Ebenso die Rolling Stones und die Byrds. Die Liste ist beinahe endlos.

Gott sei Dank :ergeben:. Zu erwähnen wäre sicher noch Dylan (den man allerdings nach der Triumvirat-Hudelei für die 60er schon gar nicht mehr nennen möchte), der ebenfalls bereits 1967 mit John Wesley Harding zum "Einfachen" zurückgekehrt war. Mit einem mehr oder minder Country- bis Country-Rock-Album - noch einer Stilrichtung, die es ja angeblich in den 60ern nicht gab. Und die Elvis als Alternative zu depperten Soundtracks auf keinen Fall hätte einschlagen sollen, weil dann das Comeback keines mehr gewesen wäre. :kopf1:

Und als Nachtrag zum nicht mehr gespielten Blues, den ich aufgrund dieser unglaublichen Behauptung jetzt dem für Elvis ebenfalls möglichen Folk vorziehe: Sehr wohl wurde in den 60ern Blues gespielt und gehört. Nicht zuletzt von einer Band namens Rolling Stones, welche neben Beatlers, Dylan und Elvis vielleicht auch ihre Berechtigung in den 60ern hatte (ohne mit Who, Animals, Yardbirds, Clapton, Burdon, Mayall und vielen weiteren anfangen zu wollen). Diese löste Mitte der 60er gar einen wahren Blues-Boom aus, der alten Blues-Helden wie zum Beispiel John Lee Hooker, Muddy Waters (Stichwort: American Folk Blues Festival) damals erstmals ein breites, ein internationales und sogar ein weißes Publikum bescherte.

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26.01.2007 19:04 #550357 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf Unchained Melody - 1977

Zu erwähnen wäre sicher noch Dylan (den man allerdings nach der Triumvirat-Hudelei für die 60er schon gar nicht mehr nennen möchte), der ebenfalls bereits 1967 mit John Wesley Harding zum "Einfachen" zurückgekehrt war.

An Dylan hatte ich gar nicht gedacht, weil er im Gegensatz zu den von mir genannten Bands nie ein psychedelischen Song oder gar Album aufgenommen hat. Aber Du hast natürlich recht, mehr Back to the roots als John Wesley Harding geht fast nicht.

Mit einem mehr oder minder Country- bis Country-Rock-Album - noch einer Stilrichtung, die es ja angeblich in den 60ern nicht gab. Und die Elvis als Alternative zu depperten Soundtracks auf keinen Fall hätte einschlagen sollen, weil dann das Comeback keines mehr gewesen wäre.  :kopf1:


Nicht zu vergessen Nashville Skyline, welches im Jahre '69 wie Blei in den Regalen lag, weil die Leute keinen Bock mehr auf das intellektuelle Kiffergefasel hatten und stattdessen lieber Elvis Platten gekauft haben.

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