Unchained Melody - 1977

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25.01.2007 07:20 #549800 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Unchained Melody - 1977

Aufgrund meiner Erfahrungen als Jurist bleib ich bei meiner Meinung über "Colonel "Parker -Plattheit hin oder her -das er sich seinen Klienten gegenüber nicht immer fair verhalten hat.

Als Jurist müsstest Du aber auch wissen, dass man den Sachverhalt kennen muss, bevor man ein Urteil fällt, oder? Und Dir müsste auch der Begriff "Vertragsfreiheit" geläufig sein, oder?

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25.01.2007 07:52 #549811 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Unchained Melody - 1977

Nein, darum geht es nicht.
Aber es ist doch schon so, dass Parker seine Vorstellungen hatte und unseren Elvis dementsprechend oft manipuliert hat. Hätte Parker ein anderes Karriere-Modell entworfen, hätte er es auch durchgesetzt.
Elvis blieb eben immer der "grüne Junge" in dem Geschäft, was Parker natürlich zugute kam.

Wieso benutzt Du das Wort "manipulieren"? Traust Du es Parker nicht zu, gute Ideen und Argumente gehabt zu haben, die Elvis einfach überzeugten, zumal der Erfolg ihnen beiden Recht gab? Parkers Job war es, aus dem künstlerischen Output seines Klienten den maximalen Gewinn herauszuholen. Das hat er getan. Man kann doch Parker nicht vorwerfen, dass er seinen Job gründlich gemacht hat!

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25.01.2007 07:55 #549812 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Unchained Melody - 1977

Auf drängen von Parker Elvis Einberufung zur Armee usw.

Unfug! Die Einberufung kam nicht von Parker, sondern von der U.S. Army. Und wenn eine Einberufung kommt, MUSS man zur Armee. Parker hat Elvis lediglich davon abgeraten, einen Antrag auf Freistellung oder Sonderbehandlung zu stellen. Und das war eine richtige Entscheidung, wie wir alle wissen.

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25.01.2007 08:01 #549816 von Harty
Harty antwortete auf Unchained Melody - 1977

Dieser Elvis muss dumm wie Brot gewesen sein. Was der sich so alles hat vorschreiben lassen. Wahrscheinlich ist er noch auf Parkers Drücken hin vom Klo geplumpst. Wahlweise hat Parker eine Einberufung von Petrus veranlasst. :up:

dumm sicherlich nicht, aber teilweise war der Südstaatenjunge doch sehr naiv.

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25.01.2007 08:11 #549819 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Unchained Melody - 1977

Ich finde es persönlich sehr schade,dass es zu dem zuletzt geplanten rauswurf von Parker nicht gekommen ist,und wie von Elvis ja selber vorgeschlagen Tom Hulett die Ämter übernommen hätte.

Dann erkläre mir mal, was sich geändert hätte, wenn Tom Hulett oder sonstwer das Management von Elvis übernommen hätte. :adeal:

Ich kann es Dir sagen: Elvis hätte weiterhin Konzerte gegeben ohne Ende, nur halt zu geringeren Gagen als die, die Parker auszuhandeln imstande war. Und Elvis wäre pleite gegangen aufgrund einer Millionenklage von RCA wegen fortgestzten Vertragbruchs, die Parker immer abwenden konnte, weil er bei RCA großen Einfluss hatte. Ein anderer Manager hätte das sicher nicht geschafft.

Also, es wäre nichts besser geworden, nur schlechter. Deine Aussage fehlt also jeder realistische Hintergrund.

Abgesehen davon war es kein "geplanter Rauswurf", sondern nur eine spontane Laune von Elvis, und von diesen irrationalen Launen hatte er ja - bedingt durch seinen permanenten Drogenmissbrauch - etliche. Wenn man alles, was er in spontaner Verärgerung von sich gegeben hat, für bare Münze nimmt, dann wäre Elvis auch ein potentieller Mörder gewesen (Mike Stone). Aber der Mordauftrag bzgl. Mike Stone wird als kleiner, harmloser Ausfall abgetan, weil Elvis seinen Plan ja letztendlich fallen ließ und es nicht so gemeint hat. Aber wenn Elvis in 21 Jahren Zusammenarbeit zwei oder drei Wutausbrüche wegen Colone Parker hatte, dann wird das gleich als unumstößliche Willenserklärung dafür gesehen, dass er Parker auf jeden Fall loswerden wollte.

Es gibt - entweder in Tupelo oder in Memphis - im Museum einen Brief von Elvis aus dem Jahre 1975, wo er Parker ausdrücklich und überschwänglich für seine großartige Arbeit dankt. So schlimm kann es also gegen Ende auch nicht gewesen sein. Elvis hätte in den letzten Jahren allenthalben Grund genug gehabt, mit sich selber unzufrieden zu sein, ging er doch nur noch unter Murren und halbherzig ins Studio, und seine Shows waren nur noch ein müder Abklatsch früherer Leistungen. All das lag NICHT an Colonel Parker. Dieser hat lediglich aus dem bisschen, was Elvis am Ende noch zu leisten imstande und willig war, die meiste Kohle rausgeholt - und das sehr wohl im ausdrüklichen Interesse seines dauerklammen Klienten.

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25.01.2007 08:13 #549820 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Unchained Melody - 1977

dumm sicherlich nicht, aber teilweise war der Südstaatenjunge doch sehr naiv.

Das glaube ich auch nicht, das war nur eine aufgesetzte Masche von Elvis, um "everybody's darling" zu sein.

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25.01.2007 08:13 #549821 von Harty
Harty antwortete auf Unchained Melody - 1977
das ist der falsche Thread dazu.... <_<

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25.01.2007 09:37 #549848 von Copperhead
Copperhead antwortete auf Unchained Melody - 1977

Und auch diese Entscheidungen waren - betrachtet man es langfristig - alle richtig: Es war RICHTIG, Elvis in den 60ern aus der Schusslinie zu nehmen, er hätte in dieser stürmischen Zeit voller musikalischer und politischer Veränderungen musikalisch nichts beizutragen gehabt, weil er einer anderen Generation angehörte. Es war RICHTIG, diese Filme zu drehen, weil sie Geld brachten, ihn auf ungefährliche Art im Bewusstsein hielten, und nebenbei noch Alben füllten, wenn auch mäßiger Qualität. (Selbst über billige Filme wie Harum Scarum redet man heute schon nicht mehr so abfällig, sondern erkennt den auch musikalischen Experimentierwillen an) Und wir so heute massenhaft Elvis über viele jahre Entwicklung SEHEN können. Aber allein das wäre zu kurz gedacht: Durch diese Abstinenz von der Bühne und dem aktuellen Geschehen, waren die Leute Ende der 60er wirklich ausgehungert nach ihm, sie waren das Gedödel der Beatles mit den immergleichen Songs satt, sie hatten die Nase vom intellektuellem Geschwafel eines ständig kiffenden John Lennon oder Bob Dylan voll - Elvis kam genau zum richtigem Zeitpunkt zurück. Gerade, ehrliche, emotionale Musik. Von einem Künstler, den sie kannten, der authentisch war, der symphatisch war, und der erstaunlich gut aussah mit dieser unverwechselbaren Stimme. Weitsicht über die Mitte der 60er Jahre hinaus ab 1960 etwa möchte ich Parker nicht unterstellen, aber im nachhinein waren alle diese Entscheidungen - ob bewusst, per Zufall, Zwang oder Geschäftsinteresse - ein Geniestreich. Ich glaube, hätte Elvis in den 60ern nicht pausiert und sich von der Front genommen, und weitergemacht, hätte es niemals ein Comeback, niemals die 68er Alben gegegeben, keine MGM Aufnahmen in Vegas und erst Recht kein Aloha, was jeweils alle für sich genommen schon wieder künstlerische Highlights von Elvis, UND Managerhighlights von Parker waren.
Elvis hätte weiter Alben produziert. Doch welche? RocknRoll wollte keiner mehr hören, Blues auch nicht, höchstens Gospel. Das hat man noch wahrgenommen, doch Elvis wäre eine Randerscheinung neben der Beatles Hysterie gewesen. Spätestens 1967 wäre Elvis in der Versenkung verschwunden. Ich kann mich auch nicht von einem auf den anderen Tag neu erfinden. Somit wäre ein 68 Comeback Special nicht möglich gewesen, schon deshalb nicht, weils kein Comeback hätte geben müssen, weil er nicht weg war.
Politische Songs wollte Elvis nicht, das hätte klappen können, doch man hätte es ihm sicher nicht abgekauft, nachdem der RocknRoll zwar rebellisch, doch bewusst unpolitisch blieb, nachdem er freiwllig in die Armee ging, zugegebenermaßen ein bisschen gedrängelt. Was auch RICHTIG war, für Elvis' persönliche Entwicklung, und vor allem langfristig für seine Karriere. Ich behaupte, ohne Armee hätte es kein Its Now Or Never gegeben. Der Wechsel vom RocknRoller zum Balladensänger wäre niemals geglückt ohne das zeitliche und politische Puffer der Armee. ("Er ist DOCH ein anständiger Amerikaner") Bei den Jungen des Landes, die also den Ton angaben, wäre Elvis gnadenlos durchgefallen, und er hätte riskiert, seine Glaubwürdigkeit bei denen zu riskieren, die mit ihm aufgewachsen sind.

Abgesehen vom Aspekt des Geldverdienens (in der Menge, in der kurzen Arbeitszeit) ist das ein spekulativer Quatsch und eine Unkenntnis der musikalischen 60er, dass einem graut.

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25.01.2007 12:12 #549919 von Blues Boy
Blues Boy antwortete auf Unchained Melody - 1977

Wieso benutzt Du das Wort "manipulieren"?

Elvis hat doch scheinbar wirklich geglaubt, dass man mit ihm bessere Filme drehen wollte. Das hatte aber weder Parker noch Hal Wallis vor. Sie haben Elvis hingehalten, und er hat nicht den Mumm gehabt irgendetwas zu ändern.
Glaubst Du etwa, dass Parker und Wallis sich ihre Millionengeschäfte so einfach von ihrem ahnungslosen Klienten kaputt machen lassen? Niemals.
Man darf nicht vergessen, dass das ganze ein "Hurengeschäft" ist.

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25.01.2007 12:15 #549922 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Unchained Melody - 1977
Entschuldige mal - Elvis bekam die Verträge und die Drehbücher vorgelegt. Wenn er das annimmt, ist das sein Pech. Machen wir uns nichts vor - sein Gelabere vom "ernsthaften Schauspieler" war nur ein Lippenbekenntnis, und letztendlich war ihm die Kohle dann doch immer wichtiger. Und spätestens nach den Flops von "Flaming Star" und "Wild in the country" wird ihm keiner mehr Hoffnungen gemacht haben auf eine auch nur halbwegs ernste Rolle. Der Colonel hat das eh nie getan, und Hal Wallis wird da sicher nicht viel anders gehandelt haben.

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